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MATIF-Futures auf Mais, Weizen und Raps starten mit Kursgewinnen in den August

Die MATIF-Futures auf Mais, Weizen und Raps erholten sich am 3. August deutlich von den Verlusten Ende Juli. Risiken für die Schwarzmeerlogistik, die Witterung in Westeuropa und die robuste internationale Nachfrage rückten wieder in den Mittelpunkt.

MATIF-Futures auf Mais, Weizen und Raps starten mit Kursgewinnen in den August

Käufer kehren nach dem Ausverkauf Ende Juli zurück

Die Futures auf Mais, Weizen und Raps haben sich am Montag, dem 3. August 2026, an der MATIF kräftig erholt und einen Teil der Verluste aus den letzten Julitagen ausgeglichen. Nach Angaben von Agronews führte der Novemberkontrakt auf Mais die Aufwärtsbewegung an. Er gewann 6,25 € und schloss bei 249 € je Tonne. Septemberweizen verteuerte sich um 3 € auf 225,75 € je Tonne, während Novemberraps um 10,50 € auf 523,50 € je Tonne stieg.

Zum Ende des Vormonats hatten Gewinnmitnahmen und technisch bedingte Verkäufe den Markt belastet. Spekulative Fonds passten nach den vorherigen Kursgewinnen ihre Positionen an. Die erste Augustsitzung deutete jedoch auf eine kurze Korrektur hin. Die Marktteilnehmer konzentrierten sich erneut auf das physische Angebot, die Exportbedingungen und logistische Risiken. Unterstützung kam zudem von einem festen Handelsauftakt in Chicago, wo die Futures auf Mais, Weizen, Sojabohnen und Sojaöl zulegten.

Schwarzmeerlogistik und algerische Nachfrage stützen Weizen

Die Unsicherheit rund um die Schwarzmeerhäfen bleibt ein wesentlicher Risikofaktor. Meldungen über eine mögliche Öffnung neuer Exportrouten hatten Ende Juli zunächst zu sinkenden Preisen beigetragen. Agronews zufolge erschweren die anhaltenden Spannungen im Umfeld der Häfen jedoch weiterhin die Lieferungen und sorgen für Unsicherheit in der Exportlogistik.

Hinzu kommt die begrenzte Lagerkapazität in der Ukraine. Die bevorstehende Maisernte wird den Bedarf an Siloraum erhöhen und eine schnellere Räumung bestehender Bestände erforderlich machen. Jede Exportstörung könnte deshalb den Druck auf die Lagerinfrastruktur und den gesamten Getreidemarkt verstärken.

Auch von der Nachfrageseite kam ein positives Signal. Die algerische Agentur OAIC schrieb den Kauf von Weichweizen aus. Algerien gehört zu den größten Weizenimporteuren der Welt, weshalb seine Rückkehr an den Markt von den Exporteuren genau beobachtet wird. Agronews berichtet, dass Russland, zuletzt einer der wichtigsten Lieferanten Algeriens, zunehmend Schwierigkeiten habe, termingerechte Lieferungen zu garantieren. Daraus könnten sich zusätzliche Chancen für Exporteure aus der Europäischen Union ergeben. Eine stärkere Kaufaktivität Nordafrikas könnte die MATIF-Weizennotierungen in den kommenden Wochen zusätzlich stützen.

Raps trotzt schwächerem Öl, Mais reagiert auf Wetterrisiken

Raps gehörte zu den auffälligsten Gewinnern der Sitzung. Der Novemberkontrakt stieg um mehr als 2%, obwohl Rohöl rund 5% verlor. Normalerweise belastet ein niedrigerer Ölpreis die Rohstoffe für Biokraftstoffe und den Ölsaatenmarkt. Europäischer Raps zeigte sich diesmal jedoch widerstandsfähig. Mit 523,50 € je Tonne machte der Kontrakt fast alle Verluste vom Ende der Vorwoche wett. Im Fokus standen erneut die knappe europäische Rapsbilanz und die begrenzte Verfügbarkeit des Rohstoffs.

Mais verbuchte mit 2,57% den größten prozentualen Anstieg an der MATIF. Auslöser waren die schlechteren Ernteaussichten in Westeuropa. In Frankreich beeinträchtigen Trockenheit und hohe Temperaturen die Bestände. Mais reagiert in entscheidenden Entwicklungsphasen besonders empfindlich auf Wassermangel. Daher könnten die kommenden Wochen für die Erträge ausschlaggebend sein. Der Terminmarkt beginnt bereits, das Risiko einer kleineren Ernte einzupreisen.

US-Exporte verstärken die Nachfragesignale

Zusätzliche Unterstützung lieferten Daten aus den USA. Bestätigte private Sojabohnenkäufe umfassten 488.000 Tonnen für China und mehr als 136.000 Tonnen für einen nicht genannten Käufer. Die wöchentlichen US-Exportinspektionen für Mais erreichten rund 1,9 Millionen Tonnen. Dies zeigt, dass die internationale Nachfrage trotz hoher Preise aktiv bleibt.

Nach dem Handelsschluss am Montag veröffentlichte das US-Landwirtschaftsministerium seinen Crop-Progress-Bericht. Der Anteil der US-Maisbestände mit guter oder ausgezeichneter Bewertung sank von 63% auf 61%. Die Bewertung der Sojabohnen blieb unverändert bei 63%. Bei Sommerweizen verbesserte sie sich um 2 Prozentpunkte auf 55%, während die Ernte bereits zu 86% abgeschlossen war.

In der ersten Augustsitzung rückten die Angebotsfundamentaldaten wieder in den Mittelpunkt, ein dauerhafter Aufwärtstrend ist damit aber noch nicht bestätigt. Wetterprognosen, Exportdaten, geopolitische Entwicklungen und die Positionierung der Fonds bleiben mögliche Ursachen hoher Volatilität. Vor allem bei Mais und Raps könnten die knapperen Bilanzen den Spielraum für deutlichere Preisrückgänge dennoch begrenzen.

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