Philippinen verkaufen Reisreserven für 33,5 Millionen $ bei anhaltenden Vietnam-Lieferungen
Die Philippinen wollen mehr als sechs Monate gelagerte staatliche Reisbestände im Wert von rund 1,9 Milliarden Peso (33,5 Millionen $) über ein subventioniertes Programm verkaufen. Der Importbedarf bleibt bestehen: Im Juni luden 39 Schiffe in Vietnam Reis für philippinische Häfen.
Staatliche Bestände gelangen in den subventionierten Verkauf
Die philippinische National Food Authority will Reisbestände im Wert von rund 1,9 Milliarden Peso (33,5 Millionen $) freigeben, die seit mehr als sechs Monaten lagern. Nach Angaben der Vietnam Food Association soll der Reis das staatliche Subventionsprogramm unterstützen, das Verbraucher zu einem Preis von 20 Peso je Kilogramm versorgt. Die Maßnahme soll das Grundnahrungsmittel bezahlbar halten und ältere Bestände umschlagen, bevor deren Qualität nachlässt.
Der Verkauf schafft außerdem Lagerraum für Reis, den die Behörde philippinischen Landwirten abkauft, und verbessert den Mittelrückfluss der NFA. Das ist relevant, weil die Beschaffung bei einem knapperen Angebot an heimischem Rohreis erfolgt und die staatlichen Reserven gesunken sind. Die Auslagerung erfüllt somit zwei Aufgaben: Sie beliefert den subventionierten Absatzkanal und bereitet die Lager auf die nächste Runde lokaler Ankäufe vor.
Die Inlandsproduktion bleibt hinter dem Verbrauch zurück
Die jüngste, von der vietnamesischen Publikation zitierte Bilanz des US-Landwirtschaftsministeriums prognostiziert für die Philippinen im Vermarktungsjahr 2026/27 eine Produktion von 12,3 Millionen Tonnen geschältem Reis. Das liegt leicht über 2025/26, aber wegen höherer Kosten für Dünger und Kraftstoff, niedriger Wasserstände in Bewässerungsspeichern und eines wachsenden El-Niño-Risikos unter früheren Prognosen. Der Verbrauch dürfte auf 17,65 Millionen Tonnen steigen, da das Bevölkerungswachstum den Effekt höherer Einzelhandelspreise überwiegt.
Damit bleiben Importe für den philippinischen Markt unverzichtbar. Das USDA erwartet Einfuhren von 5,2 Millionen Tonnen; die Endbestände sollen auf 2,65 Millionen Tonnen sinken, weil die heimische Erzeugung die Nachfrage nicht deckt. Zugleich hält die Regierung laut Vietnam Food Association an einem empfohlenen Höchstpreis von 50 Peso je Kilogramm für importierten Reis fest, nutzt einen preisindexgebundenen Zollmechanismus und prüft Schutzmaßnahmen gegen Reiseinfuhren.
Die Verladung in Vietnam geht weiter
Vietnam bleibt der größte Reislieferant der Philippinen. Daten der Vietnam Food Association zufolge liefen vom 1. bis 29. Juni 2026 insgesamt 43 Schiffe die Häfen Ho-Chi-Minh-Stadt und My Thoi an, um voraussichtlich 301.960 Tonnen Reis verschiedener Sorten zu laden. Davon waren 39 Schiffe für philippinische Häfen bestimmt. Die Überschrift der Quelle nannte 40 Ladungen, während die detaillierten Verbandsdaten 39 Schiffe auswiesen.
Die fortlaufenden Lieferungen zeigen, dass der Abbau staatlicher Bestände den grundlegenden Importbedarf nicht beseitigt. Der Reserveverkauf betrifft Reis, der bereits länger als sechs Monate lagert, und dient einem gezielten Subventionsprogramm. Importe schließen dagegen die breitere Lücke zwischen nationaler Produktion und Verbrauch. Für vietnamesische Exporteure signalisiert die Prognose von 5,2 Millionen Tonnen eine anhaltende Nachfrage, auch wenn Zolländerungen oder Schutzmaßnahmen die Zugangsbedingungen verändern könnten.
Vietnamesische Rohreispreise steigen zur Ernte
In der Provinz Tay Ninh traf der Beginn der Sommer-Herbst-Ernte auf festere Rohreispreise. IR50404 kostete 6.100-6.400 Dong je Kilogramm, 700 Dong mehr; Dai Thom 8 und OM18 wurden mit 7.300-7.600 Dong gehandelt, ein Plus von 900 Dong. OM5451 erreichte 6.800-7.100 Dong und damit 1.100 Dong mehr als in der Vorwoche. Klebreis der Sorte IR4625 blieb bei 7.000-7.200 Dong je Kilogramm.
Tay Ninh hatte 267.000 Hektar oder 97,9 % seines Sommer-Herbst-Plans bestellt und fast 28.000 Hektar abgeerntet. Der Durchschnittsertrag lag bei 7,3 Tonnen je Hektar, die Produktion wurde auf fast 204.000 Tonnen geschätzt. Im Mekongdelta waren bis zum 22. Juni 2026 insgesamt 1,076 Millionen von geplanten 1,243 Millionen Hektar bestellt. Rund 123.000 Hektar waren abgeerntet und lieferten bei etwa 6,191 Tonnen je Hektar schätzungsweise 765.000 Tonnen Rohreis.