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Rheinmetall plant 180 Millionen Euro für Ausbau der Munitionsproduktion in Spanien

Rheinmetall Expal Munitions will 2026 rund 180 Millionen Euro in Spanien investieren. Nach Rekordumsatz und einem Auftragsbestand von 1,725 Milliarden Euro sollen zusätzliche Kapazitäten entstehen und die Pulverproduktion in Javalí Viejo ausgebaut werden.

Rheinmetall plant 180 Millionen Euro für Ausbau der Munitionsproduktion in Spanien

Investitionen steigen nach Rekordergebnis

Rheinmetall hat für 2026 Investitionen von rund 180 Millionen Euro bei Rheinmetall Expal Munitions eingeplant. Das berichtet Vozpópuli unter Berufung auf den jüngsten Jahresabschluss der spanischen Tochtergesellschaft. Der auf Waffen, Munition und Explosivstoffe spezialisierte Hersteller will seine Produktionskapazitäten erweitern und Projekte umsetzen, die zur Bedienung der höheren Nachfrage erforderlich sind.

Die vorgesehenen Ausgaben sind fast dreimal so hoch wie die rund 61 Millionen Euro, die Expal 2025 in Sachanlagen sowie Forschung und Entwicklung investierte. Das Sachanlagevermögen stieg im Jahresverlauf von 88,8 Millionen auf 123,9 Millionen Euro. Anlagen im Bau und Anzahlungen für neue Einrichtungen erhöhten sich von 30,5 Millionen auf 55,5 Millionen Euro.

Expal erzielte 2025 einen Rekordumsatz von 716,7 Millionen Euro, 12% mehr als die 639,5 Millionen Euro des Vorjahres. Der Nettogewinn stieg um 18% von 207,5 Millionen auf 245 Millionen Euro. Der Gewinn vor Steuern erreichte 323 Millionen Euro, das Betriebsergebnis überstieg 317 Millionen Euro. Der Alleingesellschafter beschloss, den exakt mit 245,02 Millionen Euro ausgewiesenen Jahresgewinn den freiwilligen Rücklagen zuzuführen.

Auftragsbestand stützt Kapazitätsausbau

Ende 2025 verfügte die Tochtergesellschaft über noch abzuarbeitende Verträge im Wert von 1,725 Milliarden Euro. Expal führt diesen Bestand auf die stärkere Auftragsvergabe in der Verteidigungsindustrie angesichts der gesellschaftspolitischen Lage zurück. Für 2026 erwartet das Unternehmen ein Wachstum von mehr als 40% gegenüber 2025. Damit werden die Umsetzung des Investitionsprogramms und die Stärkung der Lieferkette zu zentralen operativen Aufgaben.

Der Ausbau in Spanien ist Teil der umfassenderen Munitionsstrategie von Rheinmetall. Der Konzern strebt für 2027 eine Jahreskapazität von 1,1 Millionen Artilleriegeschossen im Kaliber 155 Millimeter und für 2030 von 1,5 Millionen Geschossen an. Zugleich baut er Kapazitäten bei Fahrzeugen, Luftverteidigung, digitalen Systemen und im Schiffbau aus und entwickelt sein rein militärisches Geschäft in den Bereichen Land, Luft, See und Weltraum weiter.

Der weltweite Umsatz von Rheinmetall stieg 2025 um 29% auf 9,935 Milliarden Euro, während der Auftragsbestand 63,8 Milliarden Euro erreichte. Für 2026 erwartet der Konzern ein weiteres Umsatzplus von 40%-45% auf 14 bis 14,5 Milliarden Euro. Diese Prognose blieb nach dem ersten Quartal bestehen, obwohl der Umsatz zunächst nur um 8% zulegte, weil sich ein Teil der Geschäftstätigkeit in spätere Monate verschob.

Pulverfabrik in Murcia nimmt Betrieb wieder auf

Die wiederhergestellte Produktion im Expal-Werk Javalí Viejo in Murcia soll die zusätzliche Fertigung unterstützen. Nach einem Unfall am 31. Januar 2025 hielt die Fabrik elf Monate lang nur eine minimale Pulverproduktionskapazität aufrecht. Vozpópuli berichtet unter Berufung auf den Expal-Abschluss, dass die Anlage in den ersten Monaten 2026 wieder den Betrieb aufnahm und damit Kapazitäten für höhere Produktions- und Auslieferungsraten zurückgewann.

Die durchschnittliche Zahl der fest angestellten Beschäftigten bei Expal stieg 2025 von 1.146 auf 1.687. Mehr Personal, die wiederaufgenommene Pulverfertigung und Investitionen in neue Anlagen verbreitern die industrielle Basis der Tochtergesellschaft. Die unmittelbare Herausforderung bleibt jedoch die Umsetzung: Expal muss die 180 Millionen Euro zügig in betriebsbereite Kapazitäten umwandeln, um den Auftragsbestand abzuarbeiten, die Effizienz zu verbessern und die für größere Produktionsmengen benötigten Zulieferer zu stärken.

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