Mazandaran exportiert 6.375 Tonnen Kiwis und Mandarinen in 294 Sendungen
Die iranische Provinz Mazandaran hat 6.375 Tonnen Kiwis und Mandarinen in 294 Sendungen ins Ausland geliefert, teilte der Leiter der provinzialen Organisation für landwirtschaftlichen Dschihad mit. Russland nahm 2.788 Tonnen Mandarinen ab, Kiwis gingen vor allem nach Indien und Usbekistan.
Die iranische Provinz Mazandaran hat 6.375 Tonnen Kiwis und Mandarinen in 294 Sendungen exportiert. Das sagte der Leiter der provinzialen Organisation für landwirtschaftlichen Dschihad, Asadollah Teymouri-Yansari, am Donnerstagabend in Sari vor Journalisten, wie die Nachrichtenagentur Mehr berichtete. Die Zahlen betreffen die beiden wichtigsten Obstkulturen der Provinz; ein Berichtszeitraum für die Lieferungen wurde nicht genannt.
Den größeren Anteil hatten Mandarinen: 175 Sendungen mit zusammen 3.633 Tonnen, rund 57 Prozent der Gesamtmenge. Auf Kiwis entfielen die übrigen 119 Sendungen und 2.742 Tonnen. Über beide Kulturen hinweg wog eine Sendung im Schnitt etwa 22 Tonnen – eine Größenordnung, die zu Lkw- und Containerladungen passt und nicht zu Schiffspartien, und die auf einen stetigen Strom kleiner Partien an regionale Abnehmer hindeutet.
Kiwis gehen zu annähernd gleichen Teilen nach Indien und Usbekistan
Der Kiwi-Export verteilte sich fast gleichmäßig auf zwei Ziele. Indien erhielt 42 Sendungen mit 942 Tonnen, Usbekistan ebenfalls 42 Sendungen, allerdings mit etwas mehr, nämlich 960 Tonnen. Weitere 35 Sendungen mit 839 Tonnen gingen an andere Auslandsmärkte, die Teymouri-Yansari nicht benannte. Die drei Zielangaben summieren sich auf 2.741 Tonnen und liegen damit eine Tonne unter der von ihm genannten Gesamtmenge für diese Kultur.
Nach dieser Aufschlüsselung nahmen Indien und Usbekistan zusammen 1.902 Tonnen ab, knapp sieben Zehntel der Kiwi-Ausfuhren Mazandarans. Die identische Zahl der Sendungen in beide Märkte spricht für vergleichbare Abnehmerstrukturen und Lieferrhythmen und nicht für einen dominierenden Importeur.
Russland nimmt drei Viertel der Mandarinen ab
Bei Mandarinen ist die Konzentration deutlich höher. Hauptziel war Russland mit 136 Sendungen und 2.788 Tonnen, so Teymouri-Yansari. Das entspricht rund 77 Prozent der Mandarinen-Ausfuhren der Provinz und etwa 44 Prozent der insgesamt 6.375 Tonnen verschifften Früchte. Die restlichen 39 Sendungen mit 845 Tonnen verteilten sich auf andere Auslandsmärkte.
Die Sendungen nach Russland wogen im Schnitt etwa 20,5 Tonnen, nahe am Durchschnitt des gesamten Exportprogramms. Diese Konzentration bindet Mazandarans Mandarinenhandel eng an Nachfrage, Wechselkurse und Grenzlogistik eines einzigen Abnehmermarktes.
Ziele der Provinz: Devisen, Arbeitsplätze, weniger Zwischenhandel
Teymouri-Yansari legte die Ziele des Exportprogramms dar und erklärte, fortgesetzte Lieferungen von Gartenbauerzeugnissen könnten den Produkten Mazandarans eine breitere Präsenz auf regionalen und überregionalen Märkten verschaffen. Genannt wurden:
- Erschließung von Exportmärkten;
- höhere Deviseneinnahmen;
- Unterstützung der Erzeuger;
- Schließung der Kette von der Produktion bis zum Export.
Er verwies zudem auf die breiteren wirtschaftlichen Effekte: Ein lebhafterer Export von Kiwis und Mandarinen schaffe Wertschöpfung bei Agrarprodukten, stärke die Erzeugung, stütze die Beschäftigung auf dem Land, verringere die Rolle von Zwischenhändlern und erhöhe die Einkommen der Betriebe im Sektor.
Mazandaran an der iranischen Kaspiküste ist das wichtigste Kiwi-Anbaugebiet des Landes und ein bedeutender Zitrusproduzent. Gemessen am Welthandel sind die genannten Mengen klein, für die Obstbauern der Provinz aber relevant: Die Wahl zwischen Exportverkauf und Inlandsmarkt entscheidet über den Preis, zu dem die Ernte abfließt. Angaben zu Exportwerten, Stückpreisen oder einem Vergleich mit früheren Zeiträumen machte Teymouri-Yansari nicht.