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Malaysia drängt Bundesstaaten zum Schutz von Reisflächen – Selbstversorgung sinkt auf 54,3 Prozent

Malaysias Landwirtschaftsministerium fordert die Bundesstaaten auf, die Reisanbaugebiete des Landes rechtlich als geschützte Agrarflächen auszuweisen, nachdem der Selbstversorgungsgrad bei Reis von 68 Prozent im Jahr 2018 auf 54,3 Prozent im Jahr 2025 gefallen ist. Die Importabhängigkeit lag bei rund 1,416 Millionen Tonnen im Wert von 2,953 Milliarden Ringgit. Geplant sind zudem 24 Agrarlebensmittelzonen und ein neues Düngemittelgesetz.

Malaysia drängt Bundesstaaten zum Schutz von Reisflächen – Selbstversorgung sinkt auf 54,3 Prozent

Malaysias Ministerium für Landwirtschaft und Ernährungssicherheit (KPKM) hat die Bundesstaaten aufgefordert, die Reisanbaugebiete des Landes förmlich auszuweisen und damit rechtlich zu schützen. Zuvor war der nationale Selbstversorgungsgrad (SSR) bei Reis von 68 Prozent im Jahr 2018 auf 54,3 Prozent im Jahr 2025 gefallen.

Der Vorschlag stammt aus einer Sitzung, die Landwirtschafts- und Ernährungssicherheitsminister Datuk Seri Mohamad Sabu mit den für Landwirtschaft zuständigen Mitgliedern der Landesregierungen leitete, wie das Ministerium in einer von Astro Awani und The Malaysia Press wiedergegebenen Mitteilung erklärte. Teilgenommen haben Agrarressortchefs aus neun Bundesstaaten sowie Vertreter der staatlichen Wirtschaftsplanungseinheiten, des Finanzministeriums und des Wirtschaftsministeriums, dazu leitende Beamte und die Leiter der Behörden und Agenturen des Ministeriums.

Schrumpfende Reisflächen, Importe von 1,416 Millionen Tonnen

Das KPKM führt den Rückgang des SSR auf die abnehmende Reisanbaufläche zurück und verweist darauf, dass der Vorschlag auch einer Empfehlung des Berichts des Generalrechnungsprüfers folgt, die Anbaugebiete auszuweisen, um die für Reis verfügbare Fläche zu erhalten. Malay Mail berichtete über denselben Appell an die Bundesstaaten und bezeichnete die Ausweisung als Maßnahme zur Sicherung des Reisanbaus und zur Stärkung der Ernährungssicherheit. Bodenrecht ist in Malaysia Sache der Bundesstaaten – entscheiden müssen daher die Landesregierungen, nicht das Bundesministerium.

Die Lücke wird durch Einfuhren gedeckt. Das Ministerium bezifferte die Importabhängigkeit bei Reis 2025 auf schätzungsweise 1,416 Millionen Tonnen im Wert von 2,953 Milliarden Ringgit. Die wichtigsten genannten Zahlen:

  • SSR bei Reis: 68 Prozent im Jahr 2018, 54,3 Prozent im Jahr 2025
  • Reisimporte: rund 1,416 Millionen Tonnen im Wert von 2,953 Milliarden Ringgit (2025)
  • Sofort auszuweisende Agrarlebensmittelzonen der Bundesstaaten: 24

Zonierung reicht über Reis hinaus

Die Sitzung behandelte zudem den Schutz von Produktionsflächen durch die Zonierung von Nahrungsmittelgebieten in den Struktur- und Lokalplänen der Bundesstaaten, im Einklang mit dem nationalen Masterplan zur Flächennutzungsplanung. Zu den Maßnahmen zählen die sofortige Ausweisung von 24 Agrarlebensmittelzonen in den Kategorien Dauerparks für Nahrungsmittelproduktion, Dauerparks für Wiederkäuerhaltung und Industriezonen für Aquakultur, dazu ein Legalisierungsprogramm für Tierhaltungsbetriebe und ein Schutzmechanismus für Nahrungsmittelflächen in Sabah und Sarawak.

„Diese Schritte unterstützen die Bemühungen des KPKM, den SSR für strategische Güter zu erhöhen, die lokale Produktion zu steigern und die Widerstandsfähigkeit und Ernährungssicherheit des Landes zu stärken“, heißt es in der Mitteilung.

Projektmittel und Düngemittelgesetz

Zu den Ausgaben nahm die Sitzung den Stand des Nationalen Programms zur Stärkung des Agrarlebensmittelsektors zur Kenntnis, das im Rahmen des 13. Malaysia-Plans genehmigt wurde. In diesem Jahr wurden 347 Projekte über 349,15 Millionen Ringgit bewilligt – aus 782 Anträgen über 2,09 Milliarden Ringgit, also etwa ein Sechstel der beantragten Summe.

Die Teilnehmer prüften außerdem die Wirkungsbewertung des Programms zur Optimierung der Flächennutzung 2024, das gemeinsam mit den Bundesstaaten lief und 97 Projekte, 19.447 Teilnehmer, rund 40.000 Hektar sowie Mittel von 149,59 Millionen Ringgit umfasste.

Im Bereich Regulierung wurde die Erarbeitung eines neuen Düngemittelgesetzes vermerkt, das einen strukturierteren, transparenteren und wirksameren Rahmen für die Branche schaffen soll – für Produktqualität, Vertrieb und Preisstabilität sowie zum Schutz der Interessen der Landwirte.

Exportförderung in Singapur

Den Bundesstaaten wurde zudem eine Beteiligung am Malaysia Fest in Singapur nahegelegt, einer seit 2006 über die Programme Malaysia Fruits und Food Fiesta laufenden Plattform für malaysische Agrarlebensmittel. Die Besucherzahl stieg von 75.000 im Jahr 2017 auf 179.400 im Jahr 2025, der Umsatz von 6,59 Millionen auf 15,8 Millionen Ringgit.

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