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Malaysische Palmöl-Futures fallen wegen schwacher Exportnachfrage

Malaysische Palmöl-Futures fielen am Montag um mehr als 1 %, da die Exportnachfrage nachließ und die Produktion im April steigen dürfte. Der Referenzkontrakt FCPO für Juli schloss 62 Ringgit tiefer bei 4.535 Ringgit je Tonne, die Exporte gingen um 15,7-17 % zurück.

Malaysische Palmöl-Futures fallen wegen schwacher Exportnachfrage

Referenzkontrakt schließt 1,35 % tiefer

Malaysische Palmöl-Futures fielen am Montag um mehr als 1 %, belastet von der schwachen Nachfrage in wichtigen Abnehmermärkten bei zugleich steigender Produktion, wie UkrAgroConsult berichtet. Der Referenzkontrakt FCPO1 mit Lieferung im Juli an der Bursa Malaysia Derivatives Exchange verlor 62 Ringgit oder 1,35 % und schloss bei 4.535 Ringgit (1.148,10 US-Dollar) je Tonne. In der Vorsitzung hatte der Kontrakt 0,39 % zugelegt.

Ausgelöst wurde der Rückgang durch schwächere Exportzahlen sowie die Erwartung einer höheren Produktion im April, so Anilkumar Bagani, Leiter der Rohstoffforschung beim in Mumbai ansässigen Broker Sunvin Group. „Die Käufe in den Zielländern waren sehr schwach, mit Ausnahme einiger Zukäufe aus China in der vergangenen Woche, doch das konnte die Palmölpreise langfristig nicht stützen“, sagte er.

Exporte gehen um bis zu 17 % zurück

Der Ladungsprüfer AmSpec Agri Malaysia meldete, dass Malaysias Palmölexporte zwischen dem 1. und 25. April um 17 % gegenüber dem Vormonat fielen. Andere von UkrAgroConsult zitierte Ladungsexperten beziffern den Rückgang für denselben Zeitraum auf 15,7-16,8 %. Der Rückgang der Verschiffungen unterstreicht, wie dünn die Nachfrage über die meisten Ziele hinweg war, abgesehen von vereinzelten Käufen aus China.

Palmöl folgt den konkurrierenden Pflanzenölen, da es um Anteile am globalen Speiseölmarkt kämpft. Der aktive Sojaöl-Kontrakt in Dalian fiel um 0,45 %, während der Dalian-Palmölkontrakt CPO1 um 0,05 % nachgab. Sojaöl an der Chicago Board of Trade legte um 0,04 % zu.

Energie und Währung ziehen in unterschiedliche Richtungen

Nicht alle Signale weisen nach unten. Die Rohölpreise sprangen um fast 3 %, da die Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran ins Stocken gerieten und die Verschiffungen durch die Straße von Hormus begrenzt blieben, was das globale Angebot verknappte. Teureres Rohöl macht Palmöl als Biodiesel-Rohstoff attraktiver. Tongguan Jinyuan Futures wies in einer Analyse darauf hin, dass die Unsicherheit rund um die Straße von Hormus die Energie- und Biokraftstoffpreise stützt.

Die Nachfrage nach Biokraftstoffen bietet einen weiteren Boden. Indonesien treibt seine B50-Biodieselpolitik voran, ein Schritt, der den Palmölverbrauch stützen könnte. Zugleich legte der Ringgit gegenüber dem Dollar um 0,3 % zu, was die Ware für Käufer mit Fremdwährung verteuert und die Exportnachfrage zusätzlich bremst.

Was das für den Markt bedeutet

  • Die schwache physische Nachfrage aus den meisten Zielen deckelt die Preise trotz fester Energiemärkte.
  • China bleibt der wichtigste aktive Käufer, doch seine Zukäufe reichten nicht, um den Markt dauerhaft anzuheben.
  • Steigende Aprilproduktion und ein stärkerer Ringgit wirken gegen die Exporteure, während die Rohölstärke und Indonesiens B50-Politik teilweise Halt geben.

Für Importeure eröffnet der Rückgang auf 4.535 Ringgit je Tonne einen günstigeren Einstieg, auch wenn der festere Ringgit einen Teil des Vorteils für Fremdwährungskäufer aufzehrt. Für Exporteure hält die Kombination aus schwacher Nachfrage und steigender Produktion den Preisdruck gegenüber Sojaöl aufrecht.

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