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Moldau erwartet 2026 bis zu 15 % mehr Weintrauben

Moldaus Weintraubenernte dürfte 2026 gegenüber dem Vorjahr um 10–15 % steigen, bei einem Durchschnittsertrag von 8–9 Tonnen je Hektar. Der Richtpreis liegt bei 6,8–8,2 Lei je Kilogramm, während die Rebfläche weiter sinkt.

Moldau erwartet 2026 bis zu 15 % mehr Weintrauben

Moldau rechnet mit einer größeren Weintraubenernte

Die Weintraubenernte in Moldau dürfte 2026 gegenüber dem Vorjahr um 10–15 % steigen. Damit erhalten die Weinkellereien mehr Rohstoff, obwohl die Rebfläche weiter schrumpft. Laut Logos Press wurde die Prognose im Branchenrat für Trauben, Wein und Weinerzeugnisse beim Ministerium für Landwirtschaft und Lebensmittelindustrie erörtert.

Der durchschnittliche Ertrag wird auf 8–9 Tonnen je Hektar geschätzt. Je nach Sorte, Region, Anbautechnik und örtlichen Bedingungen sind 7 bis 13 Tonnen je Hektar möglich. Radio Moldova nennt einen Anstieg von 15 %, während Logos Press eine Spanne von 10–15 % meldet.

Der endgültige Preis bleibt Verhandlungssache

Der Branchenrat nahm für die Ernte 2026 einen Richtpreis von 6,8–8,2 moldauischen Lei je Kilogramm Weintrauben zur Kenntnis. Die Spanne ist nicht verbindlich. Erzeuger und Kellereien handeln die tatsächlichen Preise direkt aus, abhängig von Marktlage, Sorte, Qualität, Verwendungszweck und den Bedingungen des jeweiligen Geschäfts.

Für Trauben zur Herstellung hochwertiger Weine und für einheimische Sorten wird ein Aufschlag von 15–30 % auf den Basispreis empfohlen. Trauben für die Destillation können dagegen 25–30 % weniger kosten. Diese Staffelung belohnt gefragte Sorten und höhere Qualität, setzt minderwertigeren Rohstoff aber einem erheblichen Abschlag aus.

Eine größere Ernte ermöglicht höhere Verarbeitungsmengen. Übersteigt das Angebot jedoch den kurzfristigen Bedarf der Kellereien, stärkt dies die Verhandlungsposition der Käufer. Die Erlöse der Winzer hängen deshalb nicht nur von der Menge ab, sondern auch von Qualität, Nachfrage und dem Anteil prämienfähiger Trauben.

Die Rebfläche geht weiter zurück

Die bessere Saisonprognose trifft auf eine schrumpfende Anbaubasis. Nach Angaben von Logos Press sank Moldaus gesamte Rebfläche von 117.500 Hektar im Jahr 2021 auf 107.200 Hektar im Jahr 2025. Die Fläche der ertragsfähigen Weinberge verringerte sich im selben Zeitraum von 104.400 auf 93.600 Hektar.

Weinsorten bedecken derzeit 90.500 Hektar, davon sind rund 80.000 Hektar ertragsfähig. Die größere Ernte 2026 beruht somit auf höheren Hektarerträgen und nicht auf neuen Pflanzungen. Verarbeiter erhalten in dieser Saison mehr Rohstoff, ohne dass der langfristige Rückgang der heimischen Rebkapazität beendet wäre.

Produktionskosten bestimmen die Margen

Die jährlichen Kosten für die Pflege eines Hektars Weinberg werden 2026 einschließlich der Abschreibung auf 52.000–80.000 Lei geschätzt. Sie variieren nach Lage und Alter der Anlagen, Sorten, Technik und Ertrag. Bei durchschnittlich 8–9 Tonnen je Hektar bleibt das Verhältnis von Produktionskosten, erzieltem Preis und Qualitätsaufschlag entscheidend für die Marge der Winzer.

Behördenvertreter erinnerten außerdem daran, dass Weinberge im moldauischen Weinbau- und Weinregister eingetragen sein müssen. Die größere Ernte kann den Kellereien höhere Verarbeitungsmengen und einen besseren Zugang zu ausgewählten Sorten ermöglichen. Sie garantiert jedoch keine höheren Weinexporte: Die Berichte enthalten keine Exportprognose, und die Nachfrage entscheidet, welcher Teil der zusätzlichen Ernte als fertiger Wein verkauft wird.

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