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Malaysische Lager stabilisieren Palmöl, Italien stellt Reisanbau um

Die Palmölpreise blieben im Juli 2026 stabil, weil höhere Produktion und Lagerbestände in Malaysia das knappere Angebot Indonesiens und das El-Niño-Risiko ausglichen. Italiens Reisfläche soll 2026/27 leicht auf 233.500 Hektar sinken, während die Betriebe deutlich von Langkorn- zu Rundkornreis wechseln.

Malaysische Lager stabilisieren Palmöl, Italien stellt Reisanbau um

Malaysisches Angebot stützt die Palmölpreise

Die Palmölnotierungen blieben im Juli 2026 sowohl an der Bursa Malaysia als auch in Rotterdam stabil, wie aus einer von Italia a Tavola veröffentlichten Analyse von Areté hervorgeht. Ausschlaggebend war die höhere Verfügbarkeit in Malaysia. Das Land produzierte im Juni 1,64 Millionen Tonnen, 8 % mehr als im Vormonat. Die malaysischen Palmölbestände stiegen auf 2,54 Millionen Tonnen und lagen damit 25 % über dem Niveau vom Juni 2025.

In Indonesien, dem weltweit größten Produzenten, war die Lage angespannter. Die Bestände lagen im Mai 22 % unter dem Durchschnitt der vorangegangenen drei Jahre. Gleichzeitig sanken die Exporte im Jahresvergleich um 32 %, während der Inlandsverbrauch um 2 % zunahm. Die beiden führenden südostasiatischen Anbieter befinden sich damit in unterschiedlichen Positionen: Malaysia verfügt über einen größeren kurzfristigen Puffer, Indonesien dagegen über weniger Vorräte, um Schwankungen der Binnen- oder Auslandsnachfrage abzufedern.

Nachfrage schwächer, Klimarisiko bleibt

China verringerte seine Palmölkäufe im Juni deutlich. Die Importe lagen 46 % unter dem Wert des gleichen Monats 2025. Über das gesamte erste Halbjahr betrachtet blieb die Entwicklung jedoch positiv: Die Einfuhren waren 16 % höher. Auch in der Europäischen Union schwächte sich die Nachfrage ab. Bis Juli lagen die kumulierten Käufe 20 % unter dem Durchschnitt der vorangegangenen drei Vermarktungsjahre und 1 % unter dem Vorjahreswert.

Für Produzenten, Verarbeiter und Händler ist El Niño das größte Risiko für die aktuelle Preisstabilität. Die von Italia a Tavola zitierten jüngsten Prognosen beziffern die Wahrscheinlichkeit, dass das Phänomen bis zum Beginn des Frühjahrs 2027 anhält, auf 97 %. Mit einer Wahrscheinlichkeit von 81 % soll es zwischen Oktober und Dezember eine sehr hohe Intensität erreichen. Mögliche Ertragseinbußen auf den Plantagen Indonesiens und Malaysias könnten den Angebotspuffer verringern, der die Notierungen derzeit stabil hält.

Italiens Landwirte verändern den Sortenmix

Italien geht mit einer leicht kleineren Gesamtfläche in die Reissaison 2026/27. Eine Erhebung von Ente Risi mit 2.937 Antworten, die 79 % der im Jahr 2025 bewirtschafteten Fläche abdecken, prognostiziert 233.500 Hektar. Das sind 0,5 % weniger als 2025 und 0,2 % weniger als bei der Erhebung der Organisation im Februar. Areté erwartet für 2026 einen stärkeren Rückgang um 1,6 %.

Hinter der geringen Veränderung der Gesamtfläche verbirgt sich eine deutliche Verschiebung zwischen den Reisgruppen. Für Langkorn A und Mittelkorn werden 116.100 Hektar erwartet, 11,8 % weniger als 2025 und 2,1 % weniger als in der Februar-Erhebung. Zu dieser Gruppe gehören Arborio, Carnaroli, Baldo und Roma. Diese Sorten werden häufig für Risotto verwendet, weil sie Würze aufnehmen und dabei bissfest bleiben.

Langkorn B soll auf 39.850 Hektar angebaut werden. Das entspricht einem Rückgang um 13,9 % gegenüber dem Vorjahr, liegt aber 4,6 % über der Februar-Schätzung. Die schlanken, langen Körner werden häufig mit Parboiled-Reis und Gerichten verbunden, bei denen die Körner getrennt bleiben sollen, darunter Beilagen und ethnische Küche. Rundkornreis entwickelt sich in die Gegenrichtung: Seine Fläche soll 77.550 Hektar erreichen, 36,5 % mehr als 2025 und 0,3 % mehr als bei der vorherigen Erhebung. Die Zahlen zeigen weniger einen allgemeinen Rückzug aus dem Reisanbau als eine Verlagerung in Segmente, die italienische Betriebe für wettbewerbsfähiger halten.

Vollständige Marktanalyse

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