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Libanon will 100.000 Tonnen Äpfel der Ernte 2026 exportieren

Der Libanon erwartet 2026 eine Apfelernte von rund 200.000 Tonnen und will mindestens 100.000 Tonnen exportieren. Der Sieben-Punkte-Plan des Landwirtschaftsministeriums umfasst Marktzugang, Käuferkontakte, Qualitätskontrolle und Absatzförderung im Inland.

Libanon will 100.000 Tonnen Äpfel der Ernte 2026 exportieren

Exportziel entspricht der Hälfte der erwarteten Ernte

Das libanesische Landwirtschaftsministerium hat einen Fahrplan für die Vermarktung der Apfelernte 2026 vorgelegt. Die Produktion wird auf rund 200.000 Tonnen geschätzt. Laut einer von LBC Group veröffentlichten Ministeriumserklärung entspricht dies ungefähr dem langjährigen Jahresdurchschnitt des Landes.

Zentrales Ziel ist der Export von mindestens 100.000 Tonnen und damit der Hälfte der erwarteten Ernte. Nach Angaben des Ministeriums soll dieser Absatz die Ernte aufnehmen, den heimischen Markt im Gleichgewicht halten und die Erzeuger schützen. Der Plan fällt in eine Phase, in der Ernte, Sortierung und Vermarktung an Intensität gewinnen.

Der Fahrplan umfasst sieben Bereiche: Öffnung von Exportmärkten, Agrardiplomatie, direkte Gespräche in Zielländern, Vernetzung von Erzeugern und Exporteuren, Unterstützung durch Importländer, Absatzförderung im Inland und Kontrolle der gesamten Wertschöpfungskette.

Ägypten, Jordanien und die Golfmärkte im Fokus

Dem Ministerium zufolge sind die Golfmärkte für libanesische Äpfel und andere Agrarprodukte geöffnet. Mit Ägypten wurde zudem vereinbart, auf eine Erhöhung der jährlichen libanesischen Agrarexporte von 50.000 auf 100.000 Tonnen hinzuarbeiten. Dieses Ziel gilt für Agrarprodukte insgesamt und ist vom Exportziel für Äpfel zu unterscheiden.

Der Libanon hat Jordanien gebeten, ab Mitte Oktober libanesische Äpfel einzuführen. Das Ministerium regte außerdem Kontakte des Präsidenten zu den Staatschefs wichtiger Abnehmerländer an und nannte Ägypten, Saudi-Arabien, Jordanien, die Vereinigten Arabischen Emirate und den Irak. Libanesische Botschaften sollen über das Außenministerium den Marktzugang und die Einfuhr der Ware unterstützen.

Vorgesehen sind ferner Besuche in Zielländern und direkte Gespräche mit Landwirtschaftsministern, Händlern und Importeuren. Das Landwirtschafts- und das Wirtschaftsministerium planen zudem ein Treffen mit Botschaftern arabischer Importländer, um praktische Unterstützung für einen leichteren Marktzugang und einen breiteren Absatz zu mobilisieren.

Abstimmung vom Obstgarten bis zum Kühlhaus

Im Inland organisiert das Ministerium Treffen zwischen Landwirten, Exporteuren und Vermarktern in den Anbauregionen. Mengen, Preise sowie Anforderungen an Sortierung, Verpackung und Export sollen vor dem Saisonhöhepunkt abgestimmt werden. Diese frühe Koordination ist besonders wichtig, weil ein erheblicher Teil der Ernte für den Auslandsmarkt vorgesehen ist.

Die Regierung will den heimischen Verbrauch außerdem mit nationalen Apfeltagen, Medien- und Digitalkampagnen sowie Werbematerial und Filmen fördern. Parallel soll das Ministerium Ernte, Sortierung, Verpackung, Transport, Lagerung, Kühlung, Export und Verkauf begleiten. Damit sollen Qualität und die Einhaltung der Vorgaben der Zielmärkte gesichert werden. Für Erzeuger und Händler hängt der Erfolg davon ab, ob Marktöffnungen rechtzeitig zu Bestellungen führen und die Logistik die angestrebten 100.000 Tonnen bewältigen kann.

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