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Pony.ai und FutureLink planen 200 Level-4-Robotaxis für Südkorea

Pony.ai und FutureLink wollen in Südkorea 200 Robotaxis der siebten Generation mit Level-4-Automatisierung einsetzen. Zunächst sollen 10 Fahrzeuge zertifiziert werden; nach der Zulassung sind binnen eines Jahres weitere 190 Fahrzeuge und ein kommerzieller Dienst in Seoul geplant.

Pony.ai und FutureLink planen 200 Level-4-Robotaxis für Südkorea

Zertifizierung beginnt mit 10 Fahrzeugen

Das chinesische Unternehmen Pony.ai und die südkoreanische FutureLink planen die Einführung von 200 Robotaxis der siebten Generation mit Level-4-Automatisierung in Südkorea, berichtet ZDNet Korea. Zunächst sollen 10 Fahrzeuge importiert und nach dem südkoreanischen Kraftfahrzeugverwaltungsgesetz selbst zertifiziert werden. Nach erfolgreicher Zulassung wollen die Partner binnen eines Jahres weitere 190 Fahrzeuge einführen und eine Flotte von 200 Einheiten aufbauen.

Die Unternehmen unterzeichneten ihre strategische Kooperationsvereinbarung am 28. August im Hotel Conrad Seoul auf Yeouido. Das Vorhaben soll die bisherigen technischen Erprobungen in der autonomen Testzone des Seouler Bezirks Gangnam in einen kommerziellen Betrieb überführen. FutureLink übernimmt die nationale Zertifizierung, den Markteintritt, den Fahrzeug- und Servicebetrieb, das Datenmanagement und die Lokalisierung. Pony.ai liefert die Fahrzeuge und die Technik für autonomes Fahren.

Dienst soll in Seoul starten, Termin bleibt offen

Der Betrieb soll zunächst in einer Seouler Testzone beginnen. Danach wollen die Partner Einsatzgebiet und Betriebszeiten auf die gesamte Hauptstadt, die Metropolregion und weitere Großstädte ausweiten. James Peng, Mitgründer und Vorstandsvorsitzender von Pony.ai, bezeichnete die ersten 200 Fahrzeuge als Anfangsphase. Nach der Zertifizierung sollen vollständig fahrerlose Robotaxis auf koreanischen Straßen eingesetzt werden.

Weder für den Abschluss der Zertifizierung noch für den kommerziellen Start steht bislang ein Termin fest. Die Partner prüfen zudem die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens, haben aber Beteiligungsverhältnisse, Investitionsvolumen und Kapitaleinlagen noch nicht festgelegt. Diese Entscheidungen hängen vom Verlauf des ersten Projekts und von einer möglichen Erweiterung über 200 Fahrzeuge hinaus ab.

Niedrigere Kosten und lokale Datenspeicherung

Die für Südkorea vorgesehenen Fahrzeuge basieren auf einem Modell der BAIC-Gruppe. Anders als bei nachträglich umgerüsteten Fahrzeugen wird die autonome Ausrüstung bei Pony.ai bereits in der Produktionslinie montiert. Bremsen, Lenkung und Stromversorgung sind redundant ausgelegt; das Fahrsystem besteht aus Komponenten in Automobilqualität. Laut ZDNet Korea liegen die Komponentenkosten des Systems der siebten Generation 70% unter denen der Vorgängerversion. Pony.ai will die Produktionskosten 2026 gegenüber dem Vorjahr um weitere 20% senken. Bis Mitte 2027 sollen Basisfahrzeug und autonomes Fahrsystem in China zusammen weniger als 230.000 Yuan kosten.

Pony.ai betreibt bereits Level-4-Robotaxis in Peking, Shanghai, Guangzhou und Shenzhen. Nach Angaben von Peng absolvieren die Fahrzeuge in Shenzhen und Guangzhou durchschnittlich mehr als 25 Fahrten je Fahrzeug und Tag. Die 200 für Südkorea geplanten Einheiten kommen zusätzlich zu den 4.000 Robotaxis, deren Einsatz Pony.ai für Europa, den Nahen Osten und weitere Märkte vereinbart hat.

FutureLink gehört vollständig zur an der Kosdaq notierten PonyLink. Das Unternehmen erprobte in Gangnam Fahrzeuge auf Basis des Kona Electric mit Entwicklungssystemen von Pony.ai. Sie legten tagsüber und nachts rund 80.000 km unfallfrei zurück. FutureLink zufolge bleiben die in Südkorea erhobenen Daten im Land; ungewöhnliche Verkehrssituationen sollen lokal analysiert und validiert werden. In der Anfangsphase könnten bestehende Taxifahrer als Sicherheitsfahrer und Taxiunternehmen als Flottenmanager eingebunden werden. Geprüft wird auch ein Einsatz in Gebieten, die nicht ausreichend mit herkömmlichen Taxis versorgt sind.

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