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Nam Viet könnte mit Pangasius- und Tilapiaexporten erstmals 1 Billion Dong verdienen

Rong Viet Securities erwartet für Nam Viet 2026 einen den Aktionären der Muttergesellschaft zurechenbaren Nettogewinn von 1,087 Billionen Dong. Steigende Pangasius- und Tilapiamengen sollen den Umsatz stützen, während niedrigere Tilapiapreise und höhere Logistikkosten die Margen belasten.

Nam Viet könnte mit Pangasius- und Tilapiaexporten erstmals 1 Billion Dong verdienen

Erstmals mehr als 1 Billion Dong Gewinn erwartet

Der vietnamesische Fischproduzent Nam Viet könnte 2026 erstmals mehr als 1 Billion Dong verdienen, da sowohl die Pangasius- als auch die Tilapiaexporte wachsen. Rong Viet Securities prognostiziert einen Jahresumsatz von rund 8,382 Billionen Dong, 21% mehr als 2025. Der den Aktionären der Muttergesellschaft zurechenbare Nettogewinn soll um 9% auf 1,087 Billionen Dong steigen.

Für das zweite Quartal 2026 erwartet Rong Viet einen Nettoumsatz von etwa 2,589 Billionen Dong. Das wären 50% mehr als im Vorjahr und 41% mehr als im ersten Quartal. Der zurechenbare Nettogewinn dürfte rund 408 Milliarden Dong erreichen, 23% mehr als ein Jahr zuvor und mehr als doppelt so viel wie im Vorquartal.

Pangasius profitiert von der Nachfrage nach Weißfisch

Pangasius bleibt Nam Viets wichtigstes Produkt. Der Exportwert im zweiten Quartal wird auf etwa 41,2 Millionen $ geschätzt, ein Plus von 32%. Die Ausfuhrmenge dürfte um 28% auf fast 18.800 Tonnen steigen, darunter mehr als 14.200 Tonnen Pangasiusfilet, 35% mehr als im Vorjahr.

Der durchschnittliche Exportpreis soll mit rund 2,2 $ je Kilogramm 3% höher liegen. Laut Rong Viet verbessert sich in den Vereinigten Staaten die Nachfrage nach Weißfisch, während niedrigere Fangquoten das Kabeljauangebot begrenzen und dessen Preis erhöhen. Dadurch gewinnt vietnamesischer Pangasius an Wettbewerbsfähigkeit.

Auch die Profitabilität dürfte steigen, weil sich die Verkaufspreise schneller erhöhen als die Produktionskosten. Bei Futtermitteln und Sojarückständen wird zwar ein leichter Preisanstieg erwartet, dieser soll die Kosten jedoch nicht wesentlich belasten.

Tilapia wächst mengenmäßig, verliert aber beim Preis

Tilapia entwickelt sich zur zweiten Wachstumssäule. Der Exportwert könnte im zweiten Quartal um 20% auf rund 17,6 Millionen $ steigen, die Absatzmenge um 44% auf mehr als 4.300 Tonnen. Brasilien blieb im ersten Quartal 2026 der größte Tilapiamarkt und stand für etwa 66% des entsprechenden Exportwerts von Nam Viet. Auf die Vereinigten Staaten entfielen rund 20%.

Die neue Marktverteilung reduziert die Abhängigkeit von einem einzelnen Absatzland, doch die Tilapiamarge bleibt unter Druck. Rong Viet erwartet einen Durchschnittspreis von rund 4 $ je Kilogramm, 17% weniger als im Vorjahr. Die Rohstoffpreise dürften dagegen nur um etwa 14% sinken.

Die konzernweite Bruttomarge soll im zweiten Quartal rund 26% betragen. Das sind 2 Prozentpunkte weniger als im Vorjahr, aber deutlich mehr als im ersten Quartal. Der Bruttogewinn könnte um 39% auf rund 678 Milliarden Dong zulegen. Die Vertriebskosten dürften wegen höherer Exportmengen und längerer Transportwege jedoch um 71% auf etwa 162 Milliarden Dong steigen.

Umsatz könnte 2027 schneller wachsen als der Gewinn

Für 2027 prognostiziert Rong Viet einen Umsatz von rund 9,375 Billionen Dong und einen Nettogewinn von 1,136 Billionen Dong. Wegen niedrigerer Tilapiapreise, anhaltend hoher Frachtkosten und geringerer Margen gegenüber der hohen Vergleichsbasis von 2025 dürfte der Gewinn langsamer wachsen als der Umsatz.

Die Bruttomarge wird für 2026 auf etwa 22% geschätzt, 1 Prozentpunkt weniger als 2025. Die Nettomarge soll von 14% auf 13% sinken, während die Eigenkapitalrendite bei rund 25% bleiben dürfte. Nam Viet wird damit weniger abhängig vom Pangasius, doch der Ertrag aus dem Mengenwachstum hängt zunehmend von Tilapiapreisen und Logistikkosten ab.

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