Mexiko stellt 4,566 Milliarden Pesos für 26.800 Maiserzeuger in Sinaloa bereit
Mexikos Bundesregierung zahlt in einer ersten Förderrunde 4,566 Milliarden Pesos an 26.800 Maiserzeuger in Sinaloa. Die Betriebe bewirtschaften 348.045 Hektar und produzieren 3,5 Millionen Tonnen Mais.
Bundeshilfe erfasst 3,5 Millionen Tonnen Mais
Mexikos Bundesregierung hat 4,566 Milliarden Pesos für eine erste Förderrunde zugunsten von 26.800 Maiserzeugern im Bundesstaat Sinaloa bereitgestellt, berichtete La Razón. Nach Angaben von Columba López, Leiterin des Ministeriums für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung, bewirtschaften die Empfänger 348.045 Hektar und produzieren 3,5 Millionen Tonnen Mais.
Die Zahlungen sind Teil eines Bundesprogramms, das die mexikanische Maisproduktion in einer Phase niedriger Marktpreise erhalten und fördern soll. Mehr als 4,5 Milliarden Pesos wurden in die Initiative investiert. Sie soll die Erzeuger stützen und zugleich das hohe Produktionsvolumen des Landes sichern.
Das System bleibt bis zum 15. August für Beschwerden und Klärungsanträge geöffnet. Weitere Erzeuger können ebenfalls ihre Aufnahme beantragen, sodass die endgültige Zahl der Begünstigten über den 26.800 Teilnehmern der ersten Runde liegen könnte.
Weißmais-Abkommen bindet die gesamte Lieferkette ein
Präsidentin Claudia Sheinbaum erklärte, die Förderung beruhe auf dem im Mai geschlossenen Abkommen zur Einrichtung des Systems für die Organisation von Weißmaisproduktion und -vermarktung. Der Mechanismus soll außerdem den Anbau einheimischer Maissorten stärken.
Laut Sheinbaum erzielte die Regierung eine Vereinbarung mit rund 100.000 Erzeugern in Sinaloa und weiteren Bundesstaaten der Bajío-Region, in denen sich die Produktion von gentechnisch nicht verändertem Mais konzentriert. Die Regelung soll faire Erntepreise sichern, nachdem internationale Bedingungen die Maispreise gedrückt hatten, während Mexikos Produktion auf hohem Niveau blieb.
Beteiligt sind Anbieter von Saatgut, Düngemitteln und Agrochemikalien, große Mühlen, Lebensmittelhersteller, Maiserzeuger sowie die Regierungen der Bundesstaaten und des Bundes. Bei besonders niedrigen Marktpreisen leisten die Regierungen finanzielle Unterstützung. Die Käufer beteiligen sich, indem sie über Marktpreis zahlen oder Mais zu einem leicht erhöhten Preis abnehmen.
Gemeinsamer Einkauf soll Kostendruck begrenzen
Das System organisiert außerdem den gemeinschaftlichen Einkauf von Saatgut und Agrochemikalien. Einzelne Betriebe müssen dadurch nicht separat über jeden Produktionsfaktor verhandeln und sollen wettbewerbsfähigere Konditionen erhalten.
Direkte Förderung, Käuferbeteiligung und gebündelter Einkauf entlasten beide Seiten der betrieblichen Marge. Die Einkommenshilfe mildert die Folgen schwacher Maispreise, während gemeinsame Beschaffung den Druck durch Saatgut-, Dünger- und Pflanzenschutzkosten begrenzen kann.
Das Programm betrifft auch die großen inländischen Maiskäufer. Mühlen und Lebensmittelhersteller erhalten einen koordinierten Rahmen für die Beschaffung von gentechnisch nicht verändertem Weißmais, sollen aber die Erzeugerpreise stützen, wenn der Markt unter ein tragfähiges Niveau fällt. Vorrang der Regierung ist nun, die erste Zahlungsrunde abzuschließen und alle bis zum 15. August eingereichten Anträge und Einwände zu bearbeiten.