Pakistans Reisexporteure erhalten chinesische Aufträge über 60.000 Tonnen
Eine REAP-Delegation erhielt bei Gesprächen in Guangzhou und Shenzhen Aufträge über 60.000 Tonnen pakistanischen Reis. Moneycontrol bezifferte deren Wert auf rund 400 Millionen $, während die von ProPakistani und Daily Times veröffentlichten REAP-Angaben nur die Menge nennen.
Chinesische Käufer bestellen 60.000 Tonnen
Die Rice Exporters Association of Pakistan hat nach einer Handelsreise nach Guangzhou und Shenzhen Aufträge chinesischer Käufer über 60.000 Tonnen pakistanischen Reis erhalten. ProPakistani und Daily Times nannten diese Menge unter Berufung auf eine REAP-Erklärung, die nach Treffen mit Importeuren, Distributoren und Händlern in den beiden südchinesischen Wirtschaftszentren veröffentlicht wurde.
Moneycontrol bezifferte die Aufträge auf rund 400 Millionen $ und stellte einen Zusammenhang mit Pakistans Bemühungen her, während der wirtschaftlichen Belastung höhere Einnahmen aus Agrarexporten zu erzielen. Die von ProPakistani und Daily Times wiedergegebenen REAP-Erklärungen enthalten jedoch nur die Menge. Preise, Liefertermine, Vertragsbedingungen und die Zahl der Käufer wurden nicht veröffentlicht. Der genannte Wert lässt sich daher anhand der Verbandsangaben nicht nachvollziehen.
Basmati und andere Sorten vorgestellt
Geleitet wurde die Delegation vom leitenden stellvertretenden REAP-Vorsitzenden Muhammad Jawed Jillani. In den Geschäftsgesprächen präsentierte sie großen chinesischen Reisimporteuren, Distributoren und Händlern sowohl hochwertigen Basmati- als auch Nicht-Basmati-Reis. Zudem wurden Möglichkeiten für einen Ausbau des bilateralen Handels und langfristige Geschäftsbeziehungen erörtert.
Nach Angaben von REAP spiegelt die chinesische Nachfrage das Vertrauen der Importeure in Qualität, Aroma, wettbewerbsfähige Preise und Liefersicherheit pakistanischen Reises wider. Jillani bezeichnete den Auftrag über 60.000 Tonnen als wichtiges Ergebnis der internationalen Vermarktungsarbeit des Verbandes. China sei einer der wichtigsten strategischen Märkte der Branche; weitere Absatzförderung könne die Exporte steigern und die Geschäftsbeziehungen vertiefen.
Der frühere REAP-Vorsitzende Rafique Suleman erklärte, pakistanischer Reis habe sich bei chinesischen Verbrauchern wegen seiner Qualität, seines Aromas, seiner Beständigkeit und seines Preis-Leistungs-Verhältnisses einen guten Ruf erworben. Regelmäßige Kontakte zu ausländischen Käufern und weitere Handelsförderung könnten Pakistans Stellung am globalen Reismarkt ausbauen.
Die Abwicklung entscheidet über den Nutzen
Die Aufträge geben pakistanischen Verarbeitern und Exporteuren ein festes Liefervolumen, doch ihre Wirkung auf Umsatz und Margen hängt von unveröffentlichten Einzelheiten ab. Entscheidend sind insbesondere die Anteile von höherpreisigem Basmati und Nicht-Basmati-Reis sowie Lieferzeitpunkt, Qualitätsvorgaben, Zahlungsbedingungen und Logistikkosten. Ohne diese Angaben lassen sich Durchschnittspreis und Rentabilität nicht verlässlich bewerten.
Chinesische Importeure erhalten damit eine weitere Bezugsquelle für aromatischen Reis und Ware für den Massenmarkt. Pakistan kann durch eine erfolgreiche Auslieferung seine Lieferzuverlässigkeit belegen und Folgekäufe anstoßen. Zunächst steht die Zusage über 60.000 Tonnen; die breitere Marktwirkung hängt davon ab, ob daraus tatsächliche Lieferungen und wiederkehrende Verträge werden.