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Marokko investiert 75 Millionen $ in zusätzliche Getreidebewässerung

Marokko hat ein Bewässerungsprojekt über 700 Millionen Dirham beziehungsweise 75 Millionen $ für 5.000 Hektar in der Provinz Larache gestartet. Es gehört zu einem nationalen Programm, das bis 2030 fast 1 Million Hektar Getreide und Hülsenfrüchte erreichen soll.

Marokko investiert 75 Millionen $ in zusätzliche Getreidebewässerung

Projekt erfasst 5.000 Hektar in der Provinz Larache

Marokko hat ein Projekt über 700 Millionen marokkanische Dirham, umgerechnet rund 75 Millionen $, zur Ausweitung der ergänzenden Bewässerung von Getreide im Gebiet Dar Khrofa in der Provinz Larache gestartet. Nach Angaben von Milling Middle East & Africa brachte das Landwirtschaftsministerium das wasserwirtschaftliche Agrarprojekt am 18. Juli auf den Weg. Es umfasst 5.000 Hektar in acht Gemeinden und soll mehr als 7.000 Landwirten zugutekommen.

Die Mittel fließen in Anlagen zur Wasserspeicherung und -verteilung sowie in Bewässerungstechnik für landwirtschaftliche Betriebe, berichtete Financial Afrik. Bei der ergänzenden Bewässerung erhalten die Pflanzen begrenzte Wassermengen, wenn der Niederschlag in entscheidenden Entwicklungsphasen wie Auflaufen, Blüte und Kornfüllung nicht ausreicht. Das Verfahren soll die Erträge stabilisieren und den Regen nicht als wichtigste Wasserquelle ersetzen.

Nationales Programm zielt auf fast 1 Million Hektar

Das Vorhaben in Dar Khrofa ist Teil des 2025 gestarteten nationalen Programms für ergänzende Bewässerung. Bis 2030 will die Regierung das Verfahren auf fast 1 Million Hektar Getreide und Hülsenfrüchte ausweiten. Getreide belegt laut Agence Ecofin rund 70 % der landwirtschaftlich genutzten Anbaufläche Marokkos. Damit ist das Programm für Landwirte, Verarbeiter und Getreidekäufer von breiter Bedeutung.

Marokkos Getreideanbau hängt weiterhin überwiegend vom Regen ab und ist wiederkehrenden Dürren stark ausgesetzt. Agence Ecofin zufolge sank die Getreideproduktion 2022 auf 3,3 Millionen Tonnen, 68 % weniger als die 10,5 Millionen Tonnen des Vorjahres. In der Saison 2022/2023 erholte sich die Ernte dank besserer Witterung auf 5,5 Millionen Tonnen. Diese starken Schwankungen zeigen, welches Produktionsrisiko die ergänzende Bewässerung begrenzen soll.

Stabilere Ernten könnten den Importbedarf beeinflussen

Weizen, Gerste und Mais sind für die marokkanische Lebensmittelversorgung zentral. Zugleich verursacht Getreide laut Agence Ecofin die höchsten Ausgaben innerhalb der Lebensmittelimporte des Landes. Verlässlichere Ernten könnten Mühlen, Futtermittelherstellern und Getreidehändlern mehr Planungssicherheit über das heimische Angebot geben. Einfuhrbedarf bliebe bestehen, doch eine berechenbarere lokale Produktion könnte wetterbedingte Versorgungslücken verkleinern.

Gemessen an der gesamten Getreidefläche bleibt das einzelne Projekt klein. Agence Ecofin bezifferte den Getreideanbau zuvor auf annähernd 4 Millionen Hektar, während Dar Khrofa 5.000 Hektar umfasst. Bedeutung erhält das Vorhaben durch seine Einbindung in das größere Programm bis 2030 und die gebündelte Infrastruktur in acht Gemeinden, in denen mehr als 7.000 Landwirte Zugang zu zusätzlichem Wasser erhalten sollen.

Die wirtschaftliche Wirkung hängt von der Umsetzung ab. Speicherkapazität, Zuverlässigkeit der Wasserverteilung und Zugang zur Bewässerungstechnik entscheiden darüber, ob das Wasser genau in den wichtigsten Wachstumsphasen verfügbar ist. Für Verarbeiter und Händler wird maßgeblich sein, ob das Programm die jährlichen Mengenschwankungen verringert und die Beschaffung im Inland besser planbar macht.

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