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Myanmar liefert rund eine Million Tonnen Mais zollfrei nach Thailand

Nach Angaben des Verbands der myanmarischen Maisunternehmer hat Myanmar im zollfreien Fenster von Februar bis August rund eine Million Tonnen Mais nach Thailand geliefert, etwas mehr als in der Vorsaison. Die Präferenz ist ausgelaufen, die Exporteure richten sich auf die Philippinen aus, die FOB-Preise halten bei 240 bis 250 $ je Tonne.

Myanmar liefert rund eine Million Tonnen Mais zollfrei nach Thailand

Eine Million Tonnen im zollfreien Fenster

Myanmar hat rund eine Million Tonnen Mais zollfrei nach Thailand geliefert. Das teilte der Verband der myanmarischen Maisunternehmer mit, wie die Democratic Voice of Burma (DVB) berichtet. Thailand lässt myanmarischen Mais jedes Jahr von Februar bis August ohne Einfuhrzoll herein; die Lieferungen der Saison konzentrierten sich auf dieses siebenmonatige Fenster.

Ein Vertreter des Verbands sagte, in diesem Jahr habe das Land etwas mehr Mais nach Thailand verschiffen können als in der vorangegangenen Saison. Vergleichszahlen für frühere Jahre wurden nicht genannt, und der Verband schlüsselte die Gesamtmenge weder nach Route noch nach Monat auf.

Die Ware lief laut DVB über Yangon sowie über die Grenzhandelswege Kawthaung, Ranong und Myawaddy – eine Mischung aus Seeverschiffungen aus der Wirtschaftsmetropole, Küstenverkehr im äußersten Süden und Landübergängen an der thailändischen Grenze. Die Verteilung einer einzigen Kultur auf vier Zugänge ist für Exporteure entscheidend, denn Schiffsgrößen, Lkw-Kapazitäten und Abfertigungszeiten unterscheiden sich von Route zu Route.

Preise bleiben nach dem Fensterschluss hoch

Die zollfreie Phase ist beendet, die Preise sind dennoch nicht zurückgekommen. „Die Maispreise bewegen sich derzeit weiter am oberen Rand, obwohl die zollfreie Phase vorbei ist“, sagte der Verbandsvertreter gegenüber DVB. Wichtigste Stütze ist die Inlandsnachfrage: Die Einkäufe der Futtermühlen in Myanmar sind gestiegen, der Binnenmarkt bleibt fest.

  • Notierung an der Bayintnaung-Börse: 1.480 bis 1.760 Kyat je Viss
  • Exportpreis: 240 bis 250 $ je Tonne FOB, stabil
  • Zollfreier Zugang: jährlich von Februar bis August
  • Genutzte Routen: Yangon, Kawthaung, Ranong, Myawaddy

An der Warenbörse Bayintnaung in Yangon wurde Körnermais mit etwa 1.480 bis 1.760 Kyat je Viss notiert; der Viss ist die traditionelle myanmarische Gewichtseinheit und entspricht rund 1,63 Kilogramm. Die FOB-Exportpreise liegen unverändert bei 240 bis 250 $ je Tonne. Die Spanne zwischen unterer und oberer Inlandsnotierung beträgt knapp 19 Prozent – eine Bandbreite, die üblicherweise Qualitäts- und Feuchteunterschiede zwischen den Partien abbildet.

Die Philippinen werden zum wichtigsten Absatzweg

Thailand und die Philippinen sind die beiden Hauptziele für myanmarischen Mais. Nach dem Ende der thailändischen Präferenz wollen die Exporteure die Philippinen weiter beliefern und arbeiten an zusätzlichen Märkten, so der Verband.

Das verändert die Logistik. Das Philippinen-Geschäft läuft ausschließlich über See und bietet keine Alternative im Grenzhandel; die Mengen bündeln sich also an den Hafenverladungen statt an Lkw-Übergängen, und die Ware muss ohne Zollvorteil über Fracht und Preis konkurrieren.

Was das für die Futterversorgung der Region bedeutet

Für Käufer ist die Saisonalität des myanmarischen Maishandels die entscheidende Größe. Die Zollbefreiung von Februar bis August setzt faktisch den Exportkalender: Sie fällt mit der Verfügbarkeit der Ernte zusammen und verschafft thailändischen Futtermühlen ein halbes Jahr lang einen günstigen Ursprung. Läuft sie aus, verlieren die thailändischen Käufer den Preisvorteil, und myanmarische Ware muss sich auf anderen Märkten aus eigener Kraft behaupten.

Das Preissignal spricht gegen ein üppiges Angebot. Dass Mais nach dem Wegfall des Präferenzzugangs bei 240 bis 250 $ FOB bleibt und die heimischen Mühlen gleichzeitig mehr kaufen, deutet auf einen Markt hin, in dem Inlands- und Exportnachfrage auf dieselbe Ernte zugreifen. Importeure in der Region sollten kurzfristig nicht mit Abschlägen auf myanmarischen Ursprung rechnen; für Erzeuger und Händler in Myanmar stützt das die Preisniveaus auch nach dem Fensterschluss.

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