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R18 und größere Räder erreichen 57,1 % der russischen Neuwagenverkäufe

Der Anteil russischer Neuwagen mit Rädern ab R18 stieg von 27,3 % im Jahr 2021 auf 57,1 % im Jahr 2026. Der Rückzug westlicher Marken, chinesische Modelle und der wachsende Anteil von Crossovers und SUVs treiben die Entwicklung.

R18 und größere Räder erreichen 57,1 % der russischen Neuwagenverkäufe

Große Räder werden zum Marktstandard

Der russische Neuwagenmarkt stellt sich rasch auf größere Raddurchmesser um. Räder ab R18 entfielen 2026 auf 57,1 % der Verkäufe neuer Pkw, verglichen mit 27,3 % im Jahr 2021. Das geht aus Daten hervor, die Sergei Tselikov, Leiter der Analyseagentur Autostat, vorlegte. Der Anteil hat sich damit binnen fünf Jahren mehr als verdoppelt. Die meisten Neuwagen verlassen russische Autohäuser inzwischen mit 18-Zoll-Rädern oder größeren Formaten.

Die Publikationen beschreiben die Kennzahl geringfügig unterschiedlich. KP.RU berichtet von R18 und größeren Dimensionen, während Rambler Auto vom Anteil der R18-Räder spricht. Beide Berichte nennen dieselben Prozentwerte und bestätigen den Trend zu größeren Durchmessern. Für Reifen- und Felgenanbieter ist die Abgrenzung relevant, weil sich die Nachfrage auf mehrere große Formate verteilen kann und nicht zwingend auf einen Durchmesser konzentriert.

Der Fahrzeugmix treibt den Wandel

Tselikov führt die Entwicklung auf den grundlegenden Umbau des russischen Pkw-Marktes zurück. Westliche Automarken zogen sich zurück, chinesische Hersteller bauten ihre Präsenz aus, und Crossovers sowie SUVs gewannen erheblich an Bedeutung. Diese Fahrzeuge sind im Allgemeinen größer und werden ab Werk häufiger mit breiteren Reifen und größeren Felgen ausgestattet als Limousinen und Kompaktwagen, die zuvor einen größeren Teil des russischen Marktes ausmachten.

Die Folgen reichen über die Erstausrüstung hinaus. Jeder Neuwagen mit R18 oder größeren Rädern erzeugt später Ersatzbedarf bei Sommer- und Winterreifen, beschädigten Felgen sowie Auswucht- und weiteren Servicearbeiten. Anbieter müssen deshalb Sortimente und Bestände anpassen, Werkstätten ihre Ausrüstung und Arbeitsabläufe. Händler benötigen möglicherweise eine breitere Auswahl, weil die Kategorie ab R18 zahlreiche Breiten, Querschnitte und fahrzeugspezifische Vorgaben umfasst.

Saisonale Gewohnheiten stützen den Ersatzmarkt

Auch der saisonale Reifenwechsel prägt das Geschäft. Laut einer von KP.RU zitierten Umfrage besitzen fast 40 % der Fahrer einen zweiten Reifensatz, der bereits auf separaten Felgen montiert ist. Weitere 54 % nutzen nur einen Felgensatz und lassen die Reifen zu jeder Saison ummontieren. Die erste Gruppe schafft Nachfrage nach kompletten zusätzlichen Radsätzen, während die zweite den Werkstätten regelmäßig Montage-, Auswucht- und Prüfarbeiten bringt.

Der wachsende Bestand an Fahrzeugen mit großen Rädern betrifft Reifenproduzenten, Felgenhersteller, Händler und Servicebetriebe auf unterschiedliche Weise. Hersteller und Importeure müssen mehr große Dimensionen bereitstellen, während Händler mehr Kapital in höherwertigen Beständen binden. Werkstätten, die die 54 % mit saisonaler Ummontage bedienen, müssen Gewicht und technische Anforderungen größerer Räder bewältigen. Bei einem Anteil von 57,1 % an den Pkw-Neuverkäufen muss die Lieferkette R18 und größere Formate als Kern des künftigen russischen Ersatzmarktes behandeln und nicht mehr als Premium-Nische.

Vollständige Marktanalyse

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