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Norwegen bleibt trotz Importzöllen Vietnams größter Lieferant für Atlantiklachs

Norwegen bleibt mit 22.407 Tonnen Vietnams größter Lieferant für Atlantiklachs und liegt laut Norwegian Seafood Council vor Chile mit 13.175 Tonnen. Die Spitzenposition besteht trotz Zöllen von 10 % auf ganze Lachse und 15 % auf Filets.

Norwegen bleibt trotz Importzöllen Vietnams größter Lieferant für Atlantiklachs

Norwegen hält deutlichen Vorsprung

Norwegen bleibt Vietnams größter Lieferant für Atlantiklachs. Nach Angaben des Norwegian Seafood Council, kurz NSC, beläuft sich das Gesamtvolumen auf 22.407 Tonnen, darunter 6.828 Tonnen Frischlachs. Chile folgt mit 13.175 Tonnen, von denen jedoch nur 597 Tonnen auf frische Ware entfallen. Das Vereinigte Königreich liefert 4.349 Tonnen, Australien 2.331 Tonnen, die Färöer 78 Tonnen und Neuseeland 54 Tonnen. VnEconomy veröffentlichte diese Zahlen, nannte aber keinen Bezugszeitraum.

Besonders ausgeprägt ist Norwegens Vorsprung im Frischesegment, das bei Verarbeitung, Transport und Vertrieb auf eine kontrollierte Kühlkette angewiesen ist. Das Land behauptet seine Position, obwohl Vietnam auf ganze norwegische Lachse einen Zoll von 10 % und auf Lachsfilets 15 % erhebt. Für Exporteure, vietnamesische Importeure und Gastronomiebetriebe ist diese Marktstellung aufschlussreich: Neben dem Preis dürften Verfügbarkeit, etablierte Logistik und die wahrgenommene Qualität die Einkaufsentscheidung bestimmen.

Handelsabkommen könnte Kosten verändern

Die Lachskampagne wurde am 10. September 2026 in Ho-Chi-Minh-Stadt vorgestellt. Vietnam und Norwegen begingen zu diesem Zeitpunkt 55 Jahre diplomatischer Beziehungen und strebten einen Ausbau des bilateralen Handels an. Vietnam und die Europäische Freihandelsassoziation, der Norwegen angehört, schlossen im Juli 2026 die Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen ab. Nach Unterzeichnung, Ratifizierung und Inkrafttreten soll es die Absatzchancen norwegischer Waren, darunter Meeresprodukte, in Vietnam erweitern.

Die Quelle nennt weder einen Zeitplan für die Umsetzung noch die künftigen Zollsätze für Lachs. Eine Senkung der geltenden Abgaben könnte jedoch die Wettbewerbsfähigkeit frischer und verarbeiteter norwegischer Produkte erhöhen. Vietnamesische Importeure und Händler könnten niedrigere Grenzkosten für günstigere Einzelhandelspreise, eine breitere Verwendung auf Speisekarten oder höhere Margen nutzen. Wettbewerber, insbesondere Chile und das Vereinigte Königreich, müssten sich auf ein stärkeres norwegisches Angebot in einem bereits von Norwegen angeführten Markt einstellen.

Rückverfolgbarkeit stützt Premium-Nachfrage

Herkunft und Qualität gewinnen bei Verbrauchern an Bedeutung. Laut einer NSC-Umfrage bevorzugen 52 % der vietnamesischen Befragten norwegischen Lachs, obwohl viele ihren bevorzugten Lachs weiterhin für ein Produkt aus Japan halten. Die Verbindung Norwegens mit der japanischen Küche geht auf eine 1985 begonnene Marktentwicklung zurück. Im Rahmen von Project Japan arbeiteten norwegische Anbieter mit japanischen Importeuren, Köchen und Restaurants zusammen. Schätzungsweise 30 % des norwegischen Lachses werden heute weltweit roh in Sushi und ähnlichen Gerichten verzehrt.

Åshild Nakken, Regionaldirektorin des NSC für Südostasien, erklärte, norwegischer Lachs werde unter Sicherheits- und Qualitätskontrollen erzeugt, die die gesamte Kette abdecken. Die norwegische Behörde für Lebensmittelsicherheit überwacht die Kette, während das norwegische Meeresforschungsinstitut den Lachs vor der Vermarktung unabhängig prüft. Verarbeitung, Kühlung, Transport und Vertrieb in Vietnam erfolgen temperaturkontrolliert, um Frische und Konsistenz zu erhalten. Für Einkäufer eines hochwertigen, leicht verderblichen Produkts sind diese Kontrollen Teil des kommerziellen Angebots und nicht lediglich eine Botschaft an Verbraucher.

Handel und Gastronomie weiten Kampagne aus

Der NSC unterstützt die Nachfrage mit seinem größten Werbeprogramm in Vietnam im Jahr 2026. Zu den Partnern gehören Lotte Mart, Mena Gourmet, Mega Market, Morico, Botejyu und Sushi BON. Teilnehmende Supermärkte und Restaurantketten bieten landesweit Sondermenüs, Verkaufsaktionen, Verkostungen und interaktive Angebote an. Die Kampagne verbindet die norwegische Produktion mit der Rolle des Produkts in der japanischen Küche und seiner zunehmenden Verwendung in modernen vietnamesischen Gerichten. Für die Lieferkette kombiniert das Programm Herkunftsinformationen mit direktem Produkterlebnis und könnte die Nachfrage über Sushi-Restaurants hinaus auf Supermärkte, weitere Gastronomiebetriebe und private Haushalte ausweiten.

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