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Peru ratifiziert CEPA-Abkommen mit Indonesien: 56 Prozent der Ausfuhren werden zollfrei

Peru hat das im August 2025 mit Indonesien unterzeichnete Wirtschaftspartnerschaftsabkommen CEPA ratifiziert und wartet nun auf den gleichen Schritt aus Jakarta. Nach Inkrafttreten gelangen 56 Prozent des peruanischen Exportangebots zollfrei nach Indonesien, weitere 30 Prozent werden über 5, 7 und 10 Jahre abgebaut. 2025 exportierte Peru Waren für 117 Millionen US-Dollar nach Indonesien und importierte für 523 Millionen US-Dollar.

Peru ratifiziert CEPA-Abkommen mit Indonesien: 56 Prozent der Ausfuhren werden zollfrei

Peru hat das 2025 mit Indonesien unterzeichnete Wirtschaftspartnerschaftsabkommen CEPA ratifiziert und wartet nun darauf, dass das südostasiatische Land seine eigene Ratifizierung abschließt, bevor der Vertrag in Kraft treten kann. Das peruanische Ministerium für Außenhandel und Tourismus (Mincetur) gab den Schritt am Mittwoch in einer Mitteilung bekannt, wie Forbes Peru berichtet; El Peruano bezeichnete den Beschluss als weiteren Schritt zur Stärkung der peruanischen Handelspräsenz in Südostasien.

Das Abkommen wurde am 11. August 2025 in Jakarta unterzeichnet. Nach Inkrafttreten erhalten peruanische Exporteure präferenziellen Zugang zu einem Markt von rund 280 Millionen Verbrauchern im viertbevölkerungsreichsten Land der Welt, sagte Außenhandels- und Tourismusminister Rogers Valencia.

„Mit der Ratifizierung des CEPA zwischen Peru und Indonesien kommen wir dem Inkrafttreten eines Abkommens näher, das neue Chancen für unsere Produkte eröffnet und unsere Handelsintegration mit Südostasien stärkt. Es handelt sich um einen Markt von großer Dimension mit erheblichem Potenzial für unser Exportangebot“, erklärte Valencia.

56 Prozent sofort zollfrei, weitere 30 Prozent gestaffelt

Mit dem Inkrafttreten des Abkommens werden 56 Prozent des peruanischen Exportangebots für Indonesien zollfrei, berichtet Forbes Peru. Auf der Liste der sofortigen Liberalisierung stehen Kakao, Heidelbeeren, Avocados, Kaffee, Mangos, Zink und Fischmehl – eine Mischung aus Agrar-, Bergbau- und Fischereiprodukten, die den Großteil des peruanischen Exportprofils abdeckt.

Für weitere 30 Prozent des Exportkorbs werden die Zölle schrittweise über Zeiträume von 5, 7 und 10 Jahren gesenkt. Dazu zählen Erzeugnisse, die das Ministerium als Positionen mit hohem Exportpotenzial einstuft: Trauben, Quinoa, Spargel und Mandarinen. Der gestaffelte Zeitplan bedeutet, dass die Lieferanten dieser Waren ihren Wettbewerbsvorteil nicht am ersten Tag, sondern nach und nach erhalten.

Agrarexportsektor als Hauptprofiteur

Nach den Bestimmungen des Abkommens erhalten 90 Prozent der Agrarprodukte zollfreien Zugang – eine Abdeckung, die nahezu die gesamten derzeitigen peruanischen Agrarausfuhren nach Indonesien umfasst, berichtet Forbes Peru.

Valencia betonte, das Abkommen „stellt eine besonders wichtige Chance für den Agrarexportsektor dar“; der zollfreie Zugang werde es erlauben, „die Wettbewerbsfähigkeit unserer Produkte zu verbessern und neue Möglichkeiten für peruanische Unternehmen zu schaffen, insbesondere für jene, die ihre Märkte diversifizieren wollen“.

Aktuelle Handelsströme: 117 Millionen US-Dollar Ausfuhr, 523 Millionen US-Dollar Einfuhr

Die peruanischen Exporte nach Indonesien erreichten 2025 einen Wert von 117 Millionen US-Dollar, davon entfielen 97,4 Prozent auf nicht-traditionelle Produkte – so die von Forbes Peru zitierten Ministeriumsdaten. Peru21 nannte unter Berufung auf Mincetur denselben Wert von 117 Millionen US-Dollar.

Die wichtigsten peruanischen Lieferungen nach Indonesien waren:

  • Kakaobohnen
  • Planiermaschinen
  • Anthrazit
  • Calciumphosphate
  • frische Trauben
  • natürliche Farbstoffe

Das Ministerium wertet diese Zusammensetzung als Beleg für das Diversifizierungspotenzial des peruanischen Angebots auf dem indonesischen Markt.

Die Handelsbilanz fällt derzeit klar zugunsten Indonesiens aus. Die peruanischen Einfuhren aus Indonesien summierten sich 2025 auf 523 Millionen US-Dollar, mehr als das Vierfache des Gegenstroms. Wichtigste Einfuhrgüter waren Personenkraftwagen, Druckmaschinen, Papier und Pappe, Palmöl und dessen Derivate sowie Kühl- und Gefriergeräte.

Inkrafttreten weiterhin offen

Der Vertrag kann erst angewendet werden, wenn Indonesien seine eigene Ratifizierung abschließt. Perus in dieser Woche verkündete Entscheidung räumt die innerstaatliche Hürde auf südamerikanischer Seite aus, legt aber kein Umsetzungsdatum fest; einen Zeitplan für das indonesische Verfahren nannte die Ministeriumsmitteilung nicht.

Für Exporteure liegt das praktische Gewicht des Abkommens im Agrarkapitel. Die zollfreie Abdeckung von 90 Prozent betrifft Kategorien, in denen Peru bereits über etablierte Produktion und Exportlogistik verfügt – Kakao, Obst und Fischmehl – und nicht Warengruppen, die erst aufgebaut werden müssten. Indonesien wiederum behält seine starke Stellung in dieser Beziehung über Fahrzeuge, Maschinen, Papier und Palmöl, also jene Produktlinien, die den Gegenstrom dominieren.

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