Paraguay sucht Exportmärkte nach Anstieg der Milchproduktion um 20%
Paraguays Milchproduktion ist während der saisonalen Frühjahr-Sommer-Spitze um 20% auf rund 2,5 Millionen Liter täglich gestiegen. Da Capainlac 2,7-2,8 Millionen Liter erwartet, suchen Verarbeiter Exportkanäle für die vom Binnenmarkt nicht aufnehmbare Menge.
Saisonale Produktion erreicht 2,5 Millionen Liter täglich
Paraguays Milchproduktion ist während der Frühjahr-Sommer-Spitze um 20% gestiegen. Dadurch müssen Verarbeiter Abnehmer für Mengen finden, die sich im Binnenmarkt nicht unterbringen lassen. Die Tagesproduktion liegt derzeit bei rund 2,5 Millionen Litern, berichtet DairyNews.Today unter Berufung auf Angaben von EDairyNews Español.
Das Wachstum hat das verfügbare Angebot über die Aufnahmefähigkeit des paraguayischen Binnenmarktes hinaus erhöht. Die unmittelbare Aufgabe der Molkereiunternehmen besteht daher nicht in der Produktion, sondern in der Vermarktung der zusätzlich erzeugten Rohmilch und Verarbeitungserzeugnisse. Bei unzureichender Inlandsnachfrage muss ein größerer Anteil der Produktion auf Auslandsmärkte gelenkt werden.
Capainlac rechnet mit weiterem Anstieg
Der Angebotsdruck könnte sich verschärfen. Capainlac erwartet eine tägliche Gesamtproduktion von 2,7-2,8 Millionen Litern und damit mehr als die derzeitigen rund 2,5 Millionen Liter. Am unteren Ende der Prognose müsste die Branche täglich zusätzliche 200.000 Liter gegenüber dem aktuellen Niveau vermarkten; am oberen Ende wären es 300.000 Liter.
Die Prognose spiegelt die anhaltende Frühjahr-Sommer-Spitze wider, nicht eine gemeldete Änderung der Verarbeitungskapazität oder des Inlandskonsums. Die vorliegenden Informationen nennen weder die für den Zuwachs verantwortlichen Regionen oder Molkereiunternehmen noch einen Zeitpunkt für das Erreichen der Prognosespanne. Sie zeigen jedoch, dass das Rohmilchangebot für Verarbeiter vor dem saisonalen Rückgang weiter wachsen könnte.
Verarbeiter wenden sich Exportmärkten zu
Industrielle Molkereiunternehmen wollen deshalb größere Mengen Milch und Milcherzeugnisse exportieren. Laut DairyNews.Today werden Auslandsmärkte als Absatzkanäle für die zusätzliche Frühjahr-Sommer-Produktion geprüft. Zielländer, erwartete Liefermengen und Produktkategorien wurden jedoch nicht genannt. Der spätere Produktmix könnte bestimmen, wie schnell sich der Überschuss abbauen lässt, da Rohmilch zunächst in lager- und international transportfähige Erzeugnisse umgewandelt werden muss.
Da keine Absatzländer genannt wurden, bleiben auch die kommerziellen Bedingungen möglicher Verkäufe offen. Die Quelle enthält weder Exportpreise und Vertragsdetails noch einen Vergleich mit den Inlandspreisen. Für Erzeuger und Verarbeiter ist daher entscheidend, wie schnell sich Auslandsnachfrage sichern lässt, solange die tägliche Milchanlieferung erhöht bleibt.
Marktgleichgewicht hängt von zusätzlicher Nachfrage ab
Der Anstieg um 20% stellt Paraguays Milchwirtschaft mehr Rohstoff zur Verfügung, erhöht aber zugleich die Mengen, die Unternehmen verarbeiten, lagern und vermarkten müssen. Ein Wachstum von 2,5 Millionen auf 2,7-2,8 Millionen Liter täglich würde den Druck weiter verstärken, falls der Inlandskonsum bereits das aktuelle Angebot nicht aufnehmen kann. Die praktische Umsetzung von Exporten wird wichtig, damit sich der saisonale Überschuss nicht im Verarbeitungssystem staut.
Für Milcherzeuger würde eine erfolgreiche Exportvermarktung einen Absatzkanal für die höhere saisonale Produktion schaffen. Verarbeitern würde sie helfen, ihre Werke auszulasten und die Belastung durch überschüssige Mengen zu begrenzen. Das nächste Marktsignal wird sein, ob Unternehmen konkrete Zielländer und Produkte nennen und ob die Auslandsnachfrage schnell genug wächst, um die von Capainlac prognostizierte Produktionsmenge aufzunehmen.