Philippinische Pflanzenschutzbehörde bewertet koreanische Trauben nach Betriebskontrolle positiv
Der Leiter des philippinischen Bureau of Plant Industry erklärte, Südkoreas Schädlingsmanagement und Quarantäneverfahren seien gut etabliert; bei der Kontrolle in Gimcheon in der Provinz Nord-Gyeongsang seien keine der relevanten Schadorganismen gefunden worden. Laut Asia Today hält er koreanische Trauben auf den Philippinen für wettbewerbsfähig und für eine mögliche Alternative zu Ware aus den USA, China und Australien.
Kontrolle in Nord-Gyeongsang ohne Befund relevanter Schadorganismen
Südkoreanische Tafeltrauben sind dem philippinischen Markt einen Schritt näher gekommen, nachdem Pflanzenschutzbeamte aus Manila die koreanischen Anlagen und die Packbetriebe der Genossenschaften positiv bewertet haben. Gerald Glenn Panganiban, Leiter des Bureau of Plant Industry im philippinischen Landwirtschaftsministerium, erklärte laut Asia Today, Koreas Schädlings- und Krankheitsmanagement sowie die Quarantäneverfahren seien gut etabliert.
"Korea verfügt über gut etablierte Verfahren im Schädlings- und Krankheitsmanagement und in der Quarantäne", sagte Panganiban. "Die Betriebe waren sehr sauber geführt, und die Schadorganismen, um die es uns ging, wurden nicht gefunden."
Die Äußerungen fielen laut Asia Today am 16. in der Obst- und Gemüseanlage der Agrargenossenschaft Saegimcheon in der Stadt Gimcheon in der Provinz Nord-Gyeongsang. Gimcheon zählt zu den wichtigsten Traubenanbaugebieten der Provinz; über die Genossenschaften läuft der Großteil der Sortierung, Verpackung und Verladung koreanischer Exportfrüchte.
Warum die Vor-Ort-Prüfung zählt
Über den Marktzugang für frisches Obst entscheidet der Pflanzenschutzdienst des Einfuhrlandes, nicht der Zolltarif. Der Ablauf ist standardisiert:
- Schadorganismus-Risikoanalyse der Einfuhrbehörde auf Basis der technischen Daten des Ausfuhrlandes;
- Vor-Ort-Prüfung von Anlagen, Packstationen und Behandlungseinrichtungen;
- Einigung über Quarantänebedingungen, etwa registrierte Produktionsflächen, Feldmonitoring oder eine verpflichtende Nachernte-Behandlung;
- Veröffentlichung der Einfuhranforderungen und Erteilung der Einfuhrgenehmigungen.
Panganibans Aussage betrifft die zweite Stufe: Ein Vertreter der Einfuhrbehörde bestätigt persönlich, dass die Kontrollen im Ausfuhrland funktionieren und die als kritisch gelisteten Quarantäneschädlinge in den geprüften Betrieben nicht auftreten. Einen Zeitplan für die verbleibenden Schritte nennt Asia Today ebenso wenig wie Mengen oder Preise.
Wettbewerb mit Ware aus den USA, China und Australien
Laut Asia Today bezeichnete Panganiban koreanische Trauben auf den Philippinen als wettbewerbsfähig und als mögliche Alternative zu Obst aus den USA, China und Australien. Diese drei Herkünfte sind die etablierten Lieferanten für importierte Tafeltrauben auf dem philippinischen Markt, der über keine nennenswerte kommerzielle Produktion von Obst der gemäßigten Zone verfügt und ganzjährig auf Einfuhren angewiesen ist.
Die Wettbewerbsbedingungen unterscheiden sich je nach Herkunft. US-amerikanische und chinesische Trauben stammen aus der Nordhalbkugel und kommen im selben Zeitfenster wie koreanische Ware, sodass koreanische Partien direkt über Sorte, Zuckergehalt, Haltbarkeit und Preis konkurrieren würden. Australische Ware gehört zur Saison der Südhalbkugel und füllt ein anderes Versorgungsfenster, ist also der weniger direkte Wettbewerber. Ein koreanisches Programm würde daher zuerst am amerikanischen und chinesischen Angebot gemessen.
Die Entfernung spricht für Korea. Die Strecke von koreanischen Häfen nach Manila ist kurz im Vergleich zur transpazifischen Route von der US-Westküste, was die Transitzeit verkürzt und die Ankunftsqualität eines verderblichen Produkts stützt. Schwieriger ist der Preis: Koreanisches Obst wird in den bereits bedienten Exportmärkten als Premiumware verkauft, während den philippinischen Handel großvolumige, günstigere Herkünfte beliefern.
Worauf zu achten ist
Entscheidend sind das Ergebnis der Risikoanalyse und die Einfuhrbedingungen, die das Bureau of Plant Industry am Ende veröffentlicht: welche Schadorganismen zu kontrollieren sind, ob eine Nachernte-Behandlung verlangt wird und welche Anlagen und Packstationen zur Verladung registriert werden. Diese Vorgaben bestimmen die Anlandekosten je Kiste und damit, ob die vom philippinischen Beamten beschriebene Wettbewerbsfähigkeit den Markttest besteht. Ein Entscheidungsdatum enthält der Bericht von Asia Today nicht.