Malaysische Palmöl-Futures steigen mit Rohöl und Chicagoer Sojaöl
Malaysische Palmöl-Futures schlossen am Montag höher, gestützt von festem Rohöl und steigenden Sojaölpreisen in Chicago. Der September-Kontrakt gewann 22 Ringgit oder 0,49% auf 4.535 Ringgit (1.113,98 $) je Tonne.
September-Kontrakt schließt 0,49% höher
Die malaysischen Palmöl-Futures legten am Montag zu. Steigendes Sojaöl in Chicago und eine Rally am Rohölmarkt verbesserten die Preissignale im gesamten Pflanzenölkomplex. Reuters zufolge schloss der maßgebliche September-Kontrakt an der Bursa Malaysia Derivatives Exchange 22 Ringgit oder 0,49% höher bei 4.535 Ringgit (1.113,98 $) je Tonne.
Zur Mittagspause hatte der Kontrakt noch 28 Ringgit oder 0,62% auf 4.541 Ringgit (1.113,54 $) je Tonne gewonnen, wie Reuters in einem früheren, von Business Recorder veröffentlichten Marktbericht meldete. Der geringere Schlussanstieg zeigt, dass der anfängliche Schwung im Sitzungsverlauf nachließ, der Kontrakt aber im Plus blieb.
Ein von Reuters zitierter Händler aus Kuala Lumpur verwies auf die Unterstützung durch festes Rohöl und Chicagoer Sojaöl. Beide Märkte wirken über unterschiedliche Kanäle: Sojaöl konkurriert in der Lebensmittel- und Industrienachfrage direkt mit Palmöl, während der Rohölpreis die Wirtschaftlichkeit von Pflanzenöl als Biodiesel-Rohstoff beeinflusst.
Chicago gleicht Schwäche in Dalian aus
Die Sojaöl-Futures am Chicago Board of Trade stiegen zum Handelsschluss um 1,42% und lieferten damit das deutlichste positive Signal unter den konkurrierenden Speiseölen. Da Palmöl und Sojaöl um Anteile am weltweiten Pflanzenölverbrauch konkurrieren, beeinflusst ihre Preisrelation die Substitutionsentscheidungen von Verarbeitern und Käufern.
Aus China kam ein schwächeres Signal. Reuters zufolge verlor der meistgehandelte Sojaöl-Kontrakt in Dalian 0,02%, während der Palmöl-Kontrakt um 0,76% sank. Malaysische Futures reagierten damit stärker auf Chicago und den Energiemarkt als auf die Verluste in Dalian.
Für Teilnehmer am physischen Markt kann diese Divergenz kurzfristige Einkaufs- und Absicherungsentscheidungen verändern. Teureres Sojaöl stützt Palmöl, weil dessen wichtigster Konkurrent relativ kostspieliger wird. Schwächere chinesische Kontrakte können dagegen die Kaufbereitschaft dämpfen und den Anstieg begrenzen. Der Montagsschluss zeigt, dass sich die positiven Signale durchsetzten, allerdings nicht während der gesamten Sitzung mit gleicher Stärke.
Rohölrally stärkt das Biodiesel-Signal
Die Ölpreise sprangen am Montag um mehr als 2%, nachdem neue Militärschläge zwischen den Vereinigten Staaten und Iran erneut Sorgen über Energielieferungen durch die Straße von Hormus ausgelöst hatten, berichtete Reuters. Wegen der Bedeutung dieser Wasserstraße für den Energiehandel schlugen die Spannungen rasch in einer höheren Risikoprämie am Ölmarkt durch.
Höhere Rohöl-Futures machen Palmöl im Allgemeinen als Biodiesel-Rohstoff attraktiver. Damit verbindet sich der Energiemarkt direkt mit dem Pflanzenölkomplex: Wird Erdöl teurer, können die Erwartungen an die Nachfrage nach pflanzlichen Kraftstoffrohstoffen steigen und zusätzliche Unterstützung neben dem Nahrungsmittelverbrauch liefern.
Der Wechselkurs war ein weiterer, wenn auch begrenzter Faktor. Der Ringgit, die Handelswährung für malaysisches Palmöl, verlor 0,02% gegenüber dem Dollar. Reuters zufolge wurde die Ware dadurch für Käufer mit anderen Währungen geringfügig günstiger. Für Erzeuger, Raffinerien, Händler und Importeure hängt das nächste Preissignal davon ab, ob Rohöl und Chicagoer Sojaöl fest bleiben und ob sich Dalian weiter in die Gegenrichtung bewegt.