Royal Agro Industri baut viertes Werk in Riau und will mehr als 2 Millionen Kokosnüsse pro Tag verarbeiten
PT Royal Agro Industri installiert neue Maschinen in Manado und Sampit und errichtet mit PT Garuda Coco Industri ein viertes Kokoswerk in Riau. Ab 2027 soll die Gesamtkapazität mehr als 2 Millionen Kokosnüsse pro Tag betragen, allein Riau ist mit 1 Million veranschlagt. Die Produktpalette reicht von Kokosraspeln und Kokosmilch bis zu rohem Kokosöl, Kokoserde und Holzkohle und geht in über 33 Länder.
Der indonesische Kokosverarbeiter PT Royal Agro Industri (RAI) installiert neue Produktionsanlagen in zwei bestehenden Werken und baut ein viertes Werk in der Provinz Riau. Nach Angaben des Unternehmens steigt die Gesamtkapazität seines Verbunds damit ab 2027 auf mehr als 2 Millionen Kokosnüsse pro Tag. Vorstandschefin Johanna stellte die Pläne am Freitag, 18. September 2026, vor Journalisten vor, wie medcom.id berichtet.
Vier Werke, 2,1 Millionen Nüsse pro Tag
RAI betreibt derzeit drei Kokosverarbeitungswerke: PT Dewa Agricoco Industri in Halmahera (Nord-Molukken), PT Tri Mustika Cocomanaesa in Manado (Nord-Sulawesi) und PT Samuda Coco Indonesia in Sampit (Zentral-Kalimantan). Ein vierter Standort, PT Garuda Coco Industri, entsteht in Riau. „Weil die weltweite Nachfrage nach verarbeiteten Kokosprodukten weiter steigt, bauen wir derzeit ein weiteres Werk in Riau, PT Garuda Coco Industri“, sagte Johanna.
Nach Abschluss des Ausbaus soll das Werk in Riau bis zu 1 Million Kokosnüsse pro Tag verarbeiten können; das geht aus den Kapazitätsangaben hervor, die Johanna gegenüber medcom.id machte. Manado wird mit rund 500.000 Nüssen pro Tag angegeben, Sampit mit 350.000 und Halmahera mit 250.000. In Summe sind das 2,1 Millionen pro Tag – eine Zahl, die auch elshinta.com in seinem Bericht nennt.
Die neuen Maschinen stammen vom chinesischen Anbieter Beyond und werden in Manado, Sampit und Riau aufgestellt, so medcom.id. In Manado und Sampit ergänzen sie laufende Werke um zusätzliche Produktionslinien, in Riau sind sie laut inews.id von Anfang an Teil der neuen Anlage. „Im nächsten Jahr können alle neuen Maschinen für die Produktion genutzt werden“, sagte Johanna.
Schritt in die Wertschöpfung
Die zusätzliche Kapazität soll die Palette der Kokosfolgeprodukte verbreitern:
- Kokosraspeln, fettarm
- Kokosraspeln, fettreich
- Kokosmilch
- rohes Kokosöl
- Holzkohle
- Kokosfaser
- Kokoserde (Cocopeat)
Die verarbeiteten Kokosprodukte von RAI werden bereits in mehr als 33 Länder verkauft, darunter Deutschland, Spanien, die Türkei, China und die Vereinigten Staaten, berichtet medcom.id. Eigentümer Jerry Hermawan Lo sagt, die heimische Verarbeitung verändere das Handelsmuster der Kultur. „Früher wurde indonesische Kokosnuss ganz, als runde Nuss, zu niedrigen Preisen exportiert. Mit diesem Werk können wir sie nun zuerst verarbeiten und dann exportieren. Verarbeitete Kokosnuss hat natürlich einen weit höheren wirtschaftlichen Wert. Das nennt man Kokos-Downstreaming“, sagte er.
Rohstoff, Arbeitsplätze und eine Stipendienabgabe
Die Rohstoffverfügbarkeit ist einer der entscheidenden Faktoren des Ausbaus. Das Unternehmen arbeitet mit Tausenden Kokosbauern in mehreren Regionen zusammen und betreibt Begleit- und Schulungsprogramme zur Steigerung der Erträge. Nach Angaben von Jerry bindet die Verarbeitung im Land die Bauern stärker in die Wertschöpfungskette ein und schafft Arbeitsplätze; in den Werken arbeiten derzeit Tausende Beschäftigte. „Nicht viele Länder haben Kokosplantagen. Eines der größten ist Indonesien“, sagte er.
RAI legt zudem 10 Rupiah je verarbeiteter Kokosnuss zurück, um das Stipendienprogramm Beasiswa Kelapa zu finanzieren. Es soll 2.000 Agrarstudierende unterstützen; rund 1.300 haben es bislang erhalten, unter anderem an der Universitas Lampung, der Universitas Sumatera Utara, der IPB University, der Universitas Hasanuddin, der Universitas Sam Ratulangi und der Universitas Riau, so medcom.id.
Das Unternehmen entwickelt außerdem weitere Verwendungen für die nach der Verarbeitung verbleibenden Teile der Nuss, um Abfall zu verringern. „Wir sind mit der Verpflichtung angetreten, den Wohlstand der Kokosbauern und der Söhne und Töchter der Regionen zu erhöhen“, sagte Jerry. „Unser Ziel ist es, dem Kokos des Nusantara seinen Glanz in den Augen der Welt zurückzugeben.“