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Raffinerie Rijeka kann Kroatien bei Rekordpreis von 1,80 € je Liter Diesel versorgen

INA zufolge arbeitet die Raffinerie Rijeka mit voller Auslastung und kann Kroatiens Dieselbedarf trotz des angespannten europäischen Marktes decken. Eine neue Anlage zur Verarbeitung schwerer Ölrückstände könnte die Dieselproduktion um bis zu 30 % beziehungsweise rund 400.000 Tonnen jährlich steigern, sobald die modernisierte Raffinerie 2027 ihre volle Kapazität erreicht.

Raffinerie Rijeka kann Kroatien bei Rekordpreis von 1,80 € je Liter Diesel versorgen

Rekordpreis für Diesel schürt Versorgungssorgen

Diesel hat auf dem kroatischen Markt den Rekordpreis von 1,80 € je Liter erreicht. Damit wachsen sowohl die Sorgen über die Kraftstoffkosten als auch über mögliche physische Engpässe in Europa. Kroatien bleibt von den Entwicklungen an den europäischen und globalen Energiemärkten abhängig, befindet sich INA zufolge derzeit aber in einer vergleichsweise günstigen Versorgungslage.

Goran Pleše, operativer Direktor für Raffinerie und Marketing bei INA, sagte gegenüber Glas Slavonije, die Kapazität der Ölraffinerie Rijeka reiche aus, um den Bedarf des kroatischen Marktes zu decken. Seine Einschätzung folgt auf Warnungen aus Teilen der Ölbranche, wonach der Druck am europäischen Dieselmarkt neben den Preisen auch die Verfügbarkeit beeinträchtigen könnte.

Raffinerie läuft mit voller Kapazität

Laut Pleše ist ausreichend Rohöl am Markt verfügbar. INA habe zudem die für die Verarbeitung in der kommenden Zeit benötigten Mengen gesichert. Die Raffinerie Rijeka arbeitet mit voller Auslastung, und das Unternehmen plant derzeit keine Stillstände.

Auch die saisonale Entwicklung verbessert den Versorgungsausblick. In Kroatien und der umliegenden Region nähert sich die Tourismussaison und damit die Zeit des höchsten Kraftstoffverbrauchs ihrem Ende. Pleše geht deshalb davon aus, dass Rijeka den heimischen Dieselmarkt ohne Unterbrechung versorgen kann.

Diese Zusicherung mindert das Risiko fehlender physischer Mengen, beseitigt aber nicht das Preisrisiko. Kroatien ist in den größeren Markt eingebunden. Daher könnten die Dieselpreise selbst bei einer ausreichenden Versorgung im Inland weiter steigen.

Neue Anlage soll Dieselproduktion erhöhen

INA will bis Ende dieses Jahres in Rijeka eine neue Anlage zur Verarbeitung schwerer Ölrückstände in Betrieb nehmen. Sie soll aus schwereren und zugleich günstigeren Rohölsorten größere Mengen an Mineralölprodukten herstellen, vor allem Diesel.

Die modernisierte Raffinerie soll nach Angaben von INA im Laufe des Jahres 2027 mit der neuen Anlage ihre volle Kapazität erreichen. Das Projekt ermöglicht eine Steigerung der Dieselproduktion um bis zu 30 % beziehungsweise rund 400.000 Tonnen pro Jahr. Mit der zusätzlichen Produktion will das Unternehmen die Versorgungssicherheit in seinen Märkten erhöhen sowie Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit der Raffinerie verbessern.

Ein erheblicher direkter Einfluss der neuen Anlage auf die Dieselpreise wird nicht erwartet. Ihr zentraler Nutzen liegt in größerer Produktionsflexibilität und einem höheren inländischen Angebot. Für Kroatien ist diese Unterscheidung entscheidend: Rijeka kann das Risiko eines physischen Kraftstoffmangels senken, die Käufer aber nicht vor Preissteigerungen am europäischen Dieselmarkt schützen.

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