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PwC hält höhere E-Auto-Produktion als bei konventionellen Pkw 2027 für möglich

Die weltweite Produktion von Elektroautos könnte laut einer von Autopro.hu zitierten PwC-Prognose 2027 die Fertigung konventioneller Pkw übertreffen. Das anhaltende Absatzwachstum erhöht den Druck auf Hersteller und Zulieferer, Kapazitäten und Investitionen an die veränderte Nachfrage anzupassen.

Produktionswende könnte 2027 eintreten

Die weltweite Produktion von Elektroautos könnte bereits 2027 die Fertigung konventioneller Pkw übertreffen. Das geht aus einer PwC-Prognose hervor, über die Autopro.hu berichtet. PwC bezeichnet 2027 als möglichen Wendepunkt beim Verhältnis der Antriebsarten, nicht als feststehendes Datum für den Wechsel.

Die Prognose folgt auf ein weiteres Quartal mit deutlichem Wachstum des weltweiten Elektroautoabsatzes. Diese Entwicklung gibt den Herstellern Anlass zu prüfen, wie schnell sich die Nachfrage in Richtung elektrischer Modelle verschiebt und ob ihre Produktionsnetze auf eine veränderte Zusammensetzung des globalen Fahrzeugmarktes vorbereitet sind.

Ein Überschreiten dieser Schwelle würde mehr als die Stückzahlen in der Endmontage betreffen. Die Hersteller müssten Modellanläufe, Werksauslastung und Investitionen auf einen Markt abstimmen, in dem Elektroautos einen wachsenden Produktionsanteil erreichen. Entscheidungen vor 2027 beeinflussen damit, welche Unternehmen ihre Fertigung effizient hochfahren können, falls die Prognose eintritt.

Zulieferer müssen ihr Auftragsportfolio anpassen

Die Folgen würden sich durch die gesamte automobile Lieferkette ziehen. Unternehmen, die elektrische und konventionelle Fahrzeuge beliefern, dürften ihr Produktportfolio anpassen. Stark vom konventionellen Antrieb abhängige Zulieferer wären dagegen unmittelbar von einer sinkenden Produktionsnachfrage betroffen. Das Tempo des Wandels entscheidet über den richtigen Investitionszeitpunkt: Ein zu später Kapazitätsausbau kann Wachstum begrenzen, ein verfrühter Ausbau zu Unterauslastung führen.

Für Maschinen- und Komponentenhersteller deutet die Prognose auf eine mögliche Verlagerung der Produktionsinvestitionen hin. Elektroautoprogramme benötigen eine andere Kombination aus Fertigungsanlagen und Bauteilen als konventionelle Fahrzeugprogramme. Zulieferer müssen unterscheiden, wo feste Aufträge zusätzliche Kapazitäten rechtfertigen und wo Autohersteller weiterhin mehrere Antriebsoptionen offenhalten.

Der globale Charakter der Prognose bedeutet nicht, dass jeder nationale Markt und jedes Werk die Schwelle gleichzeitig überschreiten wird. Produktionsentscheidungen hängen von regionaler Nachfrage, vorhandenen Fabriken und Modellstrategien ab. Ein weltweiter Wechsel kann deshalb mit einer anhaltenden Dominanz konventioneller Pkw in einigen Märkten und einem deutlich schnelleren Elektrohochlauf in anderen einhergehen.

Absatzwachstum muss dauerhaft Produktion tragen

Entscheidend ist, ob das jüngste Absatzwachstum stark genug bleibt, um die in der PwC-Prognose angelegten Produktionsmengen zu tragen. Hersteller planen Kapazitäten gewöhnlich, bevor Fahrzeuge die Kunden erreichen. Sie müssen daher investieren, solange die künftige Nachfrage noch unsicher ist. Ein möglicher Wendepunkt 2027 verteuert das Abwarten, beseitigt aber nicht das Risiko zu früher Investitionen.

Die Hersteller müssen den Übergang zudem bewältigen, ohne die Kontrolle über das bestehende Geschäft zu verlieren. Konventionelle Fahrzeuge bleiben Teil des Produktionsmixes, selbst wenn Elektroautos weltweit die größere Menge erreichen. Während des Wandels müssen Unternehmen somit zwei große Fertigungssysteme finanzieren und betreiben; die Zulieferer müssen beide bedienen.

Für Investoren und Marktanalysten ist die Schwelle von 2027 vor allem ein Test der Produktionsbereitschaft. Das Absatzwachstum zeigt die Nachfragerichtung, doch Werkszuordnung, Lieferverträge und Investitionen bestimmen, ob die Fertigung folgen kann. Besonders gefährdet sind Unternehmen, deren Kapazitätsplanung entweder von einem viel langsameren Wandel oder einer ununterbrochenen Beschleunigung ausgeht.

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