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Polen genehmigt Produktions-Joint-Venture von Philip Morris und BAT

Die polnische Wettbewerbsbehörde hat ein Gemeinschaftsunternehmen von Philip Morris Products und British American Tobacco Exports genehmigt. Es soll Dienstleistungen zur Organisation der Zigarettenproduktion erbringen, übernimmt aber weder Fabriken noch Beschäftigte, Rohstoffe oder Fertigwaren.

Polen genehmigt Produktions-Joint-Venture von Philip Morris und BAT

UOKiK genehmigt das Gemeinschaftsunternehmen

Das polnische Amt für Wettbewerbs- und Verbraucherschutz UOKiK hat die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens durch Philip Morris Products und British American Tobacco Exports genehmigt. Laut dem polnischen Handelsmedium dlahandlu.pl erteilte die Behörde die Freigabe für den Zusammenschluss am 22. Juli 2026 mit der Entscheidung DKK-165/2026.

Die neue Gesellschaft soll Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Organisation der Zigarettenproduktion erbringen. Sie übernimmt jedoch weder Produktionsstätten noch deren Beschäftigte oder betriebliche Vermögenswerte. Philip Morris und British American Tobacco bleiben jeweils Eigentümer ihrer Fabriken, Rohstoffe und produzierten Zigaretten. Damit entsteht eine gemeinsame Dienstleistungsstruktur und keine Zusammenlegung der polnischen Produktionsanlagen.

Polnischer Standort von Philip Morris bleibt exportorientiert

Philip Morris Polska hat seinen Sitz und seine Fabrik in Krakau. Nach Angaben von dlahandlu.pl stellt das Unternehmen Tabakwaren her, von denen rund 70 % exportiert werden. Die Organisation der Produktion ist deshalb nicht nur für den polnischen Zigarettenmarkt relevant, sondern kann auch Lieferungen an ausländische Abnehmer betreffen.

Weitere polnische Konzerngesellschaften sind für Vertrieb, Tabakbeschaffung und Unternehmensdienstleistungen zuständig. Philip Morris Polska Distribution mit Sitz in Krakau, einem Büro in Warschau und Vertriebszentren im ganzen Land verkauft und vertreibt Tabakwaren auf dem polnischen Markt. Philip Morris Polska Tobacco schließt Anbauverträge mit Tabakpflanzern, kauft und lagert Tabak, bereitet Tabakmischungen vor und überwacht deren Herstellung. Das ebenfalls in Krakau ansässige PMI Service Center Europe bietet Finanz-, Beschaffungs-, IT- und Personaldienstleistungen für PMI-Tochtergesellschaften in mehr als 60 Ländern Europas, des Nahen Ostens und Afrikas.

Produktportfolios bleiben in getrenntem Eigentum

Das Portfolio von Philip Morris umfasst nach Unternehmensangaben klassische Zigaretten, insbesondere Marlboro und L&M, sowie neuartige Tabakprodukte. Dazu gehört das IQOS-System, das speziell entwickelte HEETS-Tabaksticks erhitzt, statt sie zu verbrennen. Das Unternehmen erklärt, sieben der 15 weltweit beliebtesten Marken zu produzieren. Das genehmigte Gemeinschaftsunternehmen ändert weder das Eigentum an diesen Produkten noch an den von Philip Morris hergestellten Zigaretten.

Das Polen-Geschäft von BAT gehört zu einem Konzern, der auf mehr als 140 Märkten vertreten ist, 67 Produktionsstätten besitzt und weltweit mehr als 48.000 Menschen beschäftigt. Das Sortiment umfasst klassische Zigaretten, E-Zigaretten, Tabakerhitzer und Nikotinbeutel. BAT hat seinen Hauptsitz in London und ist an der Londoner Börse notiert. Nach der Entscheidung der polnischen Behörde können beide Konzerne über die neue Dienstleistungsgesellschaft zusammenarbeiten, behalten aber die Kontrolle über ihre Werke, Einsatzstoffe, Beschäftigten und Produkte.

Operative Kooperation ohne Zusammenlegung der Vermögenswerte

Die von der Freigabe festgelegten Grenzen sind für Lieferanten, Tabakpflanzer, Händler und Marktanalysten entscheidend. Einkauf und Lagerung von Tabak verbleiben bei Philip Morris Polska Tobacco, während der polnische Verkauf und Vertrieb weiterhin von Philip Morris Polska Distribution verantwortet werden. Das Quellenmaterial nennt keine Übertragung von Anbauverträgen, Vertriebszentren oder Produktionskapazitäten auf das Gemeinschaftsunternehmen.

Die Transaktion kann verändern, wie die beiden Wettbewerber ausgewählte produktionsbezogene Dienstleistungen koordinieren. Sie schafft jedoch keinen gemeinsamen Eigentümer ihrer polnischen Fabriken oder Zigarettenbestände. Finanzielle Konditionen, Produktionsmengen, Kapazitätsziele und ein Zeitplan für die Umsetzung wurden nicht veröffentlicht. Bestätigt ist bislang die behördliche Genehmigung einer gemeinsamen Dienstleistungsgesellschaft mit klar begrenzter organisatorischer Aufgabe.

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