Malatyas Aprikosenernte erholt sich nach Frost und stützt türkischen Export
Malatya meldet nach den frostbedingten, nahezu vollständigen Ausfällen des Vorjahres wieder eine ergiebige Aprikosenernte. Landwirtschaftsminister İbrahim Yumaklı erwartet eine Erholung von Produktion und Export, unterstützt durch langfristige Investitionen in Bewässerung, Forschung und Verarbeitung.
Malatya nimmt die Produktion nach schweren Frostschäden wieder auf
Malatya hat eine ergiebige Aprikosenernte eingebracht, nachdem landwirtschaftlicher Frost das wichtigste Erzeugnis der Provinz im Vorjahr nahezu vollständig ausfallen ließ. Das berichtete Haberler.com unter Berufung auf den türkischen Minister für Land- und Forstwirtschaft İbrahim Yumaklı. Bei der Eröffnung des 28. Aprikosenfestivals mit Messe in Malatya sagte der Minister, die neue Ernte werde Produktion und Export wieder stärken und der Provinz erneut Einnahmen aus dem Sektor verschaffen.
Die Erholung ist auch für den Weltmarkt relevant, da Malatya bei der Produktion und Ausfuhr getrockneter Aprikosen führend ist. Laut Yumaklı steht die Türkei mit einem Anteil von 28 % weltweit an erster Stelle der Aprikosenproduktion. Malatya allein erzeugt 54 % der türkischen Menge. Ernteschwankungen in der Provinz betreffen damit Verarbeiter, Exporteure und internationale Käufer, die türkische Ware beziehen.
Erholung nach einem nahezu vollständigen Ernteausfall
Der Minister nannte weder eine Erntemenge noch eine Exportprognose für die neue Saison. Er stellte die diesjährige ergiebige Ernte dem Frost des Vorjahres gegenüber, durch den Malatyas prägendes Produkt beinahe völlig fehlte. Für die Branche steht damit wieder mehr Rohware bereit; Angaben zu Qualitätsklassen, Verarbeitungsausbeute, Beständen oder erwarteten Preisen enthält der Bericht jedoch nicht.
Yumaklı ordnete die Erholung in die Risiken des Klimawandels und geopolitischer Entwicklungen ein. Diese hätten die strategische Bedeutung der Landwirtschaft erhöht und die Ernährungssicherheit zu einer Frage der nationalen Sicherheit gemacht. Für die Aprikosenbranche zeigt der starke Gegensatz zwischen zwei Saisons, wie anfällig räumlich konzentrierte Produktion für Wetterereignisse ist und welche Risiken daraus für Erzeuger, Verpacker und Exportkunden entstehen.
Bewässerung und Technik sichern Kapazitäten
Malatya erhielt in den vergangenen 24 Jahren insgesamt 75 Milliarden Türkische Lira an Investitionen und Unterstützung für Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Wasserwirtschaft, sagte Yumaklı. In der Provinz wurden 117 Bewässerungsanlagen in Betrieb genommen und 404.000 Dekar Fläche für die Bewässerung erschlossen. Nach Angaben des Ministers bringen diese Projekte Malatya jährlich einen wirtschaftlichen Beitrag von rund 7 Milliarden Lira.
Forschung und Verarbeitungstechnik ergänzen die Produktionsstrategie. Das Aprikosenforschungsinstitut arbeitet an neuen Sorten und Produkten mit höherer Wertschöpfung. Eine mit heimischen Mitteln entwickelte Maschine zum Entsteinen von Aprikosen soll die Effizienz verbessern. 2024 führte die Türkei zudem eine landwirtschaftliche Produktionsplanung ein, um die Produktionsinfrastruktur einzelner Städte zu stärken.
Landwirtschaft wächst während des Wiederaufbaus
Die Aprikosenwirtschaft erholt sich, während Malatya den Wiederaufbau nach den Erdbeben vom 6. Februar fortsetzt. Laut Yumaklı besitzt die Provinz 53 geografisch geschützte Produkte, allen voran Aprikosen. Projekte für Bewässerung, Trinkwasser und die Sanierung von Staudämmen laufen weiter. Sie sollen die landwirtschaftliche Kapazität erhöhen; ein Zeitplan oder zusätzliche Investitionssummen wurden nicht genannt.
Yumaklı zufolge stieg Malatyas Pflanzenproduktion in 24 Jahren um 120 %, der Rinderbestand um 75 % und der Bestand an Schafen und Ziegen um 55 %. Die Geflügelzahl erhöhte sich auf das 24-Fache, die Aquakulturproduktion auf das Neunfache und der landwirtschaftliche Produktionswert auf das Dreifache. Für den Aprikosenmarkt ist nun vor allem entscheidend, dass in einem Kerngebiet der weltweiten Versorgung mit Trockenaprikosen wieder eine kommerziell bedeutende Ernte verfügbar ist.