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Nigerias Milchprogramm endet mit 63.261 registrierten Kleinbauern

Das sechsjährige Programm Advancing Local Dairy Development in Nigeria ist abgeschlossen. Es erfasste 63.261 Kleinbauern in sieben nördlichen Bundesstaaten und band sie an formelle Molkereien an. Die Teilnehmer lieferten mehr als 15 Millionen Liter Milch und erzielten Verkäufe von über 6 Milliarden Naira.

Nigerias Milchprogramm endet mit 63.261 registrierten Kleinbauern

Ein sechsjähriges Programm zur Einbindung nigerianischer Kleinbauern in formelle Milchlieferketten ist abgeschlossen. Erfasst wurden 63.261 Erzeuger in sieben nördlichen Bundesstaaten, wie dairynews.today von der Abschlussveranstaltung des Projekts in Kano berichtet.

Das Programm Advancing Local Dairy Development in Nigeria (ALDDN) lief seit 2020 in Adamawa, Bauchi, Jigawa, Kaduna, Kano, Plateau und Taraba. Finanziert wurde es von der Bill & Melinda Gates Foundation, umgesetzt von Sahel Consulting Agriculture & Nutrition Limited in Zusammenarbeit mit Behörden, Molkereien und privatwirtschaftlichen Organisationen. Temi Adegoroye, Managing Partner bei Sahel Consulting, stellte die Teilnehmerzahlen zum Abschluss vor.

Mengen, Umsätze und Genossenschaftsstruktur

Über die Laufzeit lieferten die teilnehmenden Bauern nach Angaben von Sahel Consulting mehr als 15 Millionen Liter Milch an Partnermolkereien; die erfassten Milchverkäufe überstiegen 6 Milliarden Naira. Die Erzeuger wurden in 2.663 Selbsthilfegruppen organisiert, zusätzlich wurden 234 Genossenschaften gegründet und bei den Bundesstaaten registriert.

Ein Audit aus dem Jahr 2026 erfasste eine Veränderung im Status der Genossenschaften. Der Anteil der als mäßig tragfähig eingestuften Einheiten stieg von 66% auf 90%, der Anteil der als nicht tragfähig beschriebenen sank von 33% auf 8%. Die Bündelung hat einen unmittelbaren kommerziellen Zweck: Formelle Abnehmer schließen Verträge mit registrierten Einheiten, nicht mit einzelnen Hirten.

Tiergesundheit, Schulung und Futterbau

Das Programm meldet 83.963 tierärztliche Leistungen bei Rindern gegenüber einem Ziel von 75.000 sowie 83.936 Impfungen gegen die Lungenseuche der Rinder. Weitere Kennzahlen:

  • mehr als 61.000 geschulte Bauern in Good Dairy Practices;
  • 279 eingesetzte Community Livestock Workers für Dienstleistungen vor Ort;
  • Futteranbau auf mehr als 4.705 Hektar, über dem ursprünglichen Ziel von 4.000 Hektar.

Sammeltechnik und Solarinfrastruktur

Geliefert wurden acht Milchsammelfahrzeuge und 7.676 Milchkannen aus Edelstahl. Diese Ausrüstung entscheidet darüber, wie viel Rohmilch die Molkerei in verwertbarem Zustand erreicht. Zur Infrastruktur zählt eine solarbetriebene Anlage auf Sebore Farms mit einer angegebenen Verarbeitungskapazität von 70.000 Litern Milch pro Tag. Zudem wurden 75 solarbetriebene Brunnen in 74 Gemeinden unterstützt.

Konsolidierung in Kano und Übergabe

In Kano wurden mehr als 150 kleine Hirtengruppen zu 24 größeren Genossenschaften zusammengeführt. Die Bauern erhielten Unterweisung in Tierernährung, Milcherzeugung, Tiergesundheit und künstlicher Besamung. In Gemeinden, die die Molkerei L&Z beliefern, entstanden rund 13 solarbetriebene Brunnen, ergänzt um jährliche Impfkampagnen. Der leitende Programmreferent Mustapha Musa erklärte, das Vorhaben habe organisierte Hirtengenossenschaften mit Verarbeitern wie L&Z verbunden.

Hawwa'u Abubakar, Teilnehmerin aus dem Local Government Area Bunkure, sagte, L&Z hole die Milch direkt bei ihr ab, wodurch der Transport zum Markt entfalle. Ihre Einnahmen könnten je nach gelieferter Menge über mehrere Tage 100.000 bis 150.000 Naira erreichen; den Ausbau ihrer Milchwirtschaft führt sie teilweise auf Futterverarbeitungstechnik und weitere Unterstützung aus dem Programm zurück.

Nach Programmende wurden die Bauern in die Lieferketten der Partnermolkereien eingegliedert. Beratungskräfte, Besamungstechniker, Community Livestock Workers und weitere Dienstleister wurden geschult und ausgestattet, um die Erzeuger weiter zu betreuen. Sahel Consulting forderte ein fortgesetztes Engagement des Staates gegenüber Hirtengenossenschaften und eine engere Zusammenarbeit zwischen öffentlichen Institutionen und privaten Verarbeitern.

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