← Zurück zu den Nachrichten

Peru ist neuntgrößter Exporteur konservierter Oliven – Ausfuhren 2025 bei 100,8 Millionen US-Dollar

Perus Olivenexporte erreichten 2025 laut Midagri-Zahlen, die agraria.pe veröffentlichte, 100,8 Millionen US-Dollar bei 56.300 Tonnen – der höchste Wert seit fünf Jahren. Bei zubereiteten oder konservierten Oliven liegt das Land weltweit auf Rang neun und in Lateinamerika hinter Mexiko auf Rang zwei.

Peru ist neuntgrößter Exporteur konservierter Oliven – Ausfuhren 2025 bei 100,8 Millionen US-Dollar

Peru war 2025 der weltweit neuntgrößte Exporteur zubereiteter oder konservierter Oliven und nach Mexiko der zweitgrößte Anbieter Lateinamerikas. Das geht aus Zahlen des Ministeriums für Agrarentwicklung und Bewässerung (Midagri) hervor, die agraria.pe veröffentlichte. Die Olivenausfuhren erreichten im vergangenen Jahr 100,8 Millionen US-Dollar bei 56.300 Tonnen – die höchsten Werte der vergangenen fünf Jahre.

Erzeugung konzentriert sich auf Tacna

Die nationale Olivenproduktion belief sich 2025 auf 305.300 Tonnen. Auf die Region Tacna entfielen 251.900 Tonnen oder 82,5 % der Gesamtmenge, gefolgt von Arequipa mit 46.500 Tonnen und Ica mit 5.300 Tonnen. Die drei Regionen decken nahezu die gesamte peruanische Ernte ab, womit das Exportgeschäft unmittelbar von den Anbaubedingungen an einem schmalen Abschnitt der Südküste abhängt.

Perus Stellung im Olivenhandel beruht auf der Verarbeitung, nicht auf Öl. Der von Midagri genannte neunte Platz bezieht sich ausdrücklich auf zubereitete oder konservierte Oliven – ein Segment, in dem peruanische Verarbeiter mit Menge und Preis gegen mediterrane Anbieter antreten, nicht mit Markenware.

Erstes Halbjahr 2026: 30,8 Millionen US-Dollar

In der von Agromercado erstellten Produktstudie „Perfil de Producto: Aceitunas“ berichtet Midagri, dass sich die peruanischen Ausfuhren von Oliven und Olivenerzeugnissen im ersten Halbjahr 2026 auf 30,8 Millionen US-Dollar bei 16.900 Tonnen summierten.

Zubereitete oder konservierte Oliven führten die Lieferungen mit 23,9 Millionen US-Dollar an, was 77,7 % des gesamten Exportwerts entspricht. Es folgten vorläufig haltbar gemachte Oliven mit 4,4 Millionen US-Dollar und Olivenöl mit 2,4 Millionen US-Dollar. Die Verteilung zeigt, wie wenig das Ölsegment derzeit zu den Exporterlösen beiträgt.

Brasilien, Chile und die USA nehmen 84 % des Werts ab

Wichtigster Absatzmarkt war im ersten Halbjahr 2026 Brasilien mit Käufen über 15,2 Millionen US-Dollar, vor Chile und den Vereinigten Staaten mit je 5,3 Millionen US-Dollar. Zusammen entfielen auf die drei Märkte 84 % des im Zeitraum exportierten Werts.

Diese Konzentration macht peruanische Exporteure von der Nachfrage und dem Preisniveau einer kleinen Abnehmergruppe abhängig: Allein Brasilien nimmt fast das Dreifache dessen ab, was nach Chile oder in die USA geht.

Midagri setzt auf höherwertige Produktformen

Die Studie sieht Spielraum, den Exportwert über Produktveredelung statt über Mengenwachstum zu steigern. Genannt werden folgende Formate:

  • entsteinte Oliven
  • gefüllte Oliven
  • gewürzte Oliven und verzehrfertige Aufmachungen
  • native Olivenöle extra mit differenzierten Qualitätsmerkmalen

Midagri empfiehlt zudem, die Zielmärkte zu diversifizieren, das Angebot über Qualität, Herkunft und Nachhaltigkeit zu differenzieren und die Abstimmung zwischen Erzeugern, Verarbeitungsbetrieben und Exporteuren zu stärken. Die Maßnahmen zielen auf die Lücke zwischen Perus Rolle als Mengenlieferant konservierter Oliven und den höheren Stückwerten im Verpackungs- und Ölsegment.

Wir verwenden Cookies, um Ihr Surferlebnis zu verbessern, personalisierte Inhalte bereitzustellen und unseren Traffic zu analysieren. Durch Klicken auf "Alle akzeptieren" stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Sie können Ihre Einstellungen verwalten oder mehr erfahren in unserer Datenschutzrichtlinie.