Philippinen öffnen Markt für fünf ägyptische Agrarprodukte
Ägypten und die Philippinen haben den sofortigen Marktzugang für ägyptische Trauben, Zwiebeln, Knoblauch, Tomaten und Karotten vereinbart. Die Verfahren für eine spätere Zulassung ägyptischer Kartoffeln laufen weiter.
Fünf ägyptische Produkte erhalten sofortigen Zugang
Ägypten und die Philippinen haben ein Abkommen unterzeichnet, das fünf ägyptischen Agrarprodukten sofortigen Zugang zum philippinischen Markt gewährt: Trauben, Zwiebeln, Knoblauch, Tomaten und Karotten. Damit entsteht für ägyptische Erzeuger und Exporteure ein neuer Absatzkanal in Südostasien. Die Mitteilung enthält jedoch keine Angaben zu erwarteten Liefermengen, Quoten, Zöllen oder den für den Handel geltenden Pflanzenschutzauflagen.
Nach Angaben von Al-Masry Al-Youm unterzeichnete Ägyptens Minister für Auswärtige Angelegenheiten, Emigration und ägyptische Staatsangehörige im Ausland, Badr Abdelatty, das Abkommen am Freitag. Die Unterzeichnung erfolgte während der zehnten Runde des politischen Konsultationsmechanismus zwischen Ägypten und den Philippinen. Erstmals seit dessen Einrichtung fand die Runde auf Außenministerebene statt. Die philippinische Seite wurde von Außenministerin Maria Theresa Lazaro geleitet.
Ernährungssicherheit wird Teil der bilateralen Agenda
Die Minister bezeichneten das Abkommen als wichtigen Schritt zur Stärkung der wirtschaftlichen und handelspolitischen Zusammenarbeit. Es markiere den Beginn einer neuen Phase der Partnerschaft bei der Ernährungssicherheit und könne den bilateralen Handel sowie gemeinsame wirtschaftliche Interessen fördern. Der sofortige Zugang schafft für die fünf Produkte einen formellen Weg in den philippinischen Markt. Tatsächliche Geschäfte hängen jedoch von Nachfrage, Logistik, Produktqualität und der Einhaltung der geltenden Einfuhrvorschriften ab.
Die Produktliste umfasst frisches Obst und Gemüse. Trauben bilden den Obstbereich, während Zwiebeln, Knoblauch, Tomaten und Karotten die Chancen ägyptischer Gemüselieferanten erweitern. Erzeuger, Verpackungsbetriebe und Händler erhalten damit Zugang zu einem größeren potenziellen Kundenkreis. Philippinische Importeure gewinnen zugleich ein zusätzliches zugelassenes Ursprungsland für diese Waren, wobei die praktischen Bedingungen jeder einzelnen Lieferung gelten.
Kartoffeln, Düngemittel und weitere Bereiche bleiben im Gespräch
Beide Regierungen koordinieren außerdem die noch ausstehenden Verfahren für den erwarteten Zugang ägyptischer Kartoffelexporte. Al-Masry Al-Youm berichtet, dass die zuständigen Stellen beider Länder gemeinsam mit der ägyptischen Botschaft in Manila daran arbeiten. Kartoffeln gehören nicht zu den fünf Produkten mit sofortigem Zugang. Ihr Status unterscheidet sich daher von dem der Trauben, Zwiebeln, des Knoblauchs, der Tomaten und Karotten.
Die Gespräche reichen über Frischprodukte hinaus. Die ägyptische Seite will den Export ägyptischer Düngemittel weiter fördern, die Registrierung ägyptischer Arzneimittel und Nahrungsergänzungsmittel erleichtern und die Ausfuhr von Stoffen und Baumwolltextilien stärken. Werte, Mengen und Abschlusstermine wurden nicht genannt. Insgesamt zeigen die Vorhaben, dass Kairo und Manila ihre Wirtschaftsbeziehungen in Landwirtschaft, Industriegütern, Gesundheitsprodukten, Handel und Investitionen ausbauen wollen. Das unmittelbar greifbare Ergebnis bleibt jedoch der Marktzugang für die fünf genannten Kulturen.