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Litauen stellt weitere 10 Millionen Euro für den Austausch von Heizungen bereit

Litauen stellt weitere 10 Millionen Euro bereit, damit Haushalte ineffiziente Biomasse- und fossile Heizungen ersetzen können. Zuschüsse decken bis zu 50 % der festgelegten Referenzkosten förderfähiger Wärmepumpen und Biobrennstoffkessel der Klasse 5.

Litauen stellt weitere 10 Millionen Euro für den Austausch von Heizungen bereit

Neue Fördermittel für die Modernisierung von Wohngebäuden

Litauen hat sein Programm zum Austausch privater Heizungsanlagen um 10 Millionen Euro aufgestockt. Eigentümer können nach dem Ersatz alter und ineffizienter Biomasse- oder Fossilheizungen eine Erstattung beantragen. Die Anträge verwaltet die litauische Energieagentur. Energieminister Lukas Savickas erklärte, dass die Mittel für den Heizungstausch in diesem Jahr mit insgesamt 37,8 Millionen Euro einen Rekordwert erreicht haben.

Die Erstattung kann bis zu 50 % der anhand von Marktpreisen festgelegten Gerätekosten decken. Kauno Diena zufolge werden durchschnittlich rund 3.500 Euro für eine Wärmepumpe und etwa 1.500 Euro für einen neuen Biobrennstoffkessel der Klasse 5 erwartet. Förderfähig sind Erdreich-Wasser-, Wasser-Wasser-, Luft-Wasser- und Luft-Luft-Wärmepumpen. Bei Luft-Luft-Anlagen hängt die Förderfähigkeit jedoch vom Gebäude und vom ersetzten Heizsystem ab.

Wärmepumpen und Biobrennstoffkessel prägen die Nachfrage

Die Förderung wird erst nach dem Einbau neuer und unbenutzter Technik gewährt. Zugelassen sind zertifizierte Biobrennstoffkessel der Klasse 5 sowie Wärmepumpen zur Beheizung des Wohnraums. In Ein- und Zweifamilienhäusern sowie Gartenhäusern mit wassergeführter Heizung muss die neue Anlage frühestens am 26. Juli 2023 installiert worden sein. Sonderregeln gelten für bestimmte Luft-Luft-Systeme und Wohnungen in Mehrfamilien- oder anders genutzten Gebäuden, in denen die Anlage frühestens am 16. Dezember 2024 ersetzt wurde.

Die neuen Aufrufe werden nicht mehr nach Regionen getrennt. Stattdessen gibt es zwei Antragswege: einen für den Ersatz von Biomasseanlagen und einen für fossil befeuerte Systeme. Wurden beide Brennstoffarten genutzt, ist der häufiger eingesetzte Brennstoff maßgeblich. Luft-Luft-Wärmepumpen werden nicht gefördert, wenn ein Kessel ersetzt wird, der ein wassergeführtes Heizkörpersystem versorgte. In Mehrfamilienhäusern ohne Fernwärmeanschluss sind Kessel der Klasse 5 ebenfalls ausgeschlossen; dort werden nur Wärmepumpen unterstützt.

Programm könnte 166 MW Heizleistung schaffen

Nach Angaben von Kauno Diena unter Berufung auf das Energieministerium soll das staatliche Programm rund 35.000 Haushalte erreichen und 166 MW zusätzliche Wärmeerzeugungsleistung installieren. Bis 2029 sind mehr als 112,4 Millionen Euro an staatlichen Mitteln vorgesehen. Anträge sollen jeweils am ersten Arbeitstag eines Quartals ab 14:00 Uhr möglich sein. Für Lieferanten und Installationsbetriebe entsteht damit eine wiederkehrende Auftragspipeline statt eines einmaligen Förderfensters.

Die veröffentlichten Gesamtzahlen weichen leicht voneinander ab. Laut 15min.lt haben bereits mehr als 21.700 Einwohner ihre Anlagen modernisiert und über 71 Millionen Euro erhalten. Kauno Diena beziffert die Teilnehmerzahl seit dem Programmstart 2023 auf rund 21.800 und die Auszahlungen auf knapp 71,3 Millionen Euro. Etwa 14.400 Teilnehmer ersetzten demnach Biobrennstofftechnik, während rund 7.400 von Gas, Kohle oder Flüssigbrennstoffen abrückten. Im Jahr 2025 wurden 10.438 umweltschädliche Heizgeräte ersetzt; bis Ende September dieses Jahres waren es laut 15min.lt fast 8.400 alte Kessel. Die zusätzlichen Mittel dürften die Nachfrage nach Wärmepumpen, zertifizierten Biobrennstoffkesseln, Montageleistungen und Komponenten stützen und zugleich den Bedarf an fossilen Heizstoffen und veralteter Biomassetechnik senken.

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