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Maisernte in Rangpur erreicht 1,61 Millionen Tonnen

Die fünf Distrikte der Agrarregion Rangpur erzeugten in den Anbauzeiten Rabi und Kharif-1 des Jahres 2026 insgesamt 1.607.092 Tonnen Mais. Die Nachfrage der Futtermittelindustrie stützte Erzeugerpreise von 1.000 bis 1.150 Taka je 40 Kilogramm.

Maisernte in Rangpur erreicht 1,61 Millionen Tonnen

Zwei Anbauzeiten liefern eine außergewöhnlich große Ernte

Die Landwirte in Bangladeschs Agrarregion Rangpur haben in den Anbauzeiten Rabi und Kharif-1 des Jahres 2026 insgesamt 1.607.092 Tonnen Mais geerntet, berichtete die Nachrichtenagentur Bangladesh Sangbad Sangstha (BSS). Die Produktion entfiel auf die fünf Distrikte Rangpur, Gaibandha, Kurigram, Nilphamari und Lalmonirhat.

Nach Angaben der landwirtschaftlichen Beratungsbehörde DAE steuerte die größere Rabi-Ernte 1.417.133 Tonnen von 126.756 Hektar bei. In der gerade beendeten Kharif-1-Saison kamen 189.959 Tonnen von 20.815 Hektar hinzu. Insgesamt wurden damit 147.571 Hektar bewirtschaftet, wodurch im Norden Bangladeschs eine umfangreiche Rohstoffbasis für die Futter- und Lebensmittelindustrie entstand.

Der zusätzliche DAE-Direktor für Rangpur, Md Shirajul Islam, erklärte gegenüber BSS, die Regierung habe den Anbau mit Sonderanreizen, ertragreichem Saatgut, Düngemitteln und modernen Technologien gefördert. Mais wuchs sowohl auf regulären Ackerflächen als auch auf Schwemmlandinseln entlang der Flüsse Brahmaputra, Teesta, Dharla, Jamuna, Dudhkumar, Atrai, Kartoa und Ghaghot.

Futtermittelnachfrage stabilisiert die Erzeugerpreise

Von BSS zitierte Marktteilnehmer bezifferten die Verkaufspreise der jüngsten Ernte auf 1.000 bis 1.150 Taka je Maund, wobei ein Maund 40 Kilogramm entspricht. Befragte Erzeuger aus dem Unterdistrikt Gangachara berichteten von guten Erträgen und höheren Gewinnen in beiden Anbauzeiten.

Die Nachfrage der Hersteller von Geflügel- und Viehfutter sowie der Lebensmittelverarbeiter bildet die wichtigste kommerzielle Grundlage des regionalen Maisanbaus. Dass eine große Ernte mit auskömmlichen Preisen zusammentrifft, zeigt, dass der Binnenmarkt zusätzliche Mengen aufnehmen kann, ohne die Einkommen der Erzeuger unmittelbar einbrechen zu lassen. Futtermittelwerke erhalten zugleich mehr Rohware aus der näheren Umgebung. Der BSS-Bericht nennt allerdings weder den landesweiten Maisbedarf noch Importmengen oder Rangpurs Anteil an der Versorgung Bangladeschs.

Besonders attraktiv ist Mais auf den Schwemmlandinseln der Flüsse, wo große Flächen saisonal genutzt werden können. Md Shirajul Islam zufolge ist die Kultur rentabler als viele Alternativen und trägt dazu bei, Einkommen und Lebensbedingungen ländlicher Haushalte zu verbessern.

Geringerer Bewässerungsbedarf eröffnet Wachstumsspielraum

Der Agrarwissenschaftler Dr Md Abdul Mazid sieht weiteres Potenzial zur Steigerung der Maisproduktion. Er sprach sich für mehr Kulturen mit geringem Bewässerungsbedarf aus, darunter Mais und Weizen. Damit könne Nordbangladesch seine Abhängigkeit vom bewässerungsintensiven Boro-Reis verringern, die Ernährungssicherheit unter veränderten Klimabedingungen stärken und Umwelt, Ökosysteme sowie Biodiversität entlasten.

Eine weitere Expansion hängt davon ab, ob die Nachfrage der Futter- und Lebensmittelindustrie mit dem Angebot wächst und profitable Erzeugerpreise erhält. Für Verarbeiter bietet die Ernte von 2026 eine auf fünf Distrikte verteilte Bezugsquelle. Für Landwirte bleiben der Zugang zu verbessertem Saatgut, Düngemitteln und Technologie sowie stabile Erträge auf regulären und flussnahen Flächen entscheidend.

Dr Md Abdul Mazid empfahl außerdem, Mais stärker als Lebensmittel zu nutzen, etwa für Maisöl und für Mehl aus 70 Prozent Weizen und 30 Prozent Mais. Diese Anwendungen könnten zusätzliche Nachfrage außerhalb des Futtermittelsektors schaffen. Im BSS-Bericht bleibt die Futtermittelherstellung jedoch der klarste kommerzielle Absatzkanal.

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