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PGG-Chef: Kohle des Konzerns liefert Strom für 5,9 Millionen Polen, 3.500 Beschäftigte gehen mit Abfindungspaketen

Der Vorstandsvorsitzende der Polska Grupa Górnicza, Łukasz Deja, sagte dem polnischen Branchenportal WNP, dass mehr als 5,9 Millionen Polen Strom beziehen, der vollständig aus PGG-Kohle erzeugt wird, und fast 5 Millionen mit Wärme aus derselben Quelle versorgt werden. Der staatlich kontrollierte Konzern steckt mitten in einer Restrukturierung: Mehr als 3.500 Beschäftigte nehmen Schutzpakete in Anspruch, zwei Fördereinheiten werden seit diesem Jahr stillgelegt.

PGG-Chef: Kohle des Konzerns liefert Strom für 5,9 Millionen Polen, 3.500 Beschäftigte gehen mit Abfindungspaketen

Mehr als 5,9 Millionen Polen beziehen Strom, der vollständig aus Kohle der Polska Grupa Górnicza (PGG) erzeugt wird, und fast 5 Millionen werden mit Wärme aus derselben Quelle versorgt. Das sagte Vorstandschef Łukasz Deja in einem Interview mit dem polnischen Branchenportal WNP. Die Zahlen nannte er, während der staatlich kontrollierte Konzern eine Restrukturierung umsetzt, in deren Rahmen mehr als 3.500 Menschen das Unternehmen verlassen und bereits Fördereinheiten stillgelegt werden.

Ein Lieferant hinter Millionen Strom- und Wärmeanschlüssen

Deja bezeichnete PGG als den wichtigsten und größten Lieferanten von Kesselkohle für die polnische Energiewirtschaft. Nach seinen von WNP wiedergegebenen Angaben beziehen über 5,9 Millionen Polen Strom aus der Steckdose, der zu hundert Prozent aus PGG-Kohle stammt, während fast 5 Millionen Fernwärme oder Wärme außerhalb des Fernwärmenetzes aus derselben Kohle erhalten. Diese Zahlen führte er als Beleg für die Rolle des Konzerns bei der Energiesicherheit des Landes und bei der Beheizung polnischer Haushalte an.

Liefermengen, Kundennamen oder Vertragsbedingungen wurden im Interview nicht genannt. PGG verkauft an Energieversorger und Heizkraftwerke, weshalb das Tempo des Kapazitätsabbaus unmittelbar in die Beschaffungsplanung polnischer Erzeuger und kommunaler Wärmeanbieter einfließt.

Restrukturierung: 3.500 Schutzpakete und zwei Einheiten in Liquidation

Die Beschäftigten seien heute das Wichtigste für PGG, sagte Deja; das Unternehmen befinde sich mitten im Restrukturierungsprozess. Mehr als 3.500 Beschäftigte werden Schutzpakete in Anspruch nehmen, und das Unternehmen wolle, dass sich diese Mitarbeiter in Würde von der Branche verabschieden können. Er bestätigte zudem, dass in diesem Jahr die Stilllegung von zwei Fördereinheiten begonnen hat.

  • Mehr als 3.500 Beschäftigte mit Schutzpaketen
  • Stilllegung von zwei Fördereinheiten in diesem Jahr begonnen
  • Nachnutzung der betroffenen Vermögenswerte als nächste Etappe genannt

Einen Zeitplan für die Verwertung der Vermögenswerte nannte Deja nicht, ebenso wenig die betroffenen Standorte oder die Folgen der Schließungen für die verbleibende Förderung.

Ausgaben konzentrieren sich auf Polen und Schlesien

PGG lenkt 99 Prozent seiner Ausgaben an Unternehmen mit Sitz in Polen, sagte Deja gegenüber WNP, davon entfallen 66 Prozent auf Firmen in Schlesien. Diese Aufteilung führte er als Maß für das Gewicht des Konzerns auf dem regionalen wie dem nationalen Markt an. Für Hersteller von Bergbautechnik sowie Service- und Logistikfirmen bedeutet die Konzentration, dass ihre Auftragsbücher an einen Produzenten gebunden sind, der seine Vermögensbasis verkleinert.

Arbeitsmarkt als größte Herausforderung

Auf die Frage, wie sich die Restrukturierung aus Sicht des oberschlesischen Arbeitsmarktes darstellt, räumte Deja ein, dass der Prozess nicht einfach sei. Wenn er in Schlesien nicht gelinge, wo sollte er dann gelingen, sagte er; in Schlesien müsse dieser Prozess gelingen. Die Beschäftigten könnten sich in dem im Sozialvertrag festgelegten Zeitraum sicher fühlen, fügte er hinzu.

Die Absicherung der Belegschaft sei die größte Herausforderung des Unternehmens, schloss Deja. Fördermengenziele, Finanzergebnisse oder ein Zeitplan für weitere Schließungen über die beiden bereits stillgelegten Einheiten hinaus waren nicht Gegenstand des Interviews.

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