Nestlé plant automatisiertes Kaffeewerk und Vertriebszentrum in Thailand
Nestlé Thailand plant im ARAYA The Eastern Gateway ein integriertes Kaffeewerk mit Vertriebszentrum. Erwartet werden 520 Arbeitsplätze und jährliche Einkäufe thailändischer Rohstoffe und Materialien im Wert von rund 4,3 Milliarden Baht.
Produktion und Vertrieb an einem Standort
Nestlé Thailand investiert im ARAYA The Eastern Gateway in ein neues Kaffeewerk samt Vertriebszentrum. Damit erweitert das Unternehmen seine Produktionsbasis in einem Markt, in dem es seit mehr als 130 Jahren tätig ist. Produktion, Lagerung und Distribution sollen an einem Standort gebündelt werden; Investitionssumme, Kapazität und Termin der Inbetriebnahme wurden jedoch nicht genannt.
Thai Post und Spacebar zufolge wird das Werk ein breites Nescafé-Sortiment herstellen, darunter lösliches Kaffeepulver, zubereitete Kaffeemischungen und trinkfertigen Kaffee. Das angeschlossene Vertriebszentrum soll mehrere Produktkategorien von Nestlé bearbeiten und Lagerung sowie Transport enger mit der Fertigung verknüpfen.
KI, Automatisierung und lokale Beschaffung
Zum Einsatz kommen künstliche Intelligenz, fortschrittliche Automatisierung und moderne Produktionstechnik. Laut Spacebar sollen die Systeme die betriebliche Effizienz steigern, die Qualitätskontrolle stärken und die Entwicklung neuer Produkte unterstützen. Nestlé will Beschäftigte außerdem in Technologie, automatisierten Systemen und modernen Fertigungsverfahren qualifizieren.
Das Projekt soll rund 520 Arbeitsplätze schaffen. Nestlé will weiterhin Kaffeebohnen, Zucker, Rohmilch und weitere wichtige Materialien von thailändischen Landwirten und inländischen Lieferanten beziehen. Der jährliche Beschaffungswert wird auf rund 4,3 Milliarden Baht geschätzt. Damit wirkt die Investition neben der industriellen Beschäftigung unmittelbar auf Thailands Kaffee-, Milch- und Zuckerlieferketten.
Exportoptionen und Verkehrsanbindung
Nikhil Chand, Chairman und CEO von Nestlé Indochina, erklärte, das Werk werde die thailändischen Produktionskapazitäten im Kaffeegeschäft stärken und künftige Exportmöglichkeiten unterstützen. Zielmärkte und erwartete Auslandsmengen wurden nicht angegeben. Automatisierte Fertigung und ein eigenes Vertriebszentrum dürften Nestlé dennoch mehr Flexibilität geben, Thailand und Auslandsmärkte vom selben Komplex aus zu bedienen.
Das von Frasers Property entwickelte ARAYA The Eastern Gateway liegt bei Kilometer 32 der Bangna-Trad Road. Es ist an die neue Autobahn Bangkok–Chonburi, den Flughafen Suvarnabhumi und Bangkoks Geschäftsviertel angebunden. Das Areal wurde in allen 7 Dimensionen des Rahmens der thailändischen Industriegebietsbehörde als erstes Smart Industrial Estate des Landes zertifiziert. Kamolkarn Kongkathong, Geschäftsführerin von ARAYA Land Development, bezeichnete Nestlés Investition als Beleg für Thailands Potenzial als strategischer Produktionsstandort und regionales Fertigungs- und Distributionszentrum. Für Lieferanten und Logistiker bleibt die nicht genannte Kapazität entscheidend: Sie bestimmt die zusätzliche Nachfrage über die jährlichen lokalen Einkäufe von 4,3 Milliarden Baht hinaus und das mögliche Gewicht künftiger Exporte.