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Malaysia kauft mehr vietnamesischen Maniok, doch China bleibt dominanter Absatzmarkt

Vietnam exportierte in den ersten acht Monaten 2026 insgesamt 2,27 Millionen Tonnen Maniok und Maniokerzeugnisse im Wert von 840 Millionen $. Malaysia und Südkorea erhöhten ihre Käufe kräftig, doch auf China entfielen weiterhin 93,1 % des Exportvolumens.

Malaysia kauft mehr vietnamesischen Maniok, doch China bleibt dominanter Absatzmarkt

Exporterlöse halten sich besser als die Absatzmenge

Vietnam exportierte in den ersten acht Monaten 2026 insgesamt 2,27 Millionen Tonnen Maniok und Maniokerzeugnisse im Wert von 840 Millionen $. Das geht aus Daten der vietnamesischen Zollbehörde hervor, die von Soha zitiert wurden. Die Zahlen bestätigen Vietnams Stellung als weltweit zweitgrößter Exporteur dieser Warengruppe und zeigen die zunehmende industrielle Bedeutung einer Kulturpflanze, die früher vor allem als ergänzendes Nahrungsmittel galt.

Im August gewann das Geschäft an Tempo. Die Ausfuhren erreichten knapp 166.000 Tonnen im Wert von 84,3 Millionen $ und stiegen gegenüber Juli mengenmäßig um 28,6 % sowie wertmäßig um 46,9 %. Der stärkere Erlöszuwachs deutet auf einen höheren Ausfuhrwert je Einheit hin. Die Statistik umfasst allerdings sowohl unverarbeiteten Maniok als auch verschiedene Verarbeitungsprodukte.

China behält seinen überragenden Marktanteil

China blieb mit Abstand der wichtigste Abnehmer. In den acht Monaten lieferte Vietnam rund 2,11 Millionen Tonnen im Wert von 764,6 Millionen $ in den chinesischen Markt. Damit entfielen 93,1 % des gesamten vietnamesischen Exportvolumens von Maniok und Maniokerzeugnissen auf China, während der Anteil der meisten anderen Märkte jeweils unter 2 % lag.

Gegenüber dem entsprechenden Zeitraum 2025 sank die Liefermenge nach China um 20,8 %, der Exportwert jedoch nur um 4,2 %. Der durchschnittliche Ausfuhrpreis erhöhte sich um 20,9 % auf rund 362 $ je Tonne. Die höheren Preise dämpften damit die Auswirkungen des Mengenrückgangs auf die Einnahmen. Die starke Konzentration macht vietnamesische Anbieter jedoch anfällig für Änderungen bei Nachfrage, Einfuhrpolitik und Preisen in China.

Malaysia und Südkorea weiten ihre Käufe aus

Malaysia entwickelte sich zu einem der am schnellsten wachsenden alternativen Märkte. Vietnam lieferte dorthin in den ersten acht Monaten 28.400 Tonnen im Wert von 13,8 Millionen $. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entsprach dies einem Mengenanstieg von 50 % und einem Wertzuwachs von 89,3 %. Dass der Exportwert deutlich schneller stieg, lässt auf einen günstigeren Produkt- oder Preismix schließen.

Südkorea kaufte rund 26.000 Tonnen im Wert von 8,8 Millionen $. Im Vergleich zum entsprechenden Zeitraum 2025 nahm die Menge um 48,1 % und der Wert um 86,5 % zu. Soha wies jedoch darauf hin, dass der Aufwärtstrend noch nicht stabil sei: Ein großer Teil des Wachstums entfiel auf Juli, bevor die Liefermenge im August deutlich zurückging.

Malaysia und Südkorea belegen, dass auch außerhalb Chinas Nachfrage besteht. Ihre gemeinsamen Käufe bleiben im Vergleich zu den 2,11 Millionen Tonnen für den chinesischen Markt jedoch gering. Die Diversifizierung befindet sich damit noch in einem frühen Stadium und kann einen größeren Rückgang beim wichtigsten Abnehmer bislang nicht ausgleichen.

Verarbeitung eröffnet Chancen für höhere Wertschöpfung

Maniok dient heute als Rohstoff für Stärke, Tierfutter, Biokraftstoff und weitere Verarbeitungsprodukte. In Vietnam wird die Pflanze in mehr als 40 Provinzen und fünf großen Anbauregionen kultiviert. Die Fläche liegt zwischen 520.000 und 550.000 Hektar, der Ertrag bei 19-20 Tonnen je Hektar und die jährliche Produktion frischer Wurzeln bei mehr als 10 Millionen Tonnen. Beim Maniokertrag belegt Vietnam weltweit den fünften Platz.

Diese Rohstoffbasis gibt den Verarbeitern Spielraum, den Anteil höherwertiger Erzeugnisse zu steigern, statt sich vorwiegend auf den Verkauf unverarbeiteter Ware zu stützen. Investitionen in eine weitergehende Verarbeitung könnten den Kundenkreis erweitern und die Abhängigkeit von Preisschwankungen bei Rohmaniok senken. Für die Exporteure bleibt es kurzfristig entscheidend, das Wachstum in Malaysia und Südkorea mit der Größe und dem anhaltenden Einfluss der chinesischen Nachfrage in Einklang zu bringen.

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