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Mais-Futures steigen in Chicago und an der brasilianischen B3 mit Blick auf Europas Ernte

Mais-Futures schlossen am Dienstag an der CBOT über die gesamte Kurve höher, September 2026 bei 4,52 US$. Agrinvest führt die Stütze auf das Wetter in den USA und der EU zurück: Eine schwächere europäische Ernte könnte die Nachfrage zu Lieferanten aus den USA und Südamerika verlagern. Die brasilianische B3 war uneinheitlich, im Fokus stehen Wettbewerbsfähigkeit und Real.

Mais-Futures steigen in Chicago und an der brasilianischen B3 mit Blick auf Europas Ernte

Mais-Futures haben den Dienstag mit moderaten Gewinnen an den internationalen Märkten beendet, während die Händler die Verfassung der europäischen Ernte im Blick behielten und die Aussicht, dass eine schwächere Ernte dort die Nachfrage zu nord- und südamerikanischen Lieferanten umlenken könnte. Das berichtet noticiasagricolas.com.br unter Berufung auf eine Analyse der Beratungsgesellschaft Agrinvest.

Chicago legt über die gesamte Kurve zu

An der Chicago Board of Trade (CBOT) verteilten sich die Gewinne über die gesamte Terminkurve. Der Kontrakt September 2026 wurde mit 4,52 US$ notiert, ein Plus von 3,25 Punkten oder 0,72 % gegenüber dem Montagsschluss. Dezember 2026 stieg auf 4,75 US$ (+2,25 Punkte, +0,48 %), März 2027 wurde zu 4,91 US$ gehandelt (+2,50 Punkte, +0,51 %) und Mai 2027 zu 4,99 US$ (+2,50 Punkte, +0,50 %).

Laut Agrinvest bleiben die Futures durch das Wetter gestützt, das die Bestandsentwicklung in den USA und vor allem in der Europäischen Union prägt. Die US-Ernte 2026/27 liegt leicht vor der Vorsaison, mit weiter fortgeschrittener Entwicklung und 34 % der Felder in der Blüte. Der Zustand der Bestände liegt unter dem Vorjahr, doch die Analysten bezeichneten den bisherigen Verlauf als positiv und ergänzten, dass Hitze, Temperaturschwankungen und Bodenfeuchte weiter günstig für die Kultur seien.

Europa als entscheidende Größe

Die Beratungsgesellschaft hob Europa als derzeit sensibelsten Preisfaktor hervor. „Ein stärkerer Ausfall bei europäischem Mais verlagert die Nachfrage tendenziell in Richtung USA und Südamerika, was die Bestände verknappen und stärkere Rückgänge der Notierungen begrenzen kann“, so Agrinvest. Es ist diese mögliche Verlagerung der Käufe — und nicht etwa bestätigte Abschlüsse —, die die Händler auf ein mögliches Anziehen des europäischen Importinteresses setzen lässt.

Brasilien wägt Wettbewerbsfähigkeit und Real ab

An der brasilianischen Börse B3 verlief die Sitzung ebenfalls überwiegend positiv, wenngleich einige Kontrakte Verluste verzeichneten. September 2026 gab um 0,52 % auf 69,12 R$ nach, Januar 2027 legte um 0,04 % auf 75,88 R$ zu, März 2027 gewann 0,10 % auf 76,90 R$ und Mai 2027 stieg um 0,79 % auf 76,10 R$.

Für den brasilianischen Markt ist laut Agrinvest das Exportprogramm und dessen internationale Wettbewerbsfähigkeit die zentrale Frage. „Bevor es zu einer stärkeren Verlagerung der Nachfrage im Zuge geopolitischer Konflikte kommt, blickt der Markt auf die Herkunft mit der besten Rechnung, und derzeit ist brasilianischer Mais für die wichtigsten Abnehmer wettbewerbsfähig“, so die Beratungsgesellschaft. Bestätigt sich der europäische Ausfall und wandert ein Teil dieser Nachfrage nach Südamerika, würden brasilianische Exporte im zweiten Halbjahr stärker um Ware konkurrieren.

Als Schwachstelle nannten die Analysten den Wechselkurs und wiesen darauf hin, dass sich der Real nicht wie im Vorjahr entwickelt, als Währungsbewegungen den Exporteuren Spielraum gaben, ihre Verkaufsprogramme zu strecken. Am Kassamarkt stiegen die Preise je Sack Mais am Dienstag; Notícias Agrícolas verzeichnete Zuwächse in Sorriso (Mato Grosso), Luís Eduardo Magalhães (Bahia), Itapetininga (São Paulo) und im Hafen von Santos (São Paulo).

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