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Malaysias Palmölbestände steigen um 7,48 Prozent bei rückläufigen Exporten

Malaysias Palmölbestände erreichten im August 2026 bei steigender Produktion und sinkenden Exporten 2,82 Millionen Tonnen. Der Aufbau konzentrierte sich auf Rohpalmöl; höhere Ausfuhren von Palmkernprodukten und Biodiesel boten nur begrenzte Unterstützung.

Malaysias Palmölbestände steigen um 7,48 Prozent bei rückläufigen Exporten

Bestände steigen auf 2,82 Millionen Tonnen

Malaysias Palmölbestände stiegen im August 2026 um 7,48 Prozent auf 2,82 Millionen Tonnen, weil eine höhere Produktion mit schwächeren Exporten zusammentraf. Nach Angaben des Malaysian Palm Oil Board, über die DagangNews berichtete, nahmen die Gesamtbestände gegenüber den 2,62 Millionen Tonnen im Juli um 196.590 Tonnen zu. Der malaysische Markt muss damit zusätzliches Angebot aufnehmen, was auch die globale Bilanz eines der wichtigsten Pflanzenöle belastet.

Der Zuwachs konzentrierte sich auf Rohpalmöl. Dessen Vorräte erhöhten sich im Monatsvergleich um rund 15,20 Prozent auf 1,64 Millionen Tonnen. Die Bestände an verarbeitetem Palmöl entwickelten sich dagegen rückläufig und sanken um 1,71 Prozent von 1,19 Millionen auf 1,17 Millionen Tonnen. Diese Divergenz zeigt, dass sich das zusätzliche Volumen vor allem am Anfang der Verarbeitungskette sammelt: Raffinerien und Händler verfügen über mehr Rohware, während die Vorräte an verarbeiteten Produkten leicht zurückgingen.

Produktion wächst, Exporte geben nach

Die Rohpalmölproduktion stieg laut den von DagangNews veröffentlichten MPOB-Daten um rund 1,39 Prozent beziehungsweise 24.903 Tonnen auf 1,81 Millionen Tonnen, nach 1,79 Millionen Tonnen im Juli. Die Palmkernproduktion nahm im Monatsvergleich um 1,97 Prozent von 422.272 auf 430.599 Tonnen zu. Die Erzeugung von rohem Palmkernöl erhöhte sich geringfügig um 0,10 Prozent auf 199.589 Tonnen.

Gleichzeitig fielen die Palmölexporte um 7,50 Prozent von 1,39 Millionen auf 1,29 Millionen Tonnen. Der monatliche Rückgang der Ausfuhren um rund 100.000 Tonnen traf auf eine steigende Rohpalmölproduktion und erklärt damit einen großen Teil des Bestandsaufbaus. Für Erzeuger, Raffinerien und Exporteure rückt nun die Frage in den Mittelpunkt, ob sich die Auslandsnachfrage schnell genug erholt, um eine weitere Zunahme in den kommenden Produktionszyklen zu verhindern.

Palmkernprodukte und Biodiesel stützen einzelne Segmente

Bei nachgelagerten Produkten und Nebenprodukten verlief die Entwicklung unterschiedlich. Die Exporte von Palmkernöl stiegen um 37,22 Prozent auf 112.879 Tonnen, die Ausfuhren von Palmkernkuchen um rund 6,45 Prozent auf 216.584 Tonnen. Die Biodieselexporte legten um 22,59 Prozent auf 35.240 Tonnen zu. Diese Zuwächse stützten einzelne Marktsegmente, reichten wegen ihrer geringeren Mengen aber nicht aus, um das Minus im deutlich größeren Palmölstrom auszugleichen. Die Ausfuhr oleochemischer Produkte sank zudem um 12,72 Prozent von 267.576 auf 233.545 Tonnen und lieferte ein weiteres Signal für eine schwächere Auslandsnachfrage.

Die Einfuhren trugen kaum zum Aufbau der heimischen Vorräte bei. Malaysia importierte im August kein Rohpalmöl; die Importe von verarbeitetem Palmöl und Palmöl wurden mit einem Rückgang um 0,09 Prozent auf 49.524 Tonnen angegeben. Die Einfuhr von Palmkernöl stieg dagegen um rund 21,14 Prozent von 11.545 auf 13.985 Tonnen. Die Augustzahlen sprechen somit vor allem für ein Ungleichgewicht zwischen heimischer Produktion und Exporten, nicht für einen durch Rohölimporte ausgelösten Lageraufbau. Die Marktwirkung hängt nun davon ab, wie schnell Exporteure das zusätzliche Angebot platzieren und ob die Nachfrage nach Palmkernprodukten und Biodiesel stabil bleibt.

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