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Neustart von Long Son steigert SCGs Vietnam-Umsatz im ersten Halbjahr 2026 um 126%

SCG erzielte in Vietnam im ersten Halbjahr 2026 einen Umsatz von 37,12 Billionen VND (1,42 Milliarden $), 126% mehr als im Vorjahr. Ausschlaggebend war der Neustart des Petrochemiekomplexes Long Son; zugleich baut der Konzern sein Fliesen- und Verpackungsgeschäft aus.

Neustart von Long Son steigert SCGs Vietnam-Umsatz im ersten Halbjahr 2026 um 126%

Petrochemie-Neustart treibt das Umsatzwachstum

SCGs Umsatz in Vietnam stieg im ersten Halbjahr 2026 um 126% gegenüber dem Vorjahr auf 37,12 Billionen VND, entsprechend 1,42 Milliarden $. Znews zufolge beruhte der Zuwachs vor allem auf einer verbesserten Geschäftsentwicklung und dem Neustart des Petrochemiekomplexes Long Son Ende 2025.

Das Ergebnis unterstreicht die Bedeutung des Komplexes für SCGs Stellung in Vietnam, einem der Kernmärkte des thailändischen Konzerns. SCG ist der Investor von Long Son, dessen anfängliches Investitionsvolumen rund 5 Milliarden $ betrug. Mit der Wiederinbetriebnahme liefert die Großanlage dem Konzern nach der vorherigen Unterbrechung wieder Umsatz und Industrieproduktion.

Für Vietnams Petrochemiemarkt bringt der Neustart zusätzliche Mengen aus einer großen inländischen Produktionsanlage. Davon sind Hersteller und Verarbeiter betroffen, die petrochemische Vorprodukte benötigen. Zugleich entscheidet der Umgang mit Kosten und Verfügbarkeit der Rohstoffe darüber, wie wettbewerbsfähig Long Son gegenüber Importmaterialien ist.

Modernisierung zu mehr als 60% abgeschlossen

Nach Angaben von SCG ist das Verbesserungsprojekt in Long Son zu mehr als 60% abgeschlossen und liegt weiterhin im Zeitplan. Die Arbeiten wurden trotz vorübergehender Rohstoffengpässe infolge geopolitischer Spannungen im Nahen Osten fortgesetzt. Damit zeigt sich die Abhängigkeit des Projekts von internationalen Beschaffungsmärkten.

Nach Fertigstellung soll die Modernisierung eine flexiblere Auswahl der Einsatzstoffe ermöglichen, die betriebliche Anpassungsfähigkeit verbessern und die langfristige Wettbewerbsfähigkeit der vietnamesischen Petrochemie stärken. Bei den Bauarbeiten setzt SCG zudem Roboterschweißtechnik ein, die nach Unternehmensangaben Qualität, Sicherheit und Produktivität erhöht.

Für einen integrierten Petrochemiestandort hat Rohstoffflexibilität einen unmittelbaren wirtschaftlichen Wert. Sie erweitert die Beschaffungsmöglichkeiten, wenn einzelne Einsatzstoffe knapp oder teuer werden. Die Unterbrechungen im Zusammenhang mit dem Nahen Osten zeigen zudem, dass eine Anlage in Vietnam weiterhin auf Veränderungen der globalen Energie- und Petrochemielieferketten reagiert.

SCG erweitert Fliesen- und Verpackungsgeschäft

Auch andere Vietnam-Aktivitäten von SCG bauen Export und Produktion aus. Die Ausfuhren glasierter Keramikfliesen der zu SCG Decor gehörenden PRIME Group stiegen im Jahresvergleich um 24%. Laut SCG spiegelt dies die wachsende internationale Nachfrage nach höherwertigen, in Vietnam hergestellten Baustoffen wider. Das Unternehmen erweitert seine Kapazität und stärkt damit Vietnam als Produktionsstandort für hochwertige Baumaterialien.

Im Verpackungsbereich investiert SCGP rund 622 Milliarden VND in zusätzliche Kartonkapazitäten im Süden Vietnams. Der kommerzielle Betrieb soll 2027 beginnen. Moderne Technik soll die Versorgung stabilisieren und die Nachfrage in einer der am schnellsten wachsenden Fertigungsregionen des Landes bedienen.

SCG-Präsident und Vorstandsvorsitzender Thammasak Sethaudom erklärte, der Konzern werde trotz der volatilen Weltwirtschaft weiter in Innovation, Nachhaltigkeit und Fachkräfte in Vietnam investieren. Mit Blick auf Vietnams Netto-Null-Ziel für 2050 will SCG kohlenstoffarme Materialien, effiziente Produktion und Kreislauflösungen entlang der Wertschöpfungskette priorisieren.

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