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Südkoreas Nubo nimmt Brasiliens Düngermarkt für Soja und Mais ins Visier

Nubo und Ekoa Life Sciences haben eine gemeinsame Forschung zur Entwicklung hocheffizienter Dünger für Soja und Mais in Brasilien vereinbart. Nach lokalen Versuchen wollen die Partner die Zulassung und Markteinführung betreiben, unterstützt von Südkoreas Behörde für ländliche Entwicklung.

Südkoreas Nubo nimmt Brasiliens Düngermarkt für Soja und Mais ins Visier

Nubo und Ekoa vereinbaren gemeinsame Forschung

Das südkoreanische Green-Biotech-Unternehmen Nubo hat mit der brasilianischen Ekoa Life Sciences eine gemeinsame Forschung zur Entwicklung hocheffizienter Dünger für den Soja- und Maisanbau vereinbart. Das Projekt eröffnet Nubo einen Zugang zu einem der weltweit größten Märkte für landwirtschaftliche Betriebsmittel. Es beginnt mit der technischen Validierung und soll anschließend zur brasilianischen Zulassung und Vermarktung führen.

Nach Angaben von Food Icon und einem von Financial News veröffentlichten Bericht von Newsis umfassen die beiden Kulturen in Brasilien rund 69 Millionen Hektar, etwa das Siebenfache der Fläche Südkoreas. Brasilien ist der weltweit größte Sojaproduzent und ein bedeutender Maisexporteur. Die Ergebnisse sind daher für Düngeranbieter, Hersteller biologischer Betriebsmittel und Vertriebspartner wirtschaftlich relevant.

Umhüllter Dünger trifft auf biologische Präparate

Nubo stellt im Rahmen der Vereinbarung seinen umhüllten Langzeitdünger HI-COTE sowie Dünger für die Ausbringung per Drohne bereit. Ekoa bringt biologische Technologien ein, darunter mikrobielle Impfmittel für die biologische Stickstofffixierung, und öffnet sein lokales Vertriebsnetz. Die Unternehmen prüfen, ob sich Nubos Dünger und Ekoas mikrobielle Präparate in einer umhüllten Formulierung kombinieren lassen.

Die Versuche konzentrieren sich auf Soja und Mais unter brasilianischen Bedingungen. Erweist sich die Formulierung als tragfähig, wollen die Partner die Produktzulassung in Brasilien beantragen und danach die Markteinführung vorantreiben. Angaben zu Investitionsvolumen, Versuchszeitplan, Produktionszielen oder einem geplanten Verkaufsstart machten die Unternehmen nicht.

Langzeitdünger steuern die Freisetzung von Nährstoffen entsprechend dem Pflanzenwachstum. Laut Newsis kann die Technik mit einer einzigen Düngergabe Nährstoffe bis zur Ernte bereitstellen. Nubo erwartet dadurch weniger Arbeitsaufwand und eine geringere Umweltbelastung. Vor einer breiteren Einführung müssen die Partner diese Wirkung jedoch auf brasilianischen Betrieben nachweisen.

Staatliche Unterstützung schafft Zugang zu Südamerika

Die Kooperation entstand mit Unterstützung der südkoreanischen Behörde für ländliche Entwicklung. Nach dem südkoreanisch-brasilianischen Gipfeltreffen im Februar bildete die Behörde im Mai gemeinsam mit südkoreanischen Unternehmen eine öffentlich-private Delegation und unterstützte den Austausch in Brasilien. Zudem stellte sie zügig eine englischsprachige Bestätigung von Nubos Anerkennung als Qualitätsdünger aus, die das Unternehmen in den Gesprächen mit Ekoa einsetzte.

Nubo will die Wettbewerbsfähigkeit seiner Produkte durch Versuche auf brasilianischen Betrieben belegen und sein Geschäft anschließend auf weitere südamerikanische Märkte ausdehnen. Für die südkoreanische Düngerindustrie markiert die Vereinbarung zugleich eine Erweiterung vom traditionellen Schwerpunkt Gemüse und Obst auf großflächig angebaute Ackerkulturen. Die Marktchance bleibt vorerst an Bedingungen geknüpft: technische Kompatibilität, Feldergebnisse, behördliche Zulassung und der Zugang zu Ekoas Vertrieb werden darüber entscheiden, ob aus der Forschung eine dauerhafte Marktposition in Brasilien entsteht.

Vollständige Marktanalyse

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