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Perus Importboom bei Energydrinks und alkoholfreiem Bier stockt 2026

Perus Energydrinkimporte sanken von Januar bis August 2026 mengenmäßig um 23,9%, die Einfuhren von alkoholfreiem Bier um 37,9%. Nach dem kräftigen Wachstum 2025 könnten veränderte Bezugsquellen und mehr lokale Produktion ebenso relevant sein wie die Verbrauchernachfrage.

Perus Importboom bei Energydrinks und alkoholfreiem Bier stockt 2026

Zwei wachstumsstarke Getränkekategorien verlieren Tempo

Perus Importe von Energydrinks und alkoholfreiem Bier gingen in den ersten acht Monaten 2026 sowohl mengen- als auch wertmäßig zweistellig zurück und kehrten damit die Expansion von 2025 um. Daten des Außenhandelsinstituts Idexcam der Handelskammer Lima zeigen eine deutliche Veränderung des Einkaufsverhaltens, belegen für sich genommen aber keinen Rückgang der Endverbrauchernachfrage.

Von Januar bis August 2026 importierte Peru 1,62 Millionen Liter Energydrinks, 23,9% weniger als im Vorjahreszeitraum. Der CIF-Wert sank um 22,5% auf 1,83 Millionen US-Dollar. Die Liefermenge aus den USA fiel um etwa 24,5%, während die Bezüge aus der Schweiz um rund 21,2% zurückgingen.

Energydrinks behalten eine breite Nachfragebasis

Die Abschwächung folgte auf ein Wachstumsjahr. 2025 stiegen die Energydrinkimporte mengenmäßig um 15,3% auf 3,89 Millionen Liter, ihr Wert erhöhte sich jedoch nur um 0,7% auf 4,27 Millionen US-Dollar. Der durchschnittliche Importwert sank dadurch von etwa 1,25 US-Dollar je Liter im Jahr 2024 auf 1,10 US-Dollar im Jahr 2025.

Óscar Quiñones, Leiter von Idexcam, erklärte, der niedrigere Durchschnittswert bedeute nicht zwangsläufig niedrigere Verbraucherpreise. Er könne vielmehr Änderungen im Importmix, bessere Lieferbedingungen oder einen höheren Anteil von Produkten mit geringerem Stückwert widerspiegeln. Die USA lieferten 2025 rund 96% der Importmenge, nach 90% im Jahr 2024; ihr wertmäßiger Anteil stieg von 71% auf 85%.

Die Einzelhandelsdaten sprechen trotz schwächerer Importe für weiteres Wachstum der Kategorie. Laut Euromonitor-Zahlen, die ATV und Agraria anführen, erreichte der Energydrinkabsatz im peruanischen Einzelhandel 2025 ein Volumen von 53,2 Millionen Litern. Das entsprach einem Plus von 4,1%, wenn auch mit geringerem Tempo als zuvor. Auch zuckerreduzierte und zuckerfreie Varianten gewinnen laut Quiñones an Bedeutung.

Alkoholfreies Bier fällt nach sprunghaftem Wachstum zurück

Bei alkoholfreiem Bier war der Importboom 2025 deutlich stärker. Die Einfuhren stiegen von 481.000 Litern im Wert von 678.000 US-Dollar im Jahr 2024 auf 1,77 Millionen Liter im Wert von 2,27 Millionen US-Dollar im Jahr 2025. Das entsprach Zuwächsen von 267,9% bei der Menge und 235,1% beim Wert. Mexiko trieb die Entwicklung maßgeblich und steigerte seinen Mengenanteil von etwa 60% auf 85%.

Von Januar bis August 2026 kehrte sich der Trend um: Die Importe alkoholfreien Biers sanken um 37,9% auf 796.000 Liter. Der Wert ging um 30,9% von 1,62 Millionen auf 1,12 Millionen US-Dollar zurück. Idexcam führt die Schrumpfung teilweise auf die größere Präsenz lokal hergestellter und vermarkteter Produkte sowie auf eine breitere Lieferantenbasis zurück.

Der Lieferantenmix verschiebt sich

Mexikos Anteil an Perus Importen von alkoholfreiem Bier fiel in den vergleichbaren Achtmonatszeiträumen von 88,4% auf 63,7%. Die Niederlande steigerten ihren Anteil von 5,5% auf 25,4%, Spanien von 2,9% auf 9,8%. Für Importeure und Markeninhaber zeigen die Zahlen den Übergang vom ersten Boom in eine reifere Marktphase: Das geringere Importvolumen kann Normalisierung, lokale Substitution und stärkeren Lieferantenwettbewerb widerspiegeln und muss keinen eindeutigen Konsumeinbruch bedeuten.

Vollständige Marktanalyse

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