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Polen ist sechstgrößter Bekleidungsexporteur der Welt mit 3,1 Prozent Anteil

Polen exportierte 2025 Bekleidung im Wert von 15,2 Milliarden Euro und belegt mit einem Anteil von 3,1 Prozent Platz sechs weltweit – drei Plätze mehr als 2024, wie eine Analyse der PKO Bank Polski auf Basis von Statista-Daten zeigt. China blieb mit 26,6 Prozent größter Exporteur, die USA mit 16,9 Prozent größter Importeur. Der Großteil der polnischen Lieferungen ist Reexport asiatischer Ware.

Polen ist sechstgrößter Bekleidungsexporteur der Welt mit 3,1 Prozent Anteil

Polen rückt in die Top sechs vor

Polen hat 2025 Bekleidung im Wert von 15,2 Milliarden Euro exportiert und belegt damit mit einem Anteil von 3,1 Prozent am Welthandel den sechsten Platz unter den Bekleidungsexporteuren. Das geht aus einer Analyse der PKO Bank Polski auf Basis von Daten des Portals Statista hervor. Nach Angaben der Analysten der Bank rückte das Land damit gegenüber 2024 um drei Plätze vor; über die Ergebnisse berichteten die polnische Nachrichtenagentur PAP und das Branchenportal dlahandlu.pl.

Auch auf der Einkaufsseite verbesserte sich die Position. Beim Bekleidungsimport lag Polen mit einem Anteil von 3,9 Prozent auf Rang acht, nach Rang neun im Jahr 2024. Auf beiden Seiten der Handelsbilanz steht das Land damit besser da, als es die Größe der heimischen Produktion allein erwarten ließe.

China führt beim Export, die USA beim Import

Größter Bekleidungsexporteur blieb 2025 China mit 26,6 Prozent des Weltmarktes – ein Anteil, an den kein anderer Lieferant heranreicht. Größter Importeur waren die USA mit 16,9 Prozent der weltweiten Käufe. Der globale Bekleidungsexport überstieg im vergangenen Jahr 484,2 Milliarden Euro, davon entfielen 150,2 Milliarden Euro auf Europa.

  • Weltweiter Bekleidungsexport: mehr als 484,2 Milliarden Euro, davon Europa 150,2 Milliarden Euro
  • Exportanteil Chinas: 26,6 Prozent; Anteil Polens: 3,1 Prozent
  • Größter Importeur: die USA mit 16,9 Prozent; Polen auf Rang acht mit 3,9 Prozent
  • Polnischer Bekleidungsexport: 15,2 Milliarden Euro

Im Exportranking liegt Polen damit vor größeren Produktionsstandorten, obwohl der überwiegende Teil der ausgeführten Ware nicht im Land hergestellt wurde.

Ein Konsummarkt von 1,7 Billionen Euro

Der weltweite Bekleidungsumsatz stieg 2025 um 3 Prozent auf mehr als 1,7 Billionen Euro und lag damit 30 Prozent über dem Niveau von 2021, teilte die PKO BP unter Berufung auf Statista mit. Auf Europa entfielen 474 Milliarden Euro, allein auf Polen 15,7 Milliarden Euro. Größtes Segment ist Damenbekleidung mit mehr als 52 Prozent des Marktes.

Nichtluxusprodukte machen 94 Prozent des gesamten weltweiten Absatzes aus, was nach Einschätzung der Experten der Bank auf die „Schlüsselbedeutung des Massensegments für die Entwicklung der Branche“ verweist. Bis 2030 soll das weltweit verkaufte Bekleidungsvolumen 200 Milliarden Stück übersteigen – für die Analysten eine Bestätigung des anhaltend hohen Kaufniveaus bei Kleidung weltweit.

Reexport statt eigener Näherei

Die Experten der PKO BP betonten, dass Polen relativ wenig im Inland gefertigte Kleidung ausführt – vor allem Unterwäsche, Anzüge und Arbeitskleidung –, während der Großteil der Lieferungen Reexport von in asiatischen Ländern produzierter Ware ist. „Polen nimmt im weltweiten Bekleidungshandel eine wichtige Position ein, und das hängt nicht allein mit dem Umfang der heimischen Produktion zusammen“, schrieben sie und verwiesen auf einen Markt, auf dem neben Nähereien Unternehmen für Design, Handel, Distribution und Verkauf im Ausland gefertigter Waren tätig sind. Der Großteil der aus Polen exportierten Kleidung wird in Asien oder in Südosteuropa produziert.

Die heimische Fertigung schrumpft weiter. Nach Daten des polnischen Statistikamts GUS, die die Bank anführt, sank der Wert der verkauften Produktion im Bereich Bekleidungsherstellung 2025 zu konstanten Preisen um 7,5 Prozent auf 5,3 Milliarden Zloty. Die Differenz zwischen dem Wert des Bekleidungsexports und den Erlösen der heimischen Hersteller bezifferte die PKO BP für 2025 auf rund 1,33 Milliarden Euro und führte sie auf die starke Stellung Polens als Logistikdrehkreuz für den europäischen Markt zurück.

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