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PepsiCo eröffnet F&E-Zentrum in Riad bei 95% lokaler Produktion

PepsiCo hat in Riad ein regionales Forschungs- und Entwicklungszentrum eröffnet und verlagert weitere Teile der Produktentwicklung nach Saudi-Arabien. Nach Unternehmensangaben werden 95% der Produkte für den saudischen Markt im Land hergestellt; sämtliche verwendeten Kartoffeln stammen von heimischen Betrieben.

PepsiCo eröffnet F&E-Zentrum in Riad bei 95% lokaler Produktion

Produktentwicklung zieht nach Riad

PepsiCo hat im King Abdullah Financial District in Riad ein regionales Forschungs- und Entwicklungszentrum eröffnet. Damit erweitert der Konzern seine Präsenz in Saudi-Arabien über die Fertigung und die Beschaffung landwirtschaftlicher Rohstoffe hinaus. Ein Teil der Produktentwicklung soll künftig im Königreich stattfinden und sich an saudischen Konsumgewohnheiten sowie verfügbaren heimischen Zutaten orientieren.

Ahmed El Sheikh, Leiter des Lebensmittelgeschäfts von PepsiCo im Nahen Osten, in Nordafrika und Pakistan, erklärte, die Forschung und Entwicklung für den saudischen Markt sei zuvor außerhalb des Landes angesiedelt gewesen. Künftig will das Unternehmen laut Asharq Al-Awsat mehr Arbeitsschritte von der ersten Produktidee bis zur Umsetzung lokal abwickeln.

Lokale Fertigung und Kartoffelbeschaffung

Nach Angaben von PepsiCo werden 95% seiner Produkte in Saudi-Arabien im Land hergestellt. Zudem stammen 100% der Kartoffeln für die dort angebotenen Produkte von saudischen Betrieben. Die Zahlen zeigen, dass die Lokalisierung sowohl die Verarbeitung als auch landwirtschaftliche Vorprodukte umfasst und nicht auf Endverpackung oder Vertrieb beschränkt ist.

Das Unternehmen will den lokalen Anteil entlang der gesamten Produktionskette erhöhen, von der Landwirtschaft bis zu Verpackungsmaterialien. Für saudische Erzeuger und Lebensmittelverarbeiter verbindet dieser Ansatz die industrielle Nachfrage eines internationalen Herstellers direkt mit der heimischen Agrarproduktion. PepsiCo kann durch die Beschaffung in Fabriknähe zugleich Risiken durch Lieferausfälle bei Zutaten aus ausländischen Werken begrenzen.

Neue Produkte mit saudischen Zutaten

Das Zentrum in Riad wird sich nicht nur mit Kartoffelprodukten befassen. Zu den derzeit geprüften Ideen gehört ein Snack auf Dattelbasis, der eine für die saudische Landwirtschaft typische Frucht nutzen würde. PepsiCo entwickelt außerdem gemeinsam mit einer saudischen Köchin ein Produkt mit lokalem Geschmack. Die Markteinführung ist rund um den Nationalfeiertag vorgesehen, sofern Tests und die Bewertung der Verbrauchererwartungen positiv ausfallen.

Der saudische Vizeminister für Industrie und Bodenschätze, Khalil bin Salamah, bezeichnete den heimischen Kartoffelanbau als erfolgreiche Lokalisierung, die in Zusammenarbeit mit staatlichen Stellen und unter Berücksichtigung der Wasserressourcen erreicht worden sei. Er sprach sich dafür aus, Zutaten aus verschiedenen Regionen des Landes stärker zu nutzen und deren unterschiedliche Produkte und Geschmacksrichtungen für ein landesweites Angebot einzusetzen.

Lieferkettenrisiken fördern Lokalisierung

Die Expansion fällt in eine Phase, in der die saudische Lebensmittelindustrie Produktionslinien, Zutaten und Forschung stärker im Land ansiedeln will. Bin Salamah zufolge können heimische Vorprodukte die Geschäftskontinuität sichern, wenn geopolitische Spannungen globale Lieferketten beeinträchtigen. Dies gelte besonders für Unternehmen, die von Zutaten aus ausländischen Fabriken abhängig sind.

PepsiCo nannte weder das Investitionsvolumen noch zusätzliche Produktionskapazitäten des neuen Zentrums. Seine unmittelbare Bedeutung liegt vielmehr darin, Rezepturentwicklung, Tests und Produktanpassung näher an saudische Bauernhöfe, Fabriken und Verbraucher zu bringen. Die Kombination aus 95% lokaler Fertigung, vollständig heimischer Kartoffelbeschaffung und Entwicklung in Riad verbreitert die saudische Betriebsbasis des Konzerns und unterstützt die Lokalisierungspolitik für die Lebensmittelindustrie.

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