Preis für nordamerikanischen Nadelholzzellstoff nach Japan fällt auf 820 Dollar je Tonne — erster Rückgang seit zehn Monaten
Der Preis für nordamerikanischen gebleichten Nadelholz-Sulfatzellstoff (N-BKP) für japanische Abnehmer ist erstmals seit zehn Monaten gefallen, wie Nikkei berichtet. Für die Juli-Verschiffung wurden 820 US-Dollar je Tonne vereinbart, 10 Dollar oder 1,2 Prozent weniger als im Vormonat. Nikkei führt den Rückgang auf sinkende Preise im China-Geschäft seit März zurück.
Juli-Verschiffung bei 820 Dollar je Tonne
Der Preis für nordamerikanischen gebleichten Nadelholz-Sulfatzellstoff (N-BKP) für japanische Abnehmer ist erstmals seit zehn Monaten gefallen, wie Nikkei berichtet. Für die Juli-Verschiffung wurden 820 US-Dollar je Tonne festgelegt, 10 Dollar oder 1,2 Prozent weniger als im Vormonat. Damit endet eine Serie von neun Monaten, in denen der japanische Abschluss nicht nachgegeben hatte.
N-BKP zählt zu den zentralen Rohstoffen der Papierindustrie und geht in eine breite Palette von Sorten ein, darunter Verpackungspapiere. Da die Sorte nach Japan auf monatlicher Verschiffungsbasis gehandelt wird, schlägt eine Preisänderung rasch auf die Kosten der Werke durch. Ein einzelner Monat gilt deshalb vor allem als Richtungssignal und nicht als Bruch in der Kostenstruktur der japanischen Hersteller.
Schwäche in China erreicht japanische Kontrakte
Nikkei führt den Rückgang auf den chinesischen Markt zurück, wo die Preise für nordamerikanischen Nadelholzzellstoff seit März sinken. Diese Schwäche hat sich nun auf die Notierungen für Japan übertragen. Das Muster ist im Zellstoffhandel bekannt: China nimmt große Mengen importierter Faser auf, und wenn die Käufe dort nachlassen, passen die Verkäufer ihre Angebote in den Nachbarmärkten an, statt Mengen zurückzuhalten.
Der Abstand zwischen dem Beginn des Preisrückgangs in China im März und dem Abschluss für die Juli-Verschiffung in Japan liefert ein grobes Maß für die Übertragungsdauer: rund vier Monate. Daraus ergibt sich die Frage, die japanische Einkäufer und nordamerikanische Exporteure gleichermaßen beschäftigt — ob die Preise in China weiter nachgeben und damit weitere monatliche Abschläge für Japan wahrscheinlich werden, oder ob sich der Markt stabilisiert und die Juli-Senkung eine einmalige Korrektur bleibt.
Wozu die Sorte im Werk gebraucht wird
Nadelholzzellstoff wird wegen seiner Faserlänge geschätzt. Lange Fasern binden im Blatt besser und machen das Endprodukt reißfester; deshalb wird N-BKP mit gebleichtem Laubholz-Sulfatzellstoff (LBKP) kombiniert und nicht durch ihn ersetzt. Nikkei weist darauf hin, dass beide Sorten in der Produktion von Hygienepapier gemischt werden: Der Nadelholzanteil liefert Festigkeit, der Laubholzanteil Volumen und Oberflächeneigenschaften, die die Langfasersorte allein nicht bietet.
- N-BKP: Langfasersorte, eingesetzt dort, wo Reißfestigkeit und Blattfestigkeit gefragt sind.
- LBKP: Laubholzsorte, wird bei der Herstellung von Hygienepapier mit Nadelholzzellstoff gemischt.
- Von Nikkei genannte Anwendungen: Verpackungspapiere und Hygienepapier.
Größenordnung der Bewegung
Mit 1,2 Prozent fällt die Senkung gemessen am Niveau von 820 Dollar gering aus. Ein Abschlag von 10 Dollar mindert die Faserrechnung nur marginal und verändert für sich genommen nicht die Wirtschaftlichkeit der japanischen Hygiene- und Verpackungspapierproduktion, in der auch Energie, Chemikalien, Logistik und Personal auf die Margen drücken. Die Bedeutung liegt im Richtungswechsel nach neun Monaten ohne Rückgang, nicht in der Höhe der Zahl.
Für die nordamerikanischen Produzenten verengt sich damit der Spielraum, in Asien die Preise zu halten. Japan hatte weiter zu unveränderten oder höheren Niveaus abgeschlossen, während die chinesischen Preise bereits fielen; diese Differenz ist nun geschlossen. Der Nikkei-Bericht nennt weder Bewegungen bei den Preisen für Laubholzzellstoff noch bei den verschifften Mengen, sodass sich die unmittelbaren Schlüsse auf die Langfasersorte und auf die Richtung der monatlichen Verhandlungen zwischen nordamerikanischen Verkäufern und japanischen Papierherstellern beschränken.
Vollständige Marktanalyse