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Plug-in-Fahrzeuge erreichen Rekordanteil von 11,5 % am russischen Neuwagenmarkt

Elektroautos und Plug-in-Hybride erreichten vom 19. bis 25. September einen Rekordanteil von 11,5 % an Russlands Pkw-Neuverkäufen. Einschließlich Voll- und Mildhybriden entfielen 14 % des Marktes auf elektrifizierte Modelle – etwa jeder siebte Kauf.

Plug-in-Fahrzeuge erreichen Rekordanteil von 11,5 % am russischen Neuwagenmarkt

Plug-in-Hybride stellen Wochenrekord auf

Fahrzeuge mit elektrifiziertem Antrieb erreichten in der Woche vom 19. bis 25. September einen Rekordanteil am russischen Markt für neue Pkw. Das geht aus Zahlen hervor, über die Za Rulem berichtete. Plug-in-Hybride, kurz PHEV, kamen auf 8,5 % der Verkäufe und damit auf den höchsten Wochenwert in den vorliegenden Daten.

Reine Elektroautos, also BEV, steuerten weitere 3 % bei. Zusammen erreichten die extern aufladbaren Modelle 11,5 % des Neuwagenmarktes. Voll- und Mildhybride der Kategorien HEV und MHEV lieferten zusätzliche 2,5 %, womit der Gesamtanteil aller elektrifizierten Antriebe auf 14 % stieg. Damit verfügte ungefähr jeder siebte in dieser Woche verkaufte neue Pkw über eine elektrische Komponente im Antrieb.

Wochenwert liegt deutlich über dem bisherigen Jahresniveau

Die Zahlen stammen von Sergey Tselikov, dem Leiter der russischen Automobilanalyseagentur Avtostat. Sie liegen deutlich über dem kumulierten Ergebnis der ersten 39 Jahreswochen. Vom 29. Dezember 2025 bis zum 27. September 2026 entfielen genau 10 % der Neuwagenverkäufe auf Elektroautos und sämtliche Hybridarten.

Innerhalb dieses Gesamtwertes erreichten PHEV einschließlich Elektroautos mit Reichweitenverlängerer, den EREV, einen Anteil von 5,9 %. BEV kamen auf 1,2 %, Voll- und Mildhybride auf 2,9 %. Der Vergleich zeigt, dass der jüngste Wochenanstieg vor allem von extern aufladbaren Fahrzeugen getragen wurde, wobei PHEV den größten Beitrag leisteten.

Besonders groß ist der Abstand zwischen Wochen- und kumuliertem Marktanteil bei reinen Elektroautos. Ihr Wochenwert von 3 % war zweieinhalbmal so hoch wie der Anteil von 1,2 % über den gesamten Zeitraum von 39 Wochen. Der PHEV-Anteil von 8,5 % lag ebenfalls 2,6 Prozentpunkte über seinem kumulierten Niveau. Eine einzelne Woche reicht jedoch nicht aus, um eine Fortsetzung dieser Entwicklung bis zum Jahresende zu belegen.

Das steigende Interesse trifft auf begrenztes Angebot

Laut Tselikov begann der deutliche Anstieg der Elektroautoverkäufe in der zweiten Jahreshälfte. Gleichzeitig nahm die Nachfrage nach PHEV stark zu, konnte von den Händlern aber nicht schnell genug bedient werden. Der Analyst führte einen vorübergehenden Rückgang in der Statistik auf diese Angebotslücke zurück. Danach stieg der Anteil elektrisch fahrender Modelle wieder von Woche zu Woche.

Für Hersteller und Händler weisen die Zahlen auf eine Verschiebung im nachgefragten Antriebsmix hin, nicht auf die vollständige Dominanz einer einzelnen Technologie. PHEV haben derzeit die stärkste Position, weil sie elektrisches Fahren mit einem weiterhin vorhandenen Verbrennungsmotor verbinden. BEV bleiben in den kumulierten Daten ein kleineres Segment, zeigen mit ihrem jüngsten Wochenanteil aber eine stärkere Dynamik in der zweiten Jahreshälfte.

Entscheidend ist nun, ob das Angebot mithalten kann. Händler, die die Nachfrage unterschätzen, riskieren bei knappen Plug-in-Beständen entgangene Verkäufe. Hersteller und Zulieferer erhalten zugleich ein klares Signal, mehr Kapazität für PHEV, EREV und BEV bereitzustellen. Die veröffentlichten Zahlen unterscheiden nicht zwischen importierten und in Russland produzierten Modellen, sind aber sowohl für die Importplanung als auch für lokale Produktstrategien relevant. Za Rulem berichtete zudem über Pläne für einen Lada Azimut mit Hybridantrieb – ein Hinweis darauf, dass auch einheimische Hersteller auf die veränderte Nachfrage reagieren.

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