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Mais legt in Paris und Chicago zu, europäischer Raps verliert 5,1 %

Europäischer Mais verteuerte sich in der Woche vom 20. bis 26. Juli 2026 um 12 Euro je Tonne, auch Mais und Sojabohnen in Chicago legten zu. Europäischer Raps verlor 27,50 Euro je Tonne, da fallende Ölpreise und Gewinnmitnahmen die Sorgen um Lieferungen aus dem Schwarzmeerraum überwogen.

Mais legt in Paris und Chicago zu, europäischer Raps verliert 5,1 %

Mais und Sojabohnen führen die Wochengewinne an

Die Getreide- und Ölsaatenfutures in Paris und Chicago entwickelten sich in der Woche vom 20. bis 26. Juli 2026 deutlich auseinander. Nach Angaben von Agronews Castilla y León erzielte europäischer Mais den stärksten Anstieg an der Euronext. Auch Mais, Weizen und Sojabohnen in Chicago schlossen höher. Europäischer Raps verlor dagegen im Wochenvergleich 5,1 %.

Der europäische August-Maiskontrakt schloss bei 259,50 Euro je Tonne, ein Plus von 12 Euro je Tonne beziehungsweise 4,8 %. Damit lag er 49,75 Euro je Tonne über den 209,75 Euro vom Juli 2025, was einem Jahresanstieg von 23,72 % entspricht. Chicago-Mais für September stieg um 7,52 Euro beziehungsweise 4,9 % auf 161,45 Euro je Tonne. Der Kontrakt notierte 23,55 Euro je Tonne oder 17,08 % über dem Vorjahresniveau.

US-Mais legte fünf Sitzungen in Folge zu und erreichte ein Hoch von rund 15 Monaten, bevor er am Freitag nachgab. Gewinnmitnahmen und niedrigere Ölpreise beendeten die Rally. Der Energiemarkt beeinflusst Mais, weil das US-Getreide zur Ethanolproduktion eingesetzt wird; schwächeres Rohöl kann zudem die Auflösung spekulativer Positionen fördern.

Störungen am Schwarzen Meer stützen Getreide

Sicherheit und Logistik am Schwarzen Meer blieben entscheidend für die Preisbildung. Agronews Castilla y León berichtete, dass einige Reeder nach russischen Angriffen auf Schiffe und Hafenanlagen im Raum Odesa Anläufe zur Aufnahme von Agrargütern vorübergehend aussetzten. Die Ukraine hat rund ein Drittel ihrer Kapazität für Getreideexporte über das Schwarze Meer verloren, kann aber weiterhin Routen über die Donau und die Schiene nutzen.

Bei einem Angriff auf ein mit Mais beladenes Schiff nahe Odesa wurden zehn Menschen getötet. Die Unsicherheit über die Sicherheit der Handelsrouten nahm dadurch zu. Störungen ukrainischer Lieferungen können Nachfrage auf Getreide aus der Europäischen Union umlenken. Russland beschränkte außerdem den Schiffsverkehr durch den Don-Asow-Kanal, über den ein bedeutender Teil seiner Weizenexporte läuft. Damit stieg die Wahrscheinlichkeit, dass internationale Käufer auf andere Herkunftsländer ausweichen.

Pariser September-Weizen schloss bei 232,75 Euro je Tonne. Das waren 2 Euro beziehungsweise 0,9 % weniger als in der Vorwoche, aber 30,50 Euro oder 15,08 % mehr als im Juli 2025. Allein am Freitag verlor der Kontrakt 10,25 Euro je Tonne, nachdem die Kursverluste im Tagesverlauf zeitweise mehr als 6 % betragen hatten. Berichte über mögliche Schutzmechanismen für Schiffe, die Häfen in der Region Odesa nutzen, nährten zunächst die Erwartung, dass ukrainische Exporte ohne größere Unterbrechung fortgesetzt werden könnten. Ein ukrainischer Minister dementierte später entsprechende Gespräche, woraufhin die Preise einen Teil der anfänglichen Verluste aufholten.

Chicago-Weizen steigt, Raps gibt nach

Chicago-Weizen für September gewann 8,15 Euro je Tonne beziehungsweise 3,8 % und schloss bei 224,90 Euro. Der Kontrakt erreichte den höchsten Stand seit Mai 2024 und lag 50,33 Euro je Tonne oder 28,83 % über dem Niveau vom Juli 2025. Am Freitag drückten Gewinnmitnahmen, technische Verkäufe, schwächeres Öl und Prognosen überdurchschnittlicher Erträge bei hartem rotem Sommerweizen in North Dakota auf die Preise, obwohl die Region zuletzt von Hitze und Trockenheit betroffen war.

Europäischer Raps für August fiel um 27,50 Euro je Tonne beziehungsweise 5,1 % auf 516,50 Euro. Am Freitag betrug das Minus zeitweise 28 Euro je Tonne und löschte einen erheblichen Teil der vorherigen Gewinne aus. Dennoch lag der Preis weiterhin 43,50 Euro je Tonne oder 9,20 % über dem Stand vom Juli 2025. Der niedrigere Ölpreis schwächte die Unterstützung für Pflanzenöle, die zur Biodieselproduktion verwendet werden; zugleich verlor der Markt einen Teil der zuvor aufgebauten Risikoprämie.

Die von Allseeds angekündigte Betriebsaussetzung in der Region Odesa hatte zunächst die Sorge um die Versorgung mit Pflanzenöl verstärkt. Der Ausverkauf zum Wochenschluss zeigte jedoch, dass Energiepreise, technischer Handel und Gewinnmitnahmen unmittelbare Logistikrisiken überwiegen können. Laut Agronews Castilla y León wurden indikative FOB-Weizenpreise mit einem Kurs von 1 Euro zu 1,1392 Dollar umgerechnet, den die Europäische Zentralbank am 23. Juli veröffentlichte. Ukrainische Weizennotierungen waren wegen Transportproblemen, höherer Versicherungskosten und ausgesetzter Schiffsanläufe überwiegend nominal.

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