← Zurück zu den Nachrichten

Nepals Reisanbau hinkt hinterher: erst 32,38 % der Fläche bepflanzt

Bis Anfang Juli hatten nepalesische Bauern erst 32,38 Prozent der 1,37 Millionen Hektar Reisfelder bepflanzt, nach 45 Prozent im Vorjahr, berichtet My Republica. Am weitesten zurück liegt die "Reiskammer" Madhesh mit 15,6 Prozent, was Sorgen um die heimische Versorgung und den Importbedarf schürt.

Nepals Reisanbau hinkt hinterher: erst 32,38 % der Fläche bepflanzt

Nepals Reisanbausaison liegt deutlich hinter dem Zeitplan: Bis Anfang Juli war erst rund ein Drittel der Reisflächen des Landes bestellt, wie das Portal My Republica berichtet. Die Verzögerung schürt Sorgen um die heimische Versorgung, die Einkommen auf dem Land und die wachsende Abhängigkeit des Landes von Importgetreide.

Deutlich langsamer als im Vorjahr

Laut My Republica hatten die Bauern bis zur ersten Juliwoche erst 32,38 Prozent der 1,37 Millionen Hektar Reisfelder Nepals bepflanzt. Ein Jahr zuvor waren es bereits 45 Prozent. Das Portal bezeichnet die Lücke als zu groß, um sie als vorübergehende Verzögerung abzutun, und warnt: Ein schwacher Saisonstart wirkt sich häufig auf Ernte, Nahrungsmittelversorgung, ländliche Einkommen und später im Jahr auf die Inflation aus.

Reis bleibt Nepals wichtigstes Grundnahrungsmittel, weshalb der langsame Start sowohl für den heimischen Verbrauch als auch für den Importbedarf des Landes besonders schwer wiegt.

Ein uneinheitliches Bild in den Provinzen

Die regionalen Zahlen fallen unterschiedlich aus. Sudurpaschim führt mit 57,9 Prozent bepflanzter Fläche, gefolgt von Gandaki und Karnali. Koshi hat sich gegenüber dem Vorjahr leicht verbessert. Am stärksten besorgniserregend ist Madhesh, die sogenannte Reiskammer Nepals, wo erst 15,6 Prozent der Reisfelder bestellt sind — weit hinter dem Tempo des Vorjahres. Auch Lumbini und Bagmati verzeichnen spürbare Rückgänge.

Dünger geliefert, doch die Probleme reichen tiefer

Die Regierung erklärt laut My Republica, in den vergangenen Wochen seien mehr als 40.500 Tonnen Chemiedünger bei den Bauern angekommen, und versichert, die Vorräte reichten für die Saison. Dennoch bleibt der Anbau zurück, was das Portal auf strukturelle Probleme jenseits der Düngerversorgung zurückführt.

  • Unregelmäßige Niederschläge und längere Dürreperioden infolge des Klimawandels.
  • Arbeitskräftemangel, da die erwerbsfähige Landbevölkerung ins Ausland oder in die Städte abwandert und Ackerland brachliegt.
  • Steigende Kosten für Qualitätssaatgut, Kraftstoff, Bewässerung, Transport und Maschinen.
  • Niedrige Preise für die Bauern, während importierter Reis den Markt zu Wettbewerbspreisen füllt.

Wachsende Abhängigkeit von Importen

My Republica verweist auf einen zentralen Widerspruch: Die Landwirtschaft gilt als Rückgrat der nepalesischen Wirtschaft, doch das Land importiert jedes Jahr Reis und anderes Nahrungsgetreide im Wert von Milliarden Rupien. Ein Land, das für fruchtbare Böden und reichlich Wasser bekannt ist, steigert stetig seine Abhängigkeit von Getreideimporten, so das Portal.

Den langsamen Anbau dieses Jahres wertet das Portal als Frühwarnsignal und nicht als vorübergehende Statistik und fordert zuverlässige Bewässerung, rechtzeitigen Zugang zu Qualitätssaatgut, bezahlbare Maschinen, praktikable Ernteversicherungen und Mindestpreise, um das Vertrauen in die Landwirtschaft wiederherzustellen. Für Händler deutet eine schwächere Inlandsernte auf eine festere nepalesische Nachfrage nach Importreis in den kommenden Monaten hin.

Vollständige Marktanalyse

Wir verwenden Cookies, um Ihr Surferlebnis zu verbessern, personalisierte Inhalte bereitzustellen und unseren Traffic zu analysieren. Durch Klicken auf "Alle akzeptieren" stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Sie können Ihre Einstellungen verwalten oder mehr erfahren in unserer Datenschutzrichtlinie.