Region Almaty plant 100.000 Tonnen Äpfel und will 20 % der Ernte exportieren
Die Obstbaubetriebe der kasachischen Region Almaty planen in diesem Jahr eine Ernte von rund 100.000 Tonnen Äpfeln. 80 % sind für den Binnenmarkt und 20 % für den Export vorgesehen; Intensivplantagen, Bewässerung und ein neues 80.000-Tonnen-Projekt sollen Ertrag und Vermarktungssaison ausweiten.
Ein Fünftel der Ernte ist für Auslandsmärkte bestimmt
Die Apfelerzeuger in der kasachischen Region Almaty planen in diesem Jahr eine Ernte von rund 100.000 Tonnen, berichtet NUR.KZ unter Berufung auf die Regionalverwaltung. 80 % sollen auf dem kasachischen Binnenmarkt verkauft werden, die übrigen 20 % sind für den Export vorgesehen. Die wichtigsten bisherigen Abnehmer sind Tadschikistan, Kirgisistan, Russland und Belarus.
Weitere 10 % der Ernte sollen zu Saft, Püree, Konfitüre und anderen Erzeugnissen verarbeitet werden. Aus der Quelle geht nicht hervor, ob dieser Anteil bereits in der Aufteilung zwischen Binnenmarkt und Export enthalten ist. Die Abgrenzung ist relevant, weil die Region sowohl frische Äpfel als auch höherwertige Verarbeitungsprodukte im Ausland vermarkten will.
Intensivplantagen sollen die Erträge steigern
Die Apfelplantagen der Region umfassen insgesamt 9.900 Hektar, davon werden 2.200 Hektar intensiv bewirtschaftet. Der Bezirk Enbekshikazakh ist mit jährlich 34.100 Tonnen das größte Anbaugebiet, gefolgt von den Bezirken Uygur, Talgar, Karasai und Zhambyl. Angebaut werden 21 Sorten, darunter Almaty Aport, Fuji, Gala, Golden Delicious, Sinap, Kandil und Idared. Gala ist auf internationalen Märkten laut dem Bericht besonders gefragt.
In den vergangenen 3,5 Jahren wurden in der Region mehr als 282.000 Tonnen Äpfel geerntet, aber nur 1.500 Tonnen im Wert von rund 1,549 Millionen $ exportiert, erklärte der Leiter der regionalen Landwirtschaftsbehörde, Dimash Sydykov. Die Behörden wollen den Absatz in Europa, China, Zentralasien und dem Nahen Osten ausbauen. Die Pläne umfassen frische Äpfel ebenso wie Saft, Trockenäpfel und Pastila.
Das Produktionsprogramm setzt auf ertragreiches Pflanzmaterial, Tröpfchenbewässerung, digitale Technik und zusätzliche Intensivplantagen. Zugleich soll Almaty Aport als internationale Marke wiederbelebt werden. Aport-Plantagen bedecken derzeit rund 2.300 Hektar und liefern jährlich 6.600 Tonnen bei einem Durchschnittsertrag von 88,5 Dezitonnen je Hektar.
Mehr Kapazität für Verarbeitung und Lagerung
QAZAQ Global Food JV baut eine Anlage mit einer Jahreskapazität von 80.000 Tonnen Obst und Gemüse. Das Projekt soll die Verarbeitung ausweiten und zusätzliche Möglichkeiten zur langfristigen Lagerung von Äpfeln schaffen. Damit könnten Erzeuger und Händler auch außerhalb der Erntesaison verkaufen, statt große Mengen in einem kurzen Zeitraum vermarkten zu müssen. Zugleich würde eine Grundlage für höhere Exporte entstehen.
Auch kleinere Betriebe gehören zur regionalen Produktionsbasis. Die 14 Hektar große Khishmanov-Plantage im Dorf Әймен nutzt 4 Hektar für Setzlinge und beschäftigt dauerhaft 15 Menschen; während Ernte und Pflanzung steigt die Zahl auf 30-45. Nach 12 Tonnen im vergangenen Jahr sind diesmal 24-28 Tonnen geplant. Der Betrieb vermehrt zudem die kasachischen Züchtungen Anel, Ainur, Damira, Voskhod und Rashi. Pflanzmaterial, Bewässerung, Sortierung, Verarbeitung und Lagerung werden darüber entscheiden, ob aus der geplanten Ernte dauerhaft höhere Inlands- und Exportverkäufe werden.