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Störungen im Roten Meer und in der Straße von Hormus lassen fast 0,5 Millionen Tonnen indischen Basmati in Häfen stranden

Fast 0,5 Millionen Tonnen indischer Basmati-Reis stecken in Häfen fest, weil der Verkehr durch Bab al-Mandab und die Straße von Hormus weiterhin gestört ist. Der Engpass, verbunden mit dem ungelösten Streit zwischen den USA und Iran, dürfte indischen Reis für ausländische Käufer verteuern.

Störungen im Roten Meer und in der Straße von Hormus lassen fast 0,5 Millionen Tonnen indischen Basmati in Häfen stranden

Eine halbe Million Tonnen Basmati gestrandet

Fast 0,5 Millionen Tonnen indischer Basmati-Reis stecken in Häfen fest, weil zwei der wichtigsten Seewege der Welt gestört sind: Bab al-Mandab am Südende des Roten Meeres und die Straße von Hormus. Der Verkehr durch beide Wasserstraßen ist nicht vollständig wiederhergestellt, sodass Exporteure bereits an ausländische Käufer verkaufte Ladungen nicht bewegen können.

Der Stau ist gravierend, weil diese Korridore den Großteil des indischen Basmati-Handels in die Märkte des Nahen Ostens tragen. Da Schiffe umgeleitet oder zurückgehalten werden, häufen sich Partien, die sonst binnen Tagen abgefertigt würden, an den Ladepunkten, und der Rückstau wächst, je länger die Konfrontation andauert. Die Sorge der Branche schlägt bereits in Befürchtungen um den weltweiten Handel mit dem Getreide um.

Spannungen zwischen USA und Iran halten die Routen geschlossen

Die Störung hängt mit dem ungelösten Streit zwischen den USA und Iran zusammen, der den Verkehr durch die Straße von Hormus und das Rote Meer weiter belastet. Solange sich der Verkehr nicht normalisiert, haben Exporteure kaum Spielraum, Ladung umzuleiten, ohne jeder Sendung Seetage und zusätzliche Kosten aufzubürden.

Für indische Exporteure kommt der Zeitpunkt ungelegen. Basmati ist ein Premiumprodukt, das überwiegend in Märkte jenseits dieser Wasserstraßen verkauft wird, und es gibt kaum Alternativrouten, die die Fahrt nicht verlängern. Bereits kontrahierte und verladene Ware lässt sich nicht ohne Weiteres umleiten, weshalb sich die Mengen in den Häfen stauen, statt einen Weg um die Engpässe herum zu finden.

Warum die Engpässe zählen

Die Straße von Hormus und Bab al-Mandab sind schmale Durchfahrten, durch die ein großer Teil des nach Westen bestimmten indischen Reises muss. Ist eine davon beeinträchtigt, zeigt sich die Wirkung rasch entlang der gesamten Lieferkette — von der Mühle über den Liegeplatz bis zum Lager des Käufers. Für Wasserstraßen dieser Größenordnung gibt es keinen schnellen Ersatz.

Ausländische Käufer stehen vor höheren Kosten

Die unmittelbare Folge ist ein höherer Landepreis für Käufer im Ausland. Längere Fahrten, höhere Fracht- und Versicherungsprämien sowie die Kosten für die Lagerung gestrandeter Bestände fließen alle in den Endpreis des indischen Reises auf den Auslandsmärkten ein. Käufer, die auf indischen Basmati angewiesen sind, haben kurzfristig kaum Alternativen, da Herkunft und Qualität nicht leicht zu ersetzen sind.

  • Rund 0,5 Millionen Tonnen Basmati warten in den Häfen.
  • Zwei Schlüsselrouten — Bab al-Mandab und die Straße von Hormus — sind nur teilweise offen.
  • Steigende Fracht- und Umschlagkosten werden an ausländische Käufer weitergegeben.

Wie lange der Druck anhält, hängt davon ab, wann der normale Verkehr durch beide Wasserstraßen wieder aufgenommen wird, und das wiederum vom Verlauf des Streits zwischen den USA und Iran. Bis dahin dürften gestrandete Mengen, gestreckte Lieferzeiten und festere Preise den indischen Basmati-Handel prägen. Für Exporteure liegt das Risiko nicht nur in aufgeschobenen Erlösen, sondern auch im Reputationsschaden durch verpasste Lieferfenster in umkämpften Premiummärkten.

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