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Malaysische Palmöl-Futures steigen mit Dalian-Sojaöl und steuern auf Wochenplus zu

Festere Sojaölpreise in Dalian und Chicago stützten die malaysischen Palmöl-Futures. Der August-Kontrakt stieg um 0,58 % auf 3.842 Ringgit je Tonne und lag in der Woche 1,13 % im Plus, während schwächeres Rohöl und ein festerer Ringgit den Anstieg begrenzten.

Malaysische Palmöl-Futures steigen mit Dalian-Sojaöl und steuern auf Wochenplus zu

Palmöl legt im frühen Handel zu

Die malaysischen Palmöl-Futures eröffneten am 23. Mai fester und steuerten dank höherer Sojaölpreise in China und den USA auf ein Wochenplus zu. Reuters zufolge stieg der richtungsweisende August-Kontrakt an der Bursa Malaysia Derivatives im frühen Handel um 22 Ringgit beziehungsweise 0,58 % auf 3.842 Ringgit (903,57 $) je Tonne.

Im Wochenverlauf gewann der Kontrakt 1,13 %. Das moderate Plus zeigte Unterstützung im gesamten Pflanzenölkomplex, aber noch keinen eigenständigen Ausbruch des Palmölmarktes. Von konkurrierenden Speiseölen kamen positive Signale, während Wechselkurs und Energiepreise in die entgegengesetzte Richtung wirkten.

Dalian und Chicago stützen den Markt

Der meistgehandelte Sojaölkontrakt in Dalian legte um 0,13 % zu, die Sojaöl-Futures an der Chicago Board of Trade stiegen laut Reuters um 1 %. Palmöl profitiert von solchen Bewegungen, weil die Öle auf dem globalen Pflanzenölmarkt um Nachfrage konkurrieren. Ihre relativen Preise beeinflussen die Einkaufsentscheidungen von Verarbeitern und Importeuren.

Das Signal aus China war allerdings nicht durchgehend positiv. Der meistgehandelte Dalian-Kontrakt auf Palmolein verlor 0,3 %. Die Stärke konzentrierte sich damit auf Sojaöl und erfasste nicht den gesamten chinesischen Pflanzenölmarkt. Diese Divergenz begrenzte die Überzeugungskraft des malaysischen Anstiegs.

Rohöl und Ringgit bremsen

Die Rohölpreise gaben wegen eines stärkeren US-Dollars und der Aussicht auf eine weitere Förderausweitung durch OPEC+ nach. Niedrigere Rohölpreise verringern die Attraktivität von Palmöl als Biodieselrohstoff. Damit wird ein Nachfragekanal schwächer, der Pflanzenöl- und Energiemärkte miteinander verbindet.

Der malaysische Ringgit wertete gegenüber dem Dollar um 0,42 % auf. Da die Palmölkontrakte in Ringgit notieren, verteuert eine stärkere Landeswährung die Ware für Käufer mit anderen Währungen. Die Wechselkursentwicklung neutralisierte somit einen Teil der Unterstützung aus Dalian und Chicago.

Widerstände bestimmen den nächsten Schritt

Reuters-Technikanalyst Wang Tao sah einen möglichen Test des Widerstands bei 3.883 Ringgit je Tonne. Ein Ausbruch darüber könnte den Weg in Richtung 3.927 Ringgit öffnen. Vom frühen Kursniveau von 3.842 Ringgit aus lag die erste Marke in Reichweite kurzfristiger Händler; das Wochenplus von 1,13 % sprach dennoch eher für eine kontrollierte Erholung als für eine breite Rally.

Produzenten und Exporteure erhielten begrenzte Preisunterstützung. Für Importeure blieb das Bild gemischt: Teurere Konkurrenzöle stützten Palmöl, schwächeres Rohöl verringerte die Biodieselanreize und der stärkere Ringgit erhöhte die Fremdwährungskosten malaysischer Lieferungen. Die weitere Richtung hing davon ab, ob die Stärke des internationalen Sojaölmarktes diese beiden Belastungen überwinden konnte.

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