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Pharmaproduktion in Sankt Petersburg steigt von Januar bis Juli um mehr als 25 %

Die Produktion von Arzneimitteln und medizinischen Materialien in Sankt Petersburg stieg von Januar bis Juli um mehr als 25 % gegenüber dem Vorjahr. Neue Kapazitäten und zusätzliche Exportmärkte stützten das Wachstum, doch die verfügbaren Daten trennen Importsubstitution nicht von einem dauerhaften Nachfrageanstieg.

Pharmaproduktion in Sankt Petersburg steigt von Januar bis Juli um mehr als 25 %

Pharmaproduktion wächst um mehr als ein Viertel

Die Produktion von Arzneimitteln und medizinischen Materialien in Sankt Petersburg stieg von Januar bis Juli um mehr als 25 % gegenüber dem Vorjahr. Das geht laut Life.ru aus Unterlagen der Bank von Russland zur regionalen Wirtschaft hervor. Damit gehört die Pharmaindustrie zu den Wirtschaftszweigen der Stadt mit positiver Entwicklung.

Die Kennzahl umfasst sowohl pharmazeutische Produkte als auch medizinische Materialien. Die veröffentlichten Angaben enthalten jedoch keine getrennten Wachstumsraten, Produktionsmengen oder Umsätze für diese Kategorien. Sie zeigen somit das Ausmaß der Gesamtexpansion, nicht aber die jeweiligen Beiträge höherer Stückzahlen, eines veränderten Produktmixes oder steigender Preise.

Neue Linie schafft Kapazität für Tabletten und Kapseln

Das Wachstum fällt mit der Inbetriebnahme neuer Fertigungskapazitäten zusammen. Ein großes Pharmaunternehmen eröffnete eine Verpackungslinie für Tabletten und Kapseln und brachte ein neues lebenswichtiges Medikament für das Herz-Kreislauf-System auf den Markt. Weder das Unternehmen noch das Präparat wurden genannt; auch zur Kapazität der Linie gab es keine Angaben.

Die Inbetriebnahme deutet darauf hin, dass ein Teil des Zuwachses auf Investitionen in Produktionsanlagen beruht und nicht allein auf einer höheren Auslastung bestehender Werke. Die verfügbaren Zahlen betreffen allerdings nur die ersten sieben Monate. Angaben zu Auslastung, Auftragsbestand und geplanter Produktion fehlen. Sie wären entscheidend, um die Dauerhaftigkeit des Kapazitätswachstums zu bewerten.

In Sankt Petersburg wurde außerdem die Entwicklung eines neuen Gentherapeutikums für Patienten mit schweren Krebserkrankungen abgeschlossen. Life.ru berichtete, dass das erste gentechnisch veränderte Produkt des Gorbatschowa-Forschungsinstituts für pädiatrische Onkologie im Juli für den Produktionsstart vorbereitet wurde. Es ist für Patienten mit Lymphomen und Leukämien bestimmt, bei denen die Standardtherapie nicht mehr wirkt. Das Projekt erweitert die pharmazeutische Basis der Stadt über konventionelle Darreichungsformen hinaus; Mengen und Zeitplan der kommerziellen Produktion wurden jedoch nicht genannt.

Unternehmen erweitern ihre Exportmärkte

Parallel zur heimischen Produktion nehmen die Auslandsverkäufe zu. Nach Angaben des von Life.ru zitierten Fernsehsenders Sankt Petersburg begannen zwei Unternehmen aus der Stadt mit dem Verkauf ihrer Produkte in asiatischen Ländern. Ein weiterer Hersteller erweiterte die Exportmärkte für Arzneimittel gegen endokrine Erkrankungen und plant den Eintritt in den Nahen Osten, Lateinamerika und Afrika. Zielländer, Liefermengen und Exportwerte wurden nicht veröffentlicht.

Neue Kapazitäten, Produkteinführungen und eine breitere Auslandspräsenz passen sowohl zu Importsubstitution als auch zu exportgetragenem Wachstum. Die veröffentlichten Daten beziffern den jeweiligen Beitrag jedoch nicht. Die Bank von Russland stützte ihre regionale Einschätzung auf amtliche Statistiken, Monitoringdaten und Unternehmensbewertungen. An ihrer August-Umfrage nahmen landesweit mehr als 15.000 Betriebe teil, darunter über 400 Unternehmen aus Sankt Petersburg und dem Leningrader Gebiet. Die Zentralbank berücksichtigt diese Informationen auch bei Entscheidungen über den Leitzins.

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