Perus Schweinefleischproduktion steigt auf 217.623 Tonnen
Peru produzierte 2025 insgesamt 217.623 Tonnen Schweinefleisch, während der jährliche Pro-Kopf-Verbrauch 11 Kilogramm erreichte. Rund 419.702 Schweinehalter sind in dem Sektor tätig, der Marktzugang in China und Singapur anstrebt.
Produktion erreicht neuen Höchststand
Perus Schweinefleischproduktion erreichte 2025 mit 217.623 Tonnen einen neuen nationalen Höchststand. Zugleich stieg der jährliche Pro-Kopf-Verbrauch auf 11 Kilogramm. Altavoz veröffentlichte die Zahlen unter Berufung auf das Ministerium für Agrarentwicklung und Bewässerung, kurz Midagri.
Der Schweinebestand des Landes belief sich in diesem Zeitraum auf 3.702.587 Tiere. Die Größe des Bestands und die steigende Fleischerzeugung zeigen, dass Schweinefleisch auf Perus heimischem Markt für tierische Proteine an Bedeutung gewinnt.
Die Nachfrage wird durch etablierte heimische Gerichte gestützt. Dazu gehört Pan con Chicharrón, das traditionell mit gebratenem Schweinefleisch, Süßkartoffel, Zwiebel und Chili zubereitet wird. Das Gericht erhielt 2025 zusätzliche internationale Aufmerksamkeit, nachdem es bei einem als „Frühstücksweltmeisterschaft“ bezeichneten Wettbewerb den ersten Platz belegt hatte.
Kleinbetriebe in einem regional konzentrierten Markt
Nach Angaben von Midagri gibt es in Peru rund 419.702 Schweinehalter. Wegen dieser großen Zahl kann ein steigender Verbrauch ländliche und kleine Betriebe unterstützen. Die eigentliche Produktion konzentriert sich jedoch auf wenige Regionen.
Lima stellt 44% der nationalen Schweinefleischproduktion, gefolgt von La Libertad mit 11%. Ica und Arequipa kommen jeweils auf 7%, Huánuco auf 4%. Zusammen liefern diese fünf Gebiete fast drei Viertel der gesamten Produktion.
Auch die Haltungsformen verändern sich. Auf intensive Systeme entfallen nach offiziellen Angaben inzwischen 75% der Produktion. Der Großteil des Schweinefleischs stammt damit bereits aus kommerziellen Betrieben mit höherer Besatzdichte, obwohl Hunderttausende Erzeuger am Sektor beteiligt sind.
Formalisierung und Exportzugang rücken in den Fokus
Peru hat Schritte eingeleitet, um Marktzugang für Schweinefleisch in China und Singapur zu erhalten. Ein Zeitplan oder mögliche Liefermengen wurden nicht genannt. Eine veterinärrechtliche Zulassung könnte Verarbeitern und größeren Erzeugern jedoch einen zusätzlichen Absatzkanal neben dem Binnenmarkt eröffnen.
Die nationale Agrargesundheitsbehörde Senasa unterstützt Produzenten mit technischer Beratung beim Eintritt in den formellen Markt. Die Einhaltung tiergesundheitlicher und produktionstechnischer Anforderungen ist sowohl für die inländische Formalisierung als auch für eine spätere Exportzertifizierung entscheidend.
Kurzfristig bleibt die Absatzförderung im Inland der wichtigste Nachfragefaktor. Der nationale Tag des peruanischen Pan con Chicharrón aus Schweinefleisch wurde vom peruanischen Schweinehalterverband und Midagri initiiert, um heimisches Schweinefleisch zu fördern. Für die Feier am 13. September kündigte die Verbandskampagne „Come cerdo, come sano“ Aktionen in Restaurants und Preisnachlässe im Einzelhandel an und verknüpfte damit ein beliebtes Frühstück direkt mit dem Absatz nationaler Produktion.